Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 135)
- Language
- German
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„ Der neufpvacfyUcfte Unterricht. Der Unterricht in bei* (Bcfd^id^tc. 129 £ehrperfa1)rens ber in ber &anb t?erfchiebener jCefyrer liegenben Dis3iplinen er» mögltchte. Unfere 2lnftalt barf fich aud) rül)Tnm, burd) bie hochhe^ige Stiftung Hüttens fd)on feit Jafyxtffynten über Mittel jur Sörberung unb TPetterbübung il)rer £el)rer ber neueren Spraken 3U perfügen/wie fie ben Staats* unb ben ftabtifchen Anftalten in gerechter TPürbigung bes Zweckes erft neuerbings ge-- wdhrt worben finb. Der Unterridpt im (Englifchen Ipatte fid? von jeher in 35e$ug auf bas Cei)rt?erfa^ren bem fran3öfifd)en an3ufd)lie|en.. Da berfelbe erft auf einer h<>heren Stufe beginnt unb im Cefyrptane ber Healfchule ihm nur brei 0al)reskurfe mit geringerer Stunbe^al)! gugerpiefen finb, ergibt fid) baraus bie ITotwenbigkeit, ben £ef)rftoff me^r gufammenjubrangen unb fd)neEer porangufd^reüen, befonbers ben £ernenben fd)on frül)er~m bie £ektüre einführen. (Erleichtert wirb bas 3tel btefes Unterstes babur$,-baß bas (Englifche unfrer ITTutterfprache umfo tnel naher fte^t als bas 5ran3öfifd)e. Darauf beruht bie eigentümliche Stellung bes €ngfifd)en im Unterrichte:, ber l)iftorifd)e amfammenhang unb bie geifttgen Ziehungen beiber Pölker unb Spraken müffen ftets bem texnenben 3um 25e* wußtfein gebraut werben. Jn ber (Grammatik 3umal muf$ es genügen, im aUge* meinen bas (Semeinfame bei; bzxben Spraken 3U bztonm; um in bie feineren, charakteriftifd?en(Eigentümlichkeiten ein3ubringen,ba3u reicht ber breijdhrige Jaurfus freiließ nid)t aus unb kann kaum mei)r als eine (Einführung unb Anregungen geben. Die neuen £ehrpldne beftimmen bal)er aud), baf$ bas Softem ber (Grammatik nur an einer fretnben Sprache, bem 5ran3dftfchen, 3ur 2lnfd)auung gebraut werben foü. Der Unterricht in ber <f)efd?id)te. Der gef($id)tltd)e Unterricht gelangte lange Seit burd) ungeeignete Perteilung bes Stoffes unb mangelhafte £eitfdben nicht 3U bem gewünfd)ten (Erfolge. Die orientaIifd)e unb gried?if^rdmifd)e (5efd)id)te kam bereits im 4. unb 5. Schuljahr 3Ut einge^enben Befyanblung, 3U einer Seit, wo weber bas geiftige Permögen noch ber 25tlbungsgrab ber Schüler für bas Perftdnbnts jener wettentlegenen JMturepod)en genügenb gereift war, ber dkfdpichte bes Mittelalters würbe in brei Halbjahren ein xriel 3U breiter Haum 3ugeftanben. Die Abteilung biefer THiftftanbe erfolgte fd)on Anfang ber feiger Jahre. Jn einem Porkurfus würbe feitbem ben Schülern ber unteren Jftlaffe 3undchft bie ktafftfehe unb germanifche Sagenwelt, fobann bie b^vienbfkn gefd?id)tlid)en (Ereigniffe in ihren Crdgern vermittelt, um bas f^iftorifd^e 3rctereffe bei ben Jftinbern 3U erwecken unb 31t narren; von ber TITittelftufe ab begann bie Einführung in bie ©efd)id)te in ber d?ronologifd)*genetifd)en Solge. 3n ben Porbergrunb trat in aßen klaffen bie nationale Seite, bod) blieb im Hankefchen (Seift bie ftrenge DgrfteKung ber Cat* fachen oberftes (öefefr. Die amtlichen £ehrpldne ber beibm legten Jcfyvfcfyrüe haben in biefem (Sang bes Unterrichts, nur unwefentliche Perdnberungen gebracht. 0