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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1884-01-01 · 1884 · page 25

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1884
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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IRI
…/9643684-3089722--0923-3090764
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- 25 — schule angeht, so werden wir mit dem Beginn des nächsten Schuljahres den Turnunterricht auch in die beiden obersten Klassen derselben einführen. Wir sind gewiß, daß die Eltern unserer Schülerinnen in dem Vertrauen auf die von uns dabei nach allen Richtungen hin vorsorglich zu treffenden Anordnungen diese Einrichtung als eine die Gesundheit und körperliche Entwickelung ihrer Kinder fördernde Verbesserung unseres Lehrplans begrüßen werden. Dem Schutze der Gesundheit unserer Zöglinge innerhalb der Schule wendet der Schulrat unausgesetzt seine Aufmerksamkeit zu. Für die Vorschule der Knaben und für einige Mädchenklassen sind die alten Schulbänke durch neue, zweckmäßig eingerichtete ersetzt worden; demnächst sollen die drei unteren Mädchenklassen neue Schultische erhalten und nach und nach sollen, in möglichst rascher Folge, alle Schulklassen mit zweckmäßigen Subsellien ausgestattet werden. Eine die Vorschule betreffende Verordnung des Herrn Unterrichtsministers einige wichtige Stellen derselben sind unten mitgeteilt und werden hiermit der Beachtung besonders empfohlen — wird mit dem Beginn des neuen Schuljahres zur Ausführung gelangen. Wenn es gelingt die Verordnung ihren Intentionen entsprechend durchzuführen, dann wird sie sich für unsere Schuljugend als segensreich erweisen. Auf eine von einem engeren Kreise hiesiger Schulmänner ausgegangene Anregung sind Delegierte der sämtlichen mit den hiesigen höheren Schulen verbundenen Vorschulen zusammengetreten und haben auf Grund der erwähnten Verordnung einen neuen Lehrplan für die Vorschule beraten und festgestellt. Wir sind allen, welche sich an diesen Konferenzarbeiten beteiligt haben, insbesondere aber dem Herrn Kollegen Direktor vi-. Eiselen, der die Beratungen geleitet und Herrn Turninspektor Danneberg, der einen Turnplan für die Vorschule ausgearbeitet hat, zu Dank verpflichtet. Die Wohlthat des neuen Lehrplans, nach welchem die Anzahl der in den drei aufsteigenden Klassen der Vorschule zu erteilenden Lehrstunden auf 18, 20 resp. 21, 22 resp. 23 herabgemindert wird, beabsichtigen wir auch sofort auf die drei untersten Klassen der Mädchenschule auszudehnen und haben in Übereinstimmung mit dem Schulrat die dazu erforderliche Genehmigung des Königlichen Provinzial- Schulkollegiums nachgesucht. Das Schuljahr wurde am 2. April eröffnet. Im Mai fanden die üblichen Klassenspaziergänge statt. Die ganze Mädchenschule machte dann im August noch einen Ausflug nach Wilhelmsbad und die beiden obersten Mädchenklassen an einem Nachmittage außerdem noch einen Spaziergang nach Bergen; immer zur großen Befriedigung aller Beteiligten. — Bei der Sedanfeier hielt diesmal Herr vr. Mannheimer die Festrede über Johann Gottlieb Fichte. — Am 28. September, dem Tage vor der Einweihung des Niederwalddenkmals besuchte Seine Majestät der Kaiser diese Stadt, in deren Mauern der durch jenes Denkmal verherrlichte glorreichste aller Kriege der deutschen Geschichte, durch den ehrenvollsten Frieden seinen Abschluß fand. Das war für die Schule ein Festtag. In geordneten Scharen, die Fahnen voran, zogen mit der Schuljugend der Stadt auch unsere Schüler und Schülerinnen, geführt von den Lehrern und Lehrerinnen hinaus an den für sie bestimmten Platz, und hatten das Glück unfern Kaiser zu sehen, dessen Größe und Güte noch die fernsten Geschlechter preisen werden. — Da der Geburtstag Seiner Maj. des Kaisers diesmal auf einen Samstag fällt, so wird er in unserer Schule Freitag, den 21. März gefeiert werden; die Festrede wird der ordentliche Lehrer Herr Blum halten. Am Schluß des vorigen Schuljahres trat unser Kollege, der ordentliche Lehrer Herr vr. Bernhard Lehmann, welcher schon einige Monate vorher durch andauerndes körperliches Leiden seiner Berussthätigkeit hatte entsagen müssen, in den ihm auf fein Ansuchen gewährten Ruhestand. Der Schulrat drückte bei diesem Anlaß seinen Dank in einer durch eine Deputation überreichten Adresse aus, die Gemeindebehörden bezeigten ihre Anerkennung durch eine Ehrengabe, das Lehrerkollegium, dem eine andere Bethätigung seiner

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