Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 130)
- Language
- German
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124 Der Unterrid?t in ber Heligtonslefjre. Der l)ef>räifd)e Unterrid)t. haben unb duf bie Zukunft fortzupflanzen berufen finb. 2lbernoch einem weiteren Sweck bient biefer Unterricht: er foll teilnahmsvolles Jntereffe an.ben.. Aufgaben, bie bie religiöfe Gemeinfchaft in ber Gegenwart fyat, in ber Jugenb erwecken, er foll beshatb ben Schülern bie üerfd?iebenen (£inri(^tungen unb Deranftdttungen, bie biefen Aufgaben bienen, bie verriebenen Strömungen, bie namentlich in geiftiger Beziehung innerhalb ber Gemeinfchaft fyerrfcfyen, vorführen. 2lße biefe (Erwägungen ^aben zu einer 2lusbehnung bes Unterrichts in ber nach» biblifchen Gefliehte auf bie beiben legten Schuljahre geführt; bas teilte bringt daneben eine gufammenfaffenbe Darfteüung ber Grunblel)ren unb Grunbgebote bes 3ubentums, bie bereits früher aus bem Unterricht gewonnen finb, um bie Schüler, wie burch bie Kenntnis ber Gefliehte, auch burd? bie richtige (Erfaffung biefer £ehren religiös unb bamit fittlich zu feftigen. * Per h^braifche Unterricht. Der hebräifche Unterricht biente in bem Rahmen, ber ihm innerhalb ber perfchiebenen Unterrichtsgegenftanbe eingeräumt werben konnte, vor allem bem Praktiken Sweck, ben Schülern ben mefentlichen 3nl?alt bes Gebetbuchs unb ber heiligen Schrift zu Permitteln, fo baß fie mit Derftänbnis bem öffentlichen Gottes* bienft folgen konnten. Das tiefere (Eingehen auf bas Gelefene bot inbes will* kommene Gelegenheit 3U fruchtbaren Bemerkungen unb zur (Erweckung eines lebenbigen 3ntereffes an bem Bibetwort unb bilbete fo namentlich in ben oberen Jalaffen f eine wefentliche (Ergänzung bes Religionsunterrichts.; 2tnf ber Unterftufe, bie basriZ bis 4. Schuljahr umfaßte unb 4 Stunben wöchentlich für ben h^ brdtfcheh Unterri(^t;t)erwanbte, würben nach erlangter jEefefertigkeit bie wichtigsten Gebete J&ehanbett; auf ber UTittelftufe, bem .5. unb 6. Schuljahr, wed)felte bei wöchentlich breiftünbigem Unterricht bas Überfein von Gebeten mit bem von geeigneten Bwelftücken; Pfalmen unb bebeutfame Provhetenftücke gaben ber (Dber* ftufe,-auf ber biefem Unterrichtsfach 2 Stunben eingeräumt waren, zweckentfpred?enben Stoff für bie Belehrung. Die Beftimmungen bes amtlichen. lehrptans von 1882 brachten bem hebräifchen Unterricht eine bebeutenbe Derkürzung ber Stunbenzahl namentlich auf ber Unterftufe; tro^bem konnte burch eine verbefferte Unterrichts* methobe bas Ceh^iet in gleicher TPeife beibehalten werben. Der wahlfreie (Charakter, ber biefem 5ad? bei ben verfd)iebenen religiöfen Richtungen, bie in ber Schule pertreten finb, von jeher gegeben werben mußte, hat bie Unterrichtserfolge keines* wegs beeinträchtigt; fchäbigenb wirkte bagegen bie Gleichgültigkeit, bie ihm bie (Eltern-zum großen Ceit entgegenbrachten, unb bie bereits 1812 ber erfte Ceiter in fcharfen TDorten beklagt hat. Der Unterricht im Deutfd)en. Die (Entwickelung, bie ber beutfehe Unterricht an unferer Schule in ben legten Jahrzehnten genommen h<*t, läßt fid? füglich ™ &rei 2lbfchnitte teilen, beren erfter 'bis zum 3a\)xe 1881 reicht. 3n biefer Seit erfährt biefer Unterricht wefent* lich eine formale Behanblung. Titian ging von bem <&ebanken aus, baß es nicht