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Programm · 1904-01-01 · 1904 · p. Seite 78

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Journal
Programm
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
Seite 78 (sequence 84)
Language
German
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7S Die Potfisfd)ute. für eine einktaffige, nad) ben (öefchlechtern getrennte Dolksfchute, ber für bie jRnaben 38 Stunben wöchentlichen Unterricht, barunter in ber oberen Abteilung (fnambbegriffe ber (Deometrie, allgemeine (Technologie unb Sranjöfifd) (4 Stunben wöchentlich), für bie Vfläbcfyen 28 Stunben wöchentlichen Unterricht unb 14 Stunben wöchentliche ßanbarbeiten porfal). (Sefang (wöchentlich 2 Stunben) unb allenfalls Seichnett (wöchentlich 2 Stunben) fottten Janaben unb TITdbchen gemeinfam haben. 25ei Überreichung bes planes unterlieg es bie J£ehrerkottferett3 nicht, gu erklären, baf$ ber Unterricht, wie er feiger erteilt würbe, gut gewefen fei unb fein (krfolg befriebigenb, abgefehen von ben Jftttaben, benen es an häuslicher 2tufftd)t fehle. Die (Trennung ber (Sefd?techter — eine Perbefferung in Anficht auf duftere Sitte—fei für ben Unterricht nachteilig, weit bamit eine Pereinigung ber JMnber pou fehr perfchiebenem bitter unb fer;r ungleichen 5dhigkeiten in einer Jalaffe perbunben fei. — Der Schulrat gab im (Dktober bem Xehrplan feine Genehmigung, unb im lTot>ember 1845 würbe, beim Begiehen bes neuen Schutgebdubes ber Heformplan bur%eführt. 2lber auch er permochte ber Dolksfchute kein neues teben ein$tftö%en. - ^Jnt Januar 1849 berichtete %e% es feien 3111* Seit 9 Jftnaben in ber Polfcs* fchule, feit 14 Jahren fei kein h^feer Junge mehr eingetreten. Dennoch befchloß ber Schutrat bie Dolksfchute einftweilen in ihrem bisherigen Suftanbe 3U tdffen, ba in (öemdfjheit ber (örunbrechte eine Umgeftattung ber Schutperhdtthiffe auch in htefiger Stabf 3U erwarten fei. Jm Srühjahr 1849 traten bie legten Jünaben aus ber Dolksfchute, bamit beftanb nur noch eme einklaffige Schute für JTTdbchen, unb biefe ha* uoch bis" 1854 ihr kümmerliches Däfern gefriftet. 2tuf eine 25efchwerbe bes Jsraelitifchen Brauen-- Vereins, beffen Sögtinge bie Dolksfchute befuchten, über Mangelhaftigkeit bes Unterrichts betonte eine aus TTtitgtiebem bes Schulrats unb ber Cehrerkonferen3 beftehenbe Jftommiffion, bie Dolksfchute - könne fid) fowoht l^trtfid^ttid) ihrer Ceiftungen als ihrer (Einrichtung breift ben Dolksfchulen Deutfchtanbs an bie Seite fteUen; wdhrenb auf bem Canbe unb in kleineren Stdbten ein Cehrer pietfad? 70 bis 100 Schüler 3U unterrichten fyabe, befuchten nur etwa 30 Schülerinnen bie Dolksfd?uIe, ber Schreib* unb Seichen* Unterricht werbe pon TTtdnnem Pom Sdd? erteilt, für bie ^anbarbeiten fei eine befonbers tüchtige Xehrerin angeftettt. Dod) fchtug bie Jaommiffion en^elne Derbefferungen por, u. a. foöte bie Schulzeit auf bas 6. bis 14. Cebensjahr begibt werben unb bie Aufnahme neuer Sögtinge nur 3U (Dflern ftattftnben. Hur bie reiferen Schülerinnen follten am 5ran3Öfifchen teilnehmen. Jm .TDinterfemefter 1853/54 waren nur noch 10 ITÜdbchen in ber Jataffe, barunter 3 hiefige; 3U (Dftern 1854 traten 2 aus, neuanmetbungen erfolgten nicht, fo baf$ nur 8 Schülerinnen perblieben. Ttunmehr nahm ber Schuirat mit Suftimmung bes (öemeinbeporftanbes bie 3 h^figen Jiunber als Sreifchüterinnen in bie HTdbchenfchule auf, bie auswärtigen 5 um bas Schulgelb ber Dolksfchute, unb töfte bie Dolksfchute auf unter bem Dorbehatt, anbere eintrage 3U ftellen - für ben Satt, ba| ein wirkliches Bebürfnis für bie unentgeltliche Aufnahme pon Jftinbem unbemittelter (öemeinbemitgtieber ftch geltenb mache.

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