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Programm · 1903-01-01 · 1903 · p. Seite 28

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Journal
Programm
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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— 28 — Geist plante bereits eine neue Arbeit, die er der Stätte seines früheren Wirkens als Jubelgabe weihen wollte — da nahte ihm plötzlich, wenn auch nicht unerwartet, der Tod. Eine Würdigung des ebenso hervorragenden Gelehrten als ausgezeichneten Lehrers ist anlässlich seines Scheidens vom Philanthropin in dem Programm der Anstalt von 1901 (S. 27—29) versucht worden; an dieser Stelle sei dem heinigegangenen Oollegen nur noch der besondere Dank für das warme Interesse nachgerufen, das er auch nach seinem Scheiden der Anstalt entgegengebracht, für die teilnahmsvolle Freundschaft, die er den Lehrern unserer Schule wie seinen früheren Schülern bis in seine letzten Lebenstage gewidmet hat! Die peinliche Gewissenhaftigkeit, die ihn durch sein ganses Leben auszeichnete, die Verachtung jedes äusseren Scheins gab er auch in> den Bestimmungen kund, die er für den Fall seines Ablebens getroffen hatte. Seine Bestattung fand in der Stille statt; an seiner Bahre stand mit den Seinigen eine Abordnung des Lehrercollegiums, namens desselben widmete der Direktor kurze Abschiedsworte dem trefflichen Lehrer und Freunde. Seiner Persönlichkeit wie seines Wirkens werden wir in unserem Kreise allezeit gedenken. Bei Beginn des Winterhalbjahrs konnte der Lehrer an der Kealschule Schulz, der von seiner Krankheit in erfreulicher Weise genesen war, den grössten Teil seines "Unterrichts wieder übernehmen; die Vertretung des Collegen durch den Turnlehrer des Frankfurter Turnvereins, Herrn Heinrich Böcker, erreichte mit diesem Zeitpunkte ihr Ende. Die Schule bleibt Herrn Böcker für die schätzbaren Dienste, die er ihr durch l1^ Jahre gewidmet hat, zu aufrichtigem Dank verpflichtet. Mit Schluss des gegenwärtigen Schuljahres scheidet auch die Hilfslehrerin an unserer Mädchenschule, Frl. Selma Baerwald, auf eigenen Wunsch von der Anstalt. Zwei Jahre hat Frl. Baerwald mit Treue und Gewissenhaftigkeit ihr Amt als Lehrerin versehen, sich durch ihr freundliches, herzliches Wesen die Freundschaft der Mitglieder des Coüegiuins und eine innige Zuneigung der Schülerinnen erworben und durch ihr grosses Lehrgeschick die ihr anvertraute Kinderschar trefflich zu fördern verstanden; wir. sehen die liebe Collegin mit [aufrichtigem Bedauern aus unserer Mitte scheiden und hegen die Hoffnung, dass sie der Anstalt, der sie als Lernende »und Lehrende angehört hat, ebenso ihre Teilnahme bewahren wird, wie wir uns gern der Genossin der täglichen Arbeit erinnern werden. Die ordentliche Lehrerin Frl. Bösie Stern war auch in diesem Jahre zum Zweck der Vorbereitung für die Oberlehrerinnenprüfung beurlaubt und wurde von ihrer Schwester, Frl. Cäcilie Stern,"'vertreten; ebenso war Herr Hilfslehrer Arthur Galliner zur Vorbereitung für die Prüfung als Zeichenlehrer bez. zii seiner künstlerischen Ausbildung vom 1. April bis 1. Juli und während des Winterhalbjahrs von seinen amtlichen Verpflichtungen ^entbunden; seine" Vertretung führte, wie bereits früher, der Zeichenlehrer Herr Franz Fay und die Hilfslehrerin Frl. Mathilde Epstein. Nach [dem Ausscheiden der Zeichenlehrerin Frl. Schierholz, wählte die Patronatsbehörde Herrn Fay zum ausserordentlichen Fachlehrer für den Zeichenunterricht an der

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