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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1876-01-01 · 1876 · page 27

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1876
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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IRI
…/9643684-3089702--0585-3090389
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— 26 — I. Schul« ach richten. ^. Chronik. Montag, 5. April 1875 wurde das Schuljahr eröffnet. Am 11. April 1875 starb Herr Jacob Doctor, nachdem er wenige Wochen vorher das Präsidium des Schulraths niedergelegt hatte. Seit Januar 1849, wo er an Stelle des sel. Herrn L. A. Wimpfen in den Schulrath eintrat, wurde er durch das Vertrauen der Behörden wiederholt in denselben berufen und noch im Jahre 1874, am Schluß seiner dritten Amtsperiode, wurde sein Mandat ausnahmsweise um ein Jahr verlängert, so daß er in den Jahren 1849—55,1856—1862,1868—1875, im Ganzen 19 Jahre dem Schulrathe angehörte und während dieser Zeit wiederholt den Vorsitz in demselben führte. Seine Herzensgüte, sein humaner Sinn und seine reiche Bildung machten ihn zu einem Freunde der Jugend und ihrer Lehrer und so widmete er unserer Schule, deren Pflege und Förderung er als eine schöne Ehrenpflicht der isr. Gemeinde ansah, eine liebevolle, hingebende und überaus ersprießliche Thätigkeit. Dem Schmerz über den Verlust eines so edlen Freundes und den Gefühlen der Dankbarkeit gab der Unterzeichnete an der Bahre tief empfundenen Ausdruck. In der Geschichte unserer Schule wird der Name Jacob Doctor immer mit Ehren genannt werden. Der 12. December 1875 war der hundertjährige Geburtstag Siegmund Geisenheimers, des Begründers des Philanthropin, aus dem unsere Schule hervorgegangen ist. Der Schulrath hatte in Uebereinstimmung mit den Gemeindebehörden für diesen Tag eine Schulfeier und außerdem die Errichtung einer Gedenktafel an einer passenden Stelle im Schulhause beschlossen. In der festlich geschmückten Turnhalle versammelten sich Sonntag, den 12. December, Vormittags 10^/2 Uhr unsere Schuljugend, das Lehrer-Collegium, der Schulrath, die Gemeindebehörden, ehemalige Schüler und Schülerinnen und zahlreiche Freunde und Freundinnen unserer Schule, unter diesen auch die einzige Tochter und die hier wohnenden Verwandten Geisenheimer's und seiner Genossen, der ersten Vorsteher des Philanthropin: I. H. Stiebel, D. H. Kulp und I. M. Reis. Nach einigen Begrüßungsworten des Schulrathspräsidenten Herrn A. Durlacher wurde die Feier durch einen Choral eröffnet. Die Festrede, welche der Unterzeichnete hielt, versuchte — die Zeit, in der Geisenheimer geboren wurde und empor kam, das letzte Viertel des vorigen Jahrhunderts in's Auge fassend — die bewegenden Ideen der Aufklärungsperiode und der sich daran schließenden Revolutionsepoche und ihre umgestaltenden Einwirkungen auf die deutsche Pädagogik im Allgemeinen, sowie auf das Bildungs- und Erziehungswesen der Juden insbe-

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