Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 139)
- Language
- German
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Der matyematifäe Untemdpt. jugute, als baburd) tri ben mittleren Jftlaffen bie 3aty ber (öeometrieftunben um je eine permef)rt werben konnte. Der £ei)rftoff blieb in ber &auptfad?e unperänbext, aüd) bie Stoffperteilung erfuhr keine wefentließen TPanblungen. Die (Sefd?id?te bes matl)ematif<^en llnterrtd)ts in ben legten 30 Jafyven knüpft ftd? an bie TTamen TPertl)eim, Strauß, Dobriner. Sie ~ alle ehielten bank if)rem f)erporragenben£el)rgefd)idt bebeutenbe unterrid?tlid?e (Erfolge, wie fte aud? aue auf wiffenfd)aftlid?em (öebiete fid? einen gearteten TTamen erworben fyaben. Jn bem ausführlichen Cefyrplan, ben TP er tl)eim für unfere 2lnftalt ausgearbeitet, l)at ber l?od)perbiente Cefyrer wertpolle metl)obifd)e TPinke für bie 25e1)anblung ber ein* 3etnen 2lbfd)nitte bes mat^ematifd)en Penfums gegeben. Jn ber (Geometrie verlangt er auf allen Stufen bie 2lnwenbung ber l)euriftifd}en 3Tüetl)obe. Der 5d?üler fott nid)t nur bie Beweife 3U ben Cefyrfdigen felbfttdtig ftnben, fonbern aud) bie geometrifd)en TPal)rl)eiten felbft entbedten. Jn ber Algebra warnt er ebenfo por ber einfeitigen Beporgugung abftrakter (Erörterungen wie por bem ausfd}Uef$Ud)en Streben nad? med?anifd?er Sertigkeit. 2lls ben ein5ig möglid)en TDeg be§eid)net er pielmei)r ben, ber aud? beim #e$enunierrid)t 3U befolgen ift: -bie forgfdltig überbaute Reihenfolge ber Beifpiele mu| bem Sd?üler, ber bas Pori)ergel)enbe 3U löfen perftanben 1?at, bie THet^obe 3m* 25e1)anblung bes Solgenben als felbftperftdnblid) erfd?einen laffen. Bei ber (Einführung ber Bu^ftabengröfjen empfiehlt er, nid)t in erfter ßnie bie Bebeutung pon £ud?ftabenausbrucken, fonbern pon 23ud)ftabengleid?ungen '3U lehren. Der 3TEann, ber wie gefd)affen fd)ien, bas Lebenswerk feines früheren £el?rers fortzuführen, war (EmilStraufj. (Ein fleißiger, eifriger unb gefd)idtter £el)rer ftrebte er nad) pölliger £e1?errfd)ung bes £el)rftoffes unb fe^te alle üraft barem, ihn.anfdpautich unb fafjlid) bar3ulegen unb jebem ein3elnen feifier Stüter 3üm P.erftdnbnis 3U bringen. . £eiber hat er nur kur3e Seit feine fegensreid?e 2trbeit an ber S#ule ausüben können. Seinem TTTitarbeiter unb Had^folger Dobriner l)at ber mathematifdpe Unterrtd?t unferer 2lnftalt ebenfalls Piel 3U verdanken. (Er befajg por allem ein l)erporragenbes organifatorifd)es Calent; unter feiner tettunq, würbe ein forgfdltig burd)bad)ter Cehrplan für ben #echemmterrid?t ausgearbeitet, ber bis ins einzelne ge^enbe Anweisungen fiir bie metfyobifd)e 25el)anblung bes Stoffes enthalt. Sein Cieblingsfad? war bie Geometrie, unb feine unterrid?tlid?e Be^anblung biefer Dis3iplin trug an perfd)iebenen Stellen ein eignes (öeprdge. So fteöte er ab* weifyenb von bem gewöf?nlid)en (Sange bie Cefyre t>on ber Jftongruen3 ber paraMentheorie poran, aud) bie von ihm an^en>anbten Beweife ber Jareisfd^e waren teilweife eigenartig. Pöllig felbftdnbig war bie 2lrt, wie er bie Proportionen in bie Geometrie einfuhrt, namlid? mit Mfe ber 51dd?enpergleid?ung. Seine Jbeen übet biefen (öegenftanb \)at er 3uerft in ber &auptperfammlung bes Pereins 3ur Sörberung bes Unterrichts in ber ITTathematik unb ben TTaturwiffenf^a^en (Dan3ig 1897) kur3 bargelegt unb in feinem im 3af?re 1898 erfdpienenen £ettfaben ber Geometrie bur%eful)rt.