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Programm · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 12

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Journal
Programm
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 12 (sequence 11)
Language
German
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.Durch das Auskeiineu wird' also Imuptsächlieh das Wasser in Anspruch genommen, und zwar versieht sich der wachsende Spross noch Lauge aus dem Knoiienreservoir-.mit der nötigen Feuchtigkeit Sauromatum. verhält sich also ganz, ähnlich wie die Kaitoirelknolle. Auch hier schöpft die Pflanze noch' lange nach der Keimung aus der alinterknotie.1) Von der Kartoffel wies nun Sikorski nach, dass "das Wasser im Laiire der Vegetation von aussen aufgenommen und in der Mutterknolle abgesetzt'wird. Stärke und andere Stoffe sind. ihr. dann schon-• zum grössten Teile entzogen. Bei bauromamm aber wird offenbar durch den Spross auch organischer Stoff in die Mütcrkaoüö gebracht. Insofern findet auch eine. IJebereinstinimung statt, als bei beiden Knollen das Temperatimiiinimuin bei 4- 7 bis. 8 ° liegt. Dass dem .Wasser' die Hauptbedeutung bei den Wrvchsnnnsei*schenmngeii zukommt, zeigen die abgeschnittenen Sprosse aufs deutlichste und ist auch nach der nükuisk epischen üntersucliung wahrscheinlich. Kommt die Knolle in die Erde, nachdem sie „ohne Erde and.Wasser;i Blüten getrieben harte, so. verhält sie sich rein passiv und wird von Blättern und Wurzeln neu gefüllt, wobei sie-'übrigens ein gutes Stück (etwa;>0' ern > in die Erde einsinkt. Während bei der Kartoffel die erseköpfre- Knolle zu (trunde gehr und von der wachsenden Pflanze eine neue angelegt wird, tTil'r sieh hier zunächst die alre Knolle wieder au und nimmt alsdann au Volumen und (Gewicht zu. Auch diese Erscheinung ist nicht auf Sauroniatum beschränkt sie findet sich z. B. bei ' Cyclamen wieder. Während es «tber Schwierigkeiten hat. die Kartoucl ausserhalb der Erde zu kultivieren, ist das bei bauromaium ein Leieh;e.s. Es mag d;is damiv zusammenhängen, dass die KaiTolTelkuoUe, sobald sie anfresst, auch Wurzeln eniwickeh und Wasser einsangt und ihr von Kährstofl'en erschöpftes Innere mit Wasser anfüllt, wogegen Sanromarum das nicht nötig zu haben seiteint.' Auch trocknet eine Kartoffel au der Luft nach und nach aus, Sauron'iarumknoIIen können über zwei Jahre ihren reichlichen Wassergehalt bewahren, wenn, man sie nur am Auskeimen verhindert Der Inhalt, der Knolle .ir-rseheiiu* teilweise in anderer Ucsrak im Sprossewieder. .Ein Teil der Knollen Substanz wird für die chemischen und mechanischen Prozesse, in Anspruch genommen. Es dürfte demnach die zweite von Roseubach angenommene Möglichkeit vorliegen. Es bleibt mir noch übrig, allen denen, die mich bei dieser Arbeit unterstützten, meinen herzlichsten Dank auszusprechen.- l) Schindler, Die Lohre vom Pflanzenbau Teil I S. 1)8.

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