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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1875-01-01 · 1875 · page 45

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1875
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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IRI
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— 46 - Zweite Klasse. Moral 2. Verstandes- und Sprachübung 3. Rechnen 3. Lesen 5. Französische Sprache 4. Schreiben 4. Zeichnen 2. Singen 2. Für die zweite Abtheilung Deutsche Sprache 2. Weibliche Arbeit 14. Dritte Klasse. Moral 2. Deutsche Sprache 5. Rechnen 4. Lesen 4. Französisch 5. Schreiben 5. Zeichnen 2. Singen 2. Weibliche Arbeit 14. Vierte Klasse. Moral 2. Deutsche Sprache 3. Rechnen 3. Lesen 2. Französisch 5. Schreiben (deutsch, französisch uud hebräisch) 8. Ze chnen 2. Singen 2. Weibliche Arbeit 14. Kenntnißunterricht 3. Erste Klasse der Volksschule für Mädchen. Moral 2. Lesen 6. Rechnen 3. Verstandes- und Sprachübung 2. Hebräisches Lesen 6. (12 St. Vormittags von 10—12 und 7 Nachmittags von 2—3.) Zweite Klasse. Moral und Religion 2. Lesen 6. Rechnen 3. Deutsche Sprache 4. Schreiben 5. (12 Stunden Vormittags von 8—10, 9 Stunden Nachmittags von 3-5). Andacht- und Censurstunde. Dazu ist die letzte Schulstunde der Woche bestimmt. Sämmtliche Schüler und Schülerinnen versammeln sich in dem größten Schulzimmer. Ein Choral, von der Orgel begleitet, stimmt die Gemüther zur Andacht. Dann hält der Oberlehrer eine kurze Rede über eine moralische oder religiöse Wahrheit, drückt — nach Aussage der Conduitenbücher — die Zufriedenheit und Unzufriedenheit der Lehrer mit dem Fleiß und Betragen einzelner Kinder und ganzer Klassen aus, und sucht überhaupt einen guten Ton in der Schule herrschend zu machen. Ein Gesang beschließt die Stunde. Aufnahme der Kinder und Promotion. Diese könnte allenfalls im ersten Jahr halbjährlich, nachher aber durchaus nur jährlich Statt finden. Ferien. Lange Ferien sind in Bürgerschulen nicht zweckmäßig. Das kleine Kind weiß sich nicht zu beschäftigen, ist seinen Eltern zur Last, verwildert und vergißt oft mehr in dieser Zeit, als es in Monaten gelernt hat. Außer den Feiertagen sind 14 Tage Ferien, im Juli wohl am zweckmäßigsten, weil in dieser Zeit manche Eltern ihre Kinder auf einen Kur- oder Badeort miwehmen, und die große Hitze Lehrern und Schülern jede Anstrengung erschwert. W. Heß, Oberlehrer am Philanthropin. Es folgt eine Aufzählung der Lehrer, der voraussichtlichen Kosten der Schule, des Schulgeldes, Mittheilungen, die wir in einem andern Zusammenhange berücksichtigen werden; dann heißt es: Dieser Schulplan, den Unterzeichnete von 10jähriger Erfahrung geleitet, ohne Vorliebe für irgend eine Idee, nach reifer Ueberlegung entworfen haben, scheint den Localverhältnissen vollkommen angemessen und alle Wünsche zu vereinigen. Unterzeichnete zweifeln daher gar nicht, daß derselbe, nach erhaltener höchster Genehmigung, die Zufriedenheit des ganzen aufgeklärten Publikums erlangen und die Ausführung den besten Erfolg haben werde. Unterzeichnete sehen daher dessen Genehmigung von Seiten der höchlöbl. Oberschul-Curatel entgegen und verharren in tiefster Ergebenheit. Frankfurt, März 1813. Die Vorsteher des Philanthropins: S. Geisenheimer, H. Maschin.

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