Programm
- Journal
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 83)
- Language
- German
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Die Dolfcsfdpulc. 77 künftighin keine Jftittber in bie üolksfchule aufgenommen werben, bie bereits bas 10. £ebensjahr 3urückgelegt Ratten, fon>ie baß fonabtn tdngftens bis 511m 15. £ebensjähre bie Schule befugen bürften. Don betben 25eftimmungen erhoffte dllerbings ber alte, perbiente. £ehrer Jakob &irfch ^ed)lpo(b nichts (öutes; er bat ben Sc^ulrdt, ein XTCitglieb 311 beftimmen, bas über bie Anwenbung biefes 25efchluffes pon Sali 3U Saß ju entfchei'ben fyabe. w5u§ unb Jaopf ber üolksfchule finb burd? jene (Sefe^e befchdbigt,'' fo fd?rteb er bem Schulrat, „woburch bas faanyt 311 einem Humpf |üfammenfd?rum;pft, ber, fo 3dl?e auch fein geiftlofes £eben fein mag, einem gemiffen Cobe entgegeneilt," Seit biefer Seit mar bas 25eftreben ber £el)rerkonferen^ unb bes Schutrats barauf gerichtet, ber abnefymenben Srequenä ber Dolksfchule burd? Derbefferungen bes Ce^rplans abju^elfen. Don 1837 an mürbe fo ben Janaben ber oberen Jftlaffe Unterricht im Sran3öftfchen erteilt. Crofebem nahm bie Dotksfchule weiter ab. 3m Januar 1843 waren nur noch 3 hiefige unb 7 auswärtige Äaben, fo wie 8 \)u\iq,t unb 9 auswärtige TTTdbchen in ber Schule. Dr. beantragte fchon im Spdtjahr 1842, bie gemifchte Volksfd)ule in eine fotche für ITtdbchen um3uwanbeln, ba fie für Jknaben kein 25ebürfnis mehr fei; burch bie Aufnahme pon Sreifchülern unb Stipenbiaten in bie #ealfchule fei für bie Schulbilbung ber bebürftigen hingen jübifctpen Jknaben geforgt.. 1844 wieberholte feef$ feinen Antrag unb begrünbete ihn bamit, baf$ feit 1834 in bie Dötksfchute im gan3en 3 hiefige Sknabtn unb 8 hief% HIdbchen, 26 auswärtige Jftnaben unb 14 auswärtige TTldbchen eingetreten feien.. Jm.Juni 1845 fchlug &ef$ por, bie beiben Jftlaffen ber Dolksfdmle 3U einer Jftlaffe mit 2 Abteilungen 3ufammen3U3iehen unb fremben Jfcnabtnbie Aufnahme 3U-,erfchweren; baburch werbe ftd? bie Schule pon felbft 3U einer irüdbchenfdmle umwanbetn. Um fe^te ber Schutrat eine aus ben Herren Dr. jur. TTIanhai?n, Dr. med. SchtPar3fd)ttb unb 21. £. .TDimpfen. beftehenbe jRommiffion 3ur Beratung biefer Srage ein, unb biefe entfchieb fich aus perfchiebenen (örünben für ben Sorfbeftanb ber Schule; befonbers war für fie auch beftimmenb, baf$ fid) ber 25e3ug ber für wohltätige «Zwecke permachten Stiftungsgelber nur burd? ben 25eftanb einer 5reifchule rechtfertigen laffe. I>te Jaommiffton beantragte: wl. baß ber Schulrat ein für allemal erkläre, baf$ bie Dotksfchule fort3ubeftehen h<*be, 2. bafj bie Jfcnaben unb ftTdbchen inbefonberen Jftlaffen unb Hdumen getrennt werben, 3. ba§ ber Cektionsplan an bie £el?rerkonferen3 3ur Hetrifion unb Seftfteßung 3U perweifen fei, :4. bafj einem \)itx$u, geeigneten £el?rer bie befonbere Beauffichtigung ber Polksfchute übertragen werbe, 5. bafj biefer £el)rer bie Schüler aud) in ihren häuslichen Derhdltniffen unb ihrem duneren €rfcheinen 3U über* wachen h^be, 6. 3U beren Ausbilbung befonbere Q5eauffichtigungsftunben aufjer ber Schul3eit eingerichtet werben. Sobann möchte nach allen biefen Änderungen eine besfallfige Anzeige an t>as Publikum hterükr $u erlaffen fein." Ber Schul* rat billigte bie Dorfd)ldge feiner Jftommiffion, berichtete barüber an ben (öemeinbe* porftanb unb fchrteb bie Stelle eines ^auptlehrers für bie Dotksfchule 3ur Be= Werbung aus; fchtiepch würbe aber bod? pon ber Befeijung biefer Stelle abgefehen. Die £ehrerkonferen3 entwarf im Auguft 1845 einen £ekttonsptan