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Programm · 1904-01-01 · 1904 · p. Seite 51

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Programm
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
Seite 51 (sequence 57)
Language
German
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lUe 3tnbad)tftunbc unb bev 2lnbad?tfaat. 51 ber Synagoge fehlte betbes. Das TDort ber Belehrung, bas von ben Habbinern ausging, war ber <öefamtl)eit unperftdnbticf). - So bot bas Gotteshaus bem beraw wachfenben dkfd)tecf?te weber (Erbauung hoch Belehrung. Die Schute wollte burch Einführung eines geregelten Gottesbienftes unb ber beutfdpen Prebigt bie 3ugenb wieberum 3m: gemeinfamen 6ottesperebrung erstehen unb in il)r bas Bebürfnis 3m: £eitnaJ)me an bem 3U erftrebenben 3eitgemdßen (5ottesbienft in ber ©emeinbefrmagoge erwecken. lohtfon überreichte im ntdr^ 1814 bem Schutrat ben (Entwurf einer Sabbatanbafyt mit beutfc^en unb fyebrdifd)en Gebeten, Dortefen unb Überfein bes IPochenabfchnittes aus ber tLfyovdf) unb beutfcher Hebe. 2lus ber früheren Einrichtung foHte auch eine 2lxt (Eenfur über bas Debatten ber Schüler in ber 3urücktiegenben TPod?e beibehalten werben. (Er konnte in feiner (Eingabe bemerken, baß fein plan bie voUt Billigung bes (Öberrabbiners &irfch i>orowi^ (geft. 8. September 1817) befi^e. 2lber er erreichte nur, baß bie 2lnbacht vom Sonntag auf ben Sabbat verlegt würbe. Sonft behielt fie im wefenttichen il)re bisherige Sorm, 3umal blieb bie hebrdifche Sprache il)r fern. DU 2lnbad)t fanb in einem ^laffen3immer ftatt. Uad) einem unter Begleitung ber (Örgel gefungenen £ieb ober einem Gebet würbe eine religiöfe ober moralifd)e TPa^rheit nach einem 3U Grunbe gelegten bibtifchen Cert erläutert unb il)re ihxwenbunq, ans ^et*3 gelegt. (Ein Gefang befcbloß bie Stunbe (Progr. 1814, S. 30). . Die lTotwenbigkeit einer folgen (Einrichtung 3ur religiöfen (Eräiefyung ber 3ugenb legte &eß in ber (Einlabungsfd)rift t>on 1816 änbringlich bar. (Er. veröffentlichte 3ugleid) Pier Heben, welche bei biefen 2lnbatf)Un von if)m, 3of)lfon, TDeit unb Simborfer gehalten waren. Die 2lbl)altung ber 2tnbad?tftunbe bilbete feitbem einen integrierenben Ceil ber Aufgabe ber Schute. 2lts einen folgen betrachtet fie auch bie Schulorbmmg von 1822, welche in ben §§ 92—95 beftimmt, baß alle 14 Cage Samstags um 10 Uhr oxbentlitf}e 2lnbad)t ift," an ber äße orbertttichen CeTjrer teilnehmen muffen; bie Schüler folten 3U regelmäßigem Befuch ber 2lnbacht unb anftdnbigem Betragen barin angehalten werben. Du 2lnbacht wirb burch ein aus bem 3oh*foTtfd)en Gefangbuche ab3ufingenbes £ieb eröffnet unb gefchloffen. Der (Öberlehrer unb ber &auptlef)rer ber Heligion finb 3U Dortragen in ihr verpflichtet, bie iibrigen Cehrer können auch foldpe halten. Der Singlehrer muß in jeber 2lnbad)tftunbe 3ugegen fein. Schon von Anfang an nahmen außer ben Cehrern unb bem Sd)ulrat (Erwachfene in größerer 2ln3ahl an bem Gottesbienfte teil; ber burch ben aus* fchließlid)en Gebrauch ber beutfchen Sprache im Gebet, ben Gefang ber ©emeinbe unb bie beutfd)e Prebigt etwas bot, was bie beutfche 3nbtn\)<tit jener Seiten noch wenig kannte. Befonbers bot bie neue (Einrichtung auch °en Srauen bie TIIöglichkeit, fid) religiös en erbauen 3U einer Seit, wo für fie, bie boch 3Utneift ber hebrdifchcn Sprache gdn3lich unkunbig waren, fonft keine Gelegenheit ba3U beftanb. Schon im Januar 1815 führte &eß in einem Bericht an ben Schulrat aus, baß bie 2lnbachtftunbe meh? von (Erwachfenen als von Schülern befud)t werbe. 4*

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