Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 145)
- Language
- German
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Der Unterricht im (Turnen. 139 Der Unterricht im Climen. Der &irnunterrid)t ift am Philanthropin bereits 1836 als vollberechtigter Unterrichtsgegenftanb in ben £el)rplan aufgenommen morbeu*); nur 2 Spulen Sranftfurts, bie jTCufterfd)ule unb bas TDaifenhaus, maren unferer Anftalt hierbei vorangegangen, 23ei Baermalbs (Eintritt mürbe ber Unterricht in allen klaffen fnir Ausnahme ber beiben Porfd)uIen unb ber oberften Jftlaffen ber TTTdbdpenabteilüng erteilt, in ben fiebriger Jafyxen mürbe er auch in biefen klaffen eingeführt. Die flTetfyobe bes Unterrichts \)öi am Philanthrop™ in gleicher TDeife mie an ben übrigen Anftalten gemec^fett. Auf bas 3^tt=CifcXenfe Softem, bas bie (fterdtübungen bevor3ugte, bie Sreiübungen in ben ^intergrunb treten ließ, ift bas von Spieß gefolgt, ber bas Jftlaffenturnen unb bas Cumen in ben 0emeinübungen nach Sefehl einführte, aud? ben Srei* unb 0rbnungsübungen bie i^nen 3ufte1)enbe (Mtung verfdpaffte. An unferer Anftatt fyat man fd)on früh ^ie Vox$ilQ.e bes alteren Spftems mit ben 5ortfd?ritten, bie bas Spießfd)e bringt, 3U vereinigen verftanben. 3n Begug auf bas Unterrichtsziel gilt auf allen Stufen ber (Srunbfa^, nur bas unbebingt Tüötige, Angemeffene unb fd)ulmdßig 3U t)ermertenbe 3U treiben, bies jebod? bis 3ur möglichen DoHkommenhett. 3n bem legten 3afyx$e\)nt fyaben aud) bie Curnfpiele eifrige Pflege in unferer Schule gefunben; esmerben ihnen, fo oft bas TDetter basturnen im Sreien geftattet, in ber Hegel bie legten 20 TITinufen ber Curnftunbe gemibmet, außerbem merben im Sommerhalbjahr einmal wöchentlich Curnfpiele auf einem befonberen Spielplane außerhalb ber Stabt in brei Abteilungen veranstaltet. (Ermahnt fei noch, baß für Stüter unb- Schülerinnen gleichmäßige CumMeibung unb Cumfd)uhe vorgetrieben jtnb. Der Unterricht im (Sefang. Der (Sefangunterri<ht erfreute fi<h am Philanthropin feit jeher eifriger Pflege. Jn ben fed?3iger Jafyxen bes vorigen 3ahr1)unberts fteßte ber bamalige (Sefangtehrer ßed)t 3uerft einen £el)rplan auf, nach meinem auf allen Stufen beftimmte theoretifd?e Übungen ber (Einübung meift bekannter Cieber voraus* gingen, bamit bas (Öhr für feinere harmonifd?e, bi?namifd?e unb rhi?thmif<he Unterfd)iebe empfänglich gemacht mürbe. Diefer tl)eoretifd)e (Teil bes Urtterrichts erfuhr bur<h i>ed)ts TTachfotger, Jftunkel, eine bebeutenbe (Erweiterung. 3n fteigenber Schwierigkeit führte er bie Sd)üler von ben einfachen (Sehör* unb Creffübungen unb ben erften Begriffen ber Sprad?behanblung beim (Sefange burd? Kenntnis ber TToten unb ber gebrdu(hlid?ften Dur» unb JTTolltonleitern 3U kompli* 3ierten (Etüben unb Solfeggieh. 5ür jebe Jftlaffe mahlte er eine größere, ber Altersstufe angemeffene 3al)l von ßebern, bie er einer von ihm unb bem (Sefang* lehrer TfTaus herausgegebenen Sammlung entnahm. Die Janabenklaffen in, IV, V unb bie oberen )T[dbd)enMaffen mürben wöchentlich einmal 3ur (Ehorfhmbe vereinigt, in ber hauptfdchlid) (Megenheitsgefdnge eingeübt würben. VOie viele anbere Disziplinen \)at in ben legten 3al)ren auch ber (Sefangunterri<ht eine *) D$l. oben S 73.