Programm
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- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 3)
- Language
- German
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Ilabkns dorn Amin niaeulatmn, «.(och snid die- B:;iru<ir eigenartig fiederteihg. Die Knolle ist fast .kugelig, .vonoben her etwas eingedrückt.1*; Tni Handel kommen sogenannte einfache und sogen;«mite Doppelrollen vor. Erstere haben durchschnittlich ein (-iewiclir — falls sie gut ausgebildet sind — von 1)0 g. letztere von 480 g.2) In ihren WnchstumsvcrlijUtuissor. sind sie ganz gleich, und inäu kann'aus den erstereti die letzteren erzeugen., wenn man ^ie den Sommer über im Gia.rr.cn in der Erde In-m u/Jehl. Die ^röss^ der l»lättor und lUüten hängt von der der Knollen ab. und man erhält mir den grossen die Ki-.hönsren Resultate. , Die Zeit des Auswachsens bis zur .Blüte ..r-hne Erde und Wasser* fällt im allgemeinen in die Zoif von Ende .Januar bis April:J). Es bildet sit-Li zunächst ein kurzer Trieb, der gewöhnlich an der Spitze eine rilüi.e entwickelr. Drei bis vier langgestreckte, aussen braun getüpfelte Hüllblätter., von denen dir) inneren länger sind als die äusseren, umse.b Ii essen den Blütenscha Lt. Gewöhnlich trocknen die äussersten Hüllblätter bald ein. Der Blutenstand gleicht dem. des Arum, doch is; der Abstand der weiblichen Blüten, von den männlichen grösser, und der Kolben läuft nach dem Ende »zu spitz ans. Die Blütenscheide umhüllt den Blutenstand tütenLormig und bildet nach unten um die weiblichen Blüten eine etwas aufgetriebene Röhre. Die Farbe der Innenseite erinnert sehran verdorbenes Fleisch. Die Blüte riecht widerlich nach fauligem Eiter und welkt bald. . Zuerst schrumpft die Spädia und nach einigen Tagen ist der ganze Stand mit dein Schaft verdorrt. I.ässt man die Knolle ruhig stehen, so bildet sie noch Blätter, schrumpft aber dabei .vrark ein und stirbt endlich ab. Setzt man. sie vor der Binttbilcumg in die Erde, so treibrsie kräftig Blätter, die im Ok-. tober langsam abwelken, und es bildet sich eine neue "Menge Eeservestüif, der zum grössten Teil in der alten Knolle aligelagert wird. Aber während die Pflanze „ohne Wasser und. Erde'- wächst, bilden sich häufig auf »;ev grossen Knolle kleinere, manchmal über 12 Stück. ..Bricht man diese ab, pflanzt sie im Frühjahr ins freie Lancl: nimmt sie im Herbst wieder heraus, bewahrt sie trocken auf, bringt sie im nächsten Frühjahr wieder ins Land u. s. f., so erhält man auf diese Weise nach # - 4 jähriger Kultur blühbare Exemplare."1) Nimmt man im Oktober die Knollen aus der Erde, so treiben sie nach kurzer Zeit den Blütenstiel und zeigen alle vorhin beschriebenen Erscheinungen. Die Knolle-kann also ihre ganze Wachsannsperiode d. h. die Blüten- und Bkittbildung, wie es scheint, aus ihrem Rescrvestoff bestreiten.-') Die mikroskopische Untersuchung zeigt im Innern dünnwandige, lückenlos;tneinanderse.lüiessencle Zellen, l) Beim Kauf -ist man verlauf ig auf die Bezeichnung der Händler angewiesen, denn für die Unterscheidung der Knollen ist ein .Merkmal, in der Literatur nicht angegeben. 2) Das Gewicht der Knollen schwankt von 42 g bis 986 g. Die kleineren bis etwa 120 g sind einfache, diejenigen von etwa 200 g bis sm den gewaltigen von über 900 g heis?en ..Doppeiknoiien^. s) Man kann aber auch Sept. bis Febr. benutzen. *l) -Das Verfahren stammt von Herrn Ziegler in: Erfurt. (Gartvnflora 52. Jahrg. 1903. S. 529.) ") ■• Colchicum-autumnale bringt .es nur zur BljU-enbildung und geht dann .jsu Grunde,, w.eiiu man nicht für Erde .sorgt.