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Programm · 1906-01-01 · 1906 · page 2

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Journal
Programm
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Saüromatum outiatum. o Von Oberlehrer Dr. Levy. In den letzten .fahren haben die Sar.roinatamknoilen beim Puhiikum einiges Interesse hervorgerufen, weil mau bei ihnen ..ohne Erde, und Wasser* Blüreubildung erzeugen kann.1) Man bra.ue.ht nur die Knolle ins wanne Zimmer zu bringen und für genügendes Licht zu sorgen, so treib f sie alsbald und entwickelt ihre eigenartige^ Blütenstände. Diese Erscheinung hat air den Laien etwas Überraschendes, und es schien gerechtfertigt, dem sonderbaren Gewächs den 2samen der „Wunderblume" beizulegen. Und doch ist die Tatsache für den Naturkundigen gar nicht so merkwürdig. Es gibt noch andere Gewächse, die sieh ebenso verhalten2}, und das ^Ausschlagen~ unserer Kartoffeln im Keller ist physiologisch dieselbe Erscheinung. Die Jfcüiollc von Sauromanun ist prall mit Wasser und Stärke gefüllt und gegen Austrocknung durch eine lederartige, verkorkte Haut geschützt- Der Wassergehalt schwankt zwischen 80.5 und 86,5%. Die Aschenmenge betrug mir 0,7%. Die Verdunstung aus dem Innern ist sehr gering. Die Knollen behalten, falls sie nicht aussprossen, längere Zeit dasselbe Gewicht. Die Pflanze ..stammt, aus Indien, gehört zur Familie der Araceen und kommt in sechs Speeles vor1'}, die durch Afrika, Indien und Java verbreitet sind und mit Arum maculatum, dem gemeinen Aronsstab unserer heimischen Flora, verwandt sind. Die bei uns in den Handel kommenden Alien Saüromatum guttatum Schott aus dem Himalaya und S. veuosmn Schott'1) a.us Indien gleichen in ihrem äusseren r) Die erste Notiz über Saüromatum findo ich in clor Gartonflora 48. Jahrg. 1899. S. 66. Die- Knolle wurde als Kuriosum der Schrifr.leituugder Zeitschrift, eingesandt. "Dort findet sieh auch eine kurze Beschreibung. Die Pflanao kam kurz zuvor in den Handel. -) Colchicum autunmale zeigt die gleiche Erscheinung und wird auch als Wunderblume" angepriesen, ebenso Amorphophallus liivieri. (Gartenflora. 52. Jahrg. 1903. S. 90.) 5) S. De Candolle: Prodrom IT 570. Engler-Prantl: D. natür!. Pflanzenfam. II. Teil 3. Abt. giebt S. 149 an: Etwa fünf. Arten. 2 im tropischen Afrika. 3 oder mehr im Himalaya, letztere in Kultur S. Tenosum'Schott, S. guttatum Schott, S. pedamm Schott. ■ *) Gartenflora 48. Jahrg. 181*9. S. 67 sind als Synonyma v. L. Wittmack für S. venosum angegeben: S. guttatum Bot. Mag t. 4-165 FL de Serres t 1334 (das echte S. guttatum Schott ist eine andere Art) S. Simlense Schott in Oesterr. bot. Zeitschr. 1858 p. 349 Prod. 72. Arum Simlense Hort.

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