Programm
- Journal
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- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
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— 27 Schüler und Schülerinnen aufgestellt, und noch wenige Tage vor seinem Tode entwickelte er vor den Mitgliedern des Arbeitsausschusses seine Pläne für die Gestaltung des Festes. In den Herbstferien hatte er das Ziel seiner Sehnsucht Eom, schauen dürfen; reich angeregt, schaffenskräftiger und schaffensfreudiger wie je zuvor war er Ende October zu seinem Berufe zurückgekehrt — nach weniger als vier Wochen machte ein Herzschlag seinem Leben ein plötzliches Ende. Die Beisetzung des frühvollendeten Genossen fand unter Teilnahme zahlreicher Collegen und Ereunde, der Gemeindebehörden, des Schulrats und Lehrercollegiums wie der Schüler der oberen Klassen am 28. November statt; an der Bahre entwarf der Direktor ein Bild von dem Leben und Wirken des Gelehrten, Lehrers und Freundes, namens des Schulrats widmete Herr Bechtsanwalt Dr. Ernst Auerbach dem Dahingeschiedenen warme Worte des Dankes und der Anerkennung, Herr Oberlehrer Dr. Levy würdigte für den Verein ehemaliger Schüler des Philanthropins die Yerdienste des Heimgegangenen um den Verein, der Vorsitzende der Oppenheimerschen Stiftung, Herr Rabbiner Dr. Horovitz, gab in herzlichen Worten dem Dank der Stiftung Ausdruck für die vorbildliche Arbeit, die Dr. Dobriner in den ersten Jahren ihres Bestehens geleistet hatte. Am Nachmittage, des Beisetzungstages wurde in der Schule eine Trauerfeier für den dahingeschiedenen Lehrer abgehalten; nach den Trauergesängen des Schülerchors führte Herr Prof. Dr. Epstein den Schülern und Schülerinnen vor Augen, was Hermann Dobriner unserer Anstalt durch länger als 20 Jahre gewesen war. Das Andenken an den uns allzufrüh Entrissenen wird ein gesegnetes bleiben! Den Unterricht des dahingeschiedenen Collegen übernahm in den Klassen I—III in dankenswerter Weise provisorisch der Lehrer am Hasseischen Institut, Herr Dr. Max Joel. Durch sein liebenswürdiges Entgegenkommen hat Herr Dr. Joel der Anstalt, der er in den Jahren 1892 bis 1897 als wissenschaftlicher Hilfslehrer angehört hat, einen grossen Dienst erwiesen, der um so höher anzuschlagen ist, als dem bereits vielbeschäftigten Lehrer eine aussergewöhnliche Arbeitslast aufgebürdet wurde. Für die Schule hatte die TJebernahme des Unterrichts durch Herrn Dr. Joel, der mit dem Gang und der Methode des Unterrichts innig vertraut war, den grossen Vorteil, dass eine ernste Schädigung der Schüler vermieden werden konnte. Der Rechenunterricht in den Klassen 1H und IV sowie der mathematische Unterricht in Klasse IV wurde Herrn Seminarcandidaten Karl Conradi übertragen, den der Leiter des Königl. pädagogischen Seminars, Herr Oberrealschuldirektor Dr. Bode, der Anstalt mit Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörde überwiesen hatte. Wir verfehlen nicht, auch an dieser Stelle Herrn Direktor Dr. Bode für das unserer Schule wiederholt gezeigte Wohlwollen und Herrn Collegen Conradi für seine Bereitwilligkeit herzlichst zu danken. Wenige Monate vor dem Hinscheiden Dobriners -— am 31. August — erlag sein Amtsvorgänger, der frühere Oberlehrer Prof. Gustav Wertheim, der schweren Krankheit, die ihn vor länger als einem Jahrzehnt befallen und die er mit bewundernswerter Lebensenergie bisher stets überwunden hatte. Noch am Morgen seines Todestages hatte Prof. Wertheim seinem vertrauten Freunde und Fachgenossen Dr. Dobriner das Vorwort zu dem im Druck vollendeten bedeutsamen Werk über die Zahlenlehre vorgelesen; sein reger wissenschaftlicher