Programm
- Journal
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- Volume
- 1894
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 21)
- Language
- German
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liehe Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst) aus, jedoch ist die Befreiung auf dem Zeugnis ausdrücklich zu vermerken. Januar 31. Beauftragt den Direktor, in Vertretung des Departementschulrats die Leitung der bevorstehenden Reifeprüfung zu übernehmen. III. Chronik. Am 31. März 1893, während der Osterferien, starb hochbetagt die emeritierte Lehrerin unserer Schule, Frau Henriette Bonn, geb. Dreher. Geboren dahier "am 31. Mai 1798, trat sie im Januar 1811 als Schülerin in unsere Mädchenschule. 1840 wurde sie als Lehrerin der weiblichen Handarbeiten an dieselbe berufen, im Oktober 1868 trat sie in den Ruhestand. Ihre Jugendeiinnerungen reichten zurück bis in die Anfänge unserer Schule, zu deren ältesten Schülerinnen sie gehörte. Ans jener Epoche bewahrte sie sich eine begeisterte Yerehrung für das Lehrerkollegium, das unter schwierigen Verhältnissen nützliche Kenntnisse, Aufklärung, Bildung und Gesittung in weite Kreise zu tragen bemüht war. Im Sinne ihrer Lehrer hat sie dann lange Jahre an unserer Schule segensreich gewirkt, und wie sie sich" bis in ihr 95. Lebensjahr hinein eine wunderbare körperliche und geistige Frische bewahrt hatte, so bethätigte sie bei jedem Anlass, ihre innere Zugehörigkeit zu unserer Schule und blieb ihr bis an ihr Lebensende die treueste Freundin. Der Direktor gab an ihrer Bahre im Namen der Schule den Gefühlen der Dankbarkeit und Verehrung warmen Ausdruck. Ehre ihrem Andenken! Dienstag den 11. April 1893 wurde das Schuljahr mit Gebet, einer Ansprache des Direktors und Verlesung der Schulgesetze eröffnet. — Das Maifest wurde am 15. Mai durch Ausflüge der, Klassen unter Leitung ihrer Lehrer und Lehrerinnen in die Umgegend gefeiert. Am 3. August 1893 waren 25 Jahre verflossen, seitdem der Unterzeichnete in das Amt als Direktor dieser Schule eingeführt wurde. Der Schulrat hat beschlossen,, diesen Tag festlieh zu begehen. Am Vormittage fand eine akademische Feier statt. In der festlich ge schmückten Aula versammelten sich die Schüler und Schülerinnen der oberen Blassen, das Lehrerkollegium, der Schulrat und eine ansehnliche Zahl geladener Gäste: Mitglieder der städtischen Schulbehörden, Direktoren, Rektoren und Lehrer hiesiger Schulen, auswärtige Kollegen und Freunde und viele ehemalige Schüler und Schülerinnen. Die Feier wurde durch Gesang eines meist aus früheren Zöglingen der Schule zusammengesetzten von Herrn G. Aschaffenburg geleiteten Chors eröffnet. Hierauf ergriff im Namen des Schulrats der stellvertretende Vorsitzende desselben Herr Dr. med. Ernst Blumenthal das Wort und schilderte unter dem Hinweis auf die Geschichte der Schule ihre Aufgabe und Wirksamkeit und den Anteil des Jubilars an ihrer Entwickelung innerhalb der letzten 25 Jahre. Einige allgemein gehaltene Stellen dieser Rede und der sich daran sehtiessenden Ansprächen sollen auf besonderen Wunsch des Schulrats für die Teilnehmer' des Festes und die Freunde der Schule hier mitgeteilt werden. „Wer die Geschichte unserer. Schule unbefangenen Blickes verfolgt, der erkennt, dass diese Anstalt seit ihrer vor' nahezu 90 Jahren erfolgten Gründüng bis auf den heutigen Tag in einer steten gedeihüchen Fortentwicklung begriffen ist. Aus den bescheidensten Anfangen