Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 129)
- Language
- German
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Der £ef?rptdtt. aEem ber Vfiännex, bie nad) ü?ren geiftigen fahigkeiten unb ifynn tyaxakUx-- eigenfchafien einen größeren (Einfluß innerhalb ber £e1?rerfchafi befaßen; mit ihrer Mfe konnte er im £aufe ber Jahre bie äeitgemdße Umformung in bem Siele unb namentlich in ber TTIet^obe ber einzelnen Unterrichtsfächer pornehmen. Der Unterricht in ber ReligionsIel?re. Sur ben Religionsunterricht entwarf Jakob Auerbach einen emgehenben CeiprpXan, ber in feinem metfyobifd)en Ceil am p^ilant^ropin bis heute, tnaßgebenb geblieben ift. Der Unterricht nal)m baxnaä) in 3 Stufen einen bem Organismus ber Bibel entfprechenben (Sang; er begann mit ber <f)efd)id)te, fdpritt 3ur (Slaubens* unb PfIi.cJ)tenIel)re fort unb mies von ifyr wieber auf bie dtefchichte hin. (Eine befonbere religiöfe Unterweifung begann erft in ber 1. t)orfchu!klaffe, bem brüten Schuljahr; in ben erften beiben Schuljahren bot ber Anfchauungs= Unterricht genügenbe Anknüpfungspunkte auch für bie (Erweckung religiöfen Jntereffes in ben Wersen ber iltemen. Als (örunblage für ben Unterricht bxenten Auerbachs „Biblifche Zahlungen", beren erfter Ceil 1873 erfd)ien; in bem Büchlein gab ber Derfaffer eine Auswahl leicht faßlicher unb anfprecbenber €t- 3dhtegen. in einer DarfteEung, bie bie echt kinblid)e unb äugleiä) weil?epoEe Sprache ber Bibel mit ber gewöhnlichen bes Cebens unnachahmlich perbinbet. Sur bie mittlere unb obere Stufe h<*tte Auerbach bereits 1856 bie ,rkleine Schul* unb ^ausbibel" erfcheinen laffen, ein biblifches £efebud?, bas „überaE auf bie eigentliche Bibel hu™>eift, bemnach nicht mit ihr perwechfeit werben kann, anbererfeits aber ein Abbilb berfelben gibt unb mit ihren eignen TPorten in fie einleitet." Die ©runbfa^e, bie Auerbach bei ber Abfaffung ber Schulbibel ge-- leitet haben, finb in neuerer Seit auch ^m epangelifchen Religionsunterricht 3ur Anerkennung gelangt unb \)aben ooxt §ur Abfaffung ähnlicher ' biblifcber £efebüd)er geführt. TPie in ber Bibel (Sefchichte, £el)re unb (Sebot unzertrennlich miteinanber perbunben finb, fo war auch im Unterricht kein Ceil ber Religions* lehre pon ben anbexn ausgefdploffen. . TTTit ber (Einfuhrung bes amtlichen £el)rplans *>om Jafyxe 1882 am PhÜättthropin erhielten auch ^ie unterften klaffen, bas^erfte unb zweite Schul* jähr, Religionsunterricht; gemäß ber geiftigen Saffungskraft btefes tebensalters beschrankte er fich auf Darbietung einer Reihe lebenspoEer Bilber aus ber Samilien-r unb frühen t)olksgefchid?te Jfraels. Die feit jener Seit gemachten (Erfahrungen führten juerft 1887, ^öbann im pergangenen Jahr, $u Anbetungen in ber Perteilung bes £el)rftoffes auf ben perfchiebenen Stufen. Die Bebeutung ber nachbiblifchen (Sefchichte für bie Ziehung ber ifräelitifchen Jugenb ift in ben legten 3afyv%ef)nten mehr als früher erkannt unb gewürbigt worben: Das TDefen bes Jubentums, feine innere (Entwickelung bis gur Gegenwart, bas TPalten ber göttlichen Porfehung in bem wechfetooEen unb leibertsreichen (Sange, ben feine Bekenner mehr als taufenb Jahre gewanbelt finb, wirb burch fie bem Der* ftdnbnis ber Jugenb nahe gebracht, fie erfüEt "5ie bergen ber Schüler mit Begeifterung für bie Jbeale, bie fie als ein (Erbe ber Vergangenheit übernommen