Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 56)
- Language
- German
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§0 25.ebrängmffe. IHe Sd?ulorbnung. Schreibunterricht Selbmann Schufter, für bte TITdbchenfchule 3mei tüchtige &anb* arbeitslehrerinnen, Srdutein Äofatie Sd)ufter (1822) unb 5rau Ehartotte TDoht (1826). 211s ein befonbers glückliches (Ereignis für bie Schute machte ftd) fofort bie Berufung von Dr.TITichaet Ereiäenach bemerkbar (1825), er gewann atsbatb aud) burd)feine eble perfönlichkeit bie Zuneigung feiner Stüter unb Schülerinnen unb ein fyöfyes 2lnfel?eit in ber (Semeinbe. Durch ihn kam aud) eine an ber Sd)ute. bereits beftefjenbe Einrichtung 3U groger (Bettung, bie 3lnbad)tftunbe. 1 2tm 3. Jejember 1834 ftarb einer ber dtteften Cehrer, ber perbiente tetynann Benebikt &anau. Die Bemühungen, an feiner Stelle ber Schule eine tüchtige Jaraft 3U geminnen, führten 3ur Berufung eines ber angefehenfteu jübifchen (Seiehrten unb Schulmänner, bes Dr. Jfaak VTiavcus 3oft, eines ffiannes, ber fein ganges Ceben unb titerarifches TCHrken ber Beförberung ber Bilbung ber Juben genribmet T?at. 3hm M neben bem Schulunterricht auch Tätigkeit als prebiger im 2tnbad)tfaale gu. 2. Die ^n&a^tßimbe uh6 ber 2tn6ad;tfaat. Sur Pflege bes religiöfen Sinnes mürbe ber Schulunterricht allwöchentlich mit einer genieinfamen 2tnbacht eröffnet. „Sonntags", fo berichtet ^efe, „bei ber Eröffnung ber Sd)ute perfammeln fid) alle Schüler unb Schülerinnen in.'einem Saal, wo nad) einem pon ber (Örget begleiteten (Sefang über einen moralifchen (Segenftanb, ben oft (Gelegenheit unb ilmftdnbe h^beiführen, gefprochen, unb bas Betragen ber Schüler in ber perfloffenen TDod)e nach ben Eonbuitenbüchem beurteilt mirb. THanche Äugen imb Bemerkungen finben hier einen friedlichen Pla^ unb machen oft einen lebhaften Einbruck. Ein ku^er (Sefang befchliefet bieStunbe". (Progr. 1812, S. 34). So mürbe es im jübifchen Phifanthropin gehalten. Der 1813 an bie Bürger* uub Äealfchule berufene Äeligionslehver Jofytfon moEte bie 2tnbacht baburch einbruckspoller geftalten, baß fie auf ben Sabbat perlegt unb mit einer an ben ftmagogalen Sabbatgottesbienft fich anlehnenden Citurgie ausgeftattet mürbe. Die Seiten hatten fich gednbert. 25 Jahre maren feit bem Ausbruche ber fran^öfifchen Äepolution porübergegangen. Eine neue (Generation mar herange* gemachfen, pon ber Piete aus ber ftreng jübifchen <£)b\exvan$ herausgetreten maren, mdhrenb in ber Synagoge alles noch mie früher perbtieb. Tlirgenbs ifi mol)l fo innig gebetet morben, mie in ben Synagogen, mo bie pon ber 2luf$enmelt äurückgeftofjenen unb miffiaribelten Juben fid) äufammenfanben, um fich" bem 3U.S 3umenben, pon bem allein ihnen Mfe kommen konnte. %bex kein orbnenber (Seift äugelte bie Jnbvunft bes einzelnen, ber, in ber Synagoge fich üöHig frei fühlenb, aus ber Eiefe bes &er3ens feinen (Sott anrief. Jn ber Schute unb im bürgerlichen Perkehr fyatte man fich an ©rbnung urib Disziplin gemöhnt, in