Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 48 (25.11.1927)
- Date
- 1927-11-25
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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DIB WAHRHEIT iilililliiilliilillliillliitUlillllllilHIllilllilillllll Seite 11 und hier die Ziele der Bewegung und die Notwill." Denselben Standpunkt nahm auch Direktor wendigkeit der Mithilfe von Nicht- Dr. Viktor Kellner ein, der da sagte: „Es ist zionisten darlegen. schärfster Kampf gegen die Assimi- Dem gegenüber forderte Robert Stricker lation erforderlich." Er dehnte diese Forderung als Wortführer der radikalen Gruppen eine namentlich auf die Sozialdemokraten aus, schärfere Betonung der Idee des welchen Kampf er vom Standpunkt der jüdischen Judenstaates und den Ausschluß der Kulturarbeit begründete: Nichtzionisten aus der dem Mandate VOrge- „Im Kampfe gegen die organisierte Assimilation, die Sehenen Jewish Agency. Er sagte Wörtlich: heute in ihrer Gefühllosigkeit und in ihrem Mangel an , . . „ ., . . 7„c,- , j0„ Verständnis für jüdische Aufgaben nicht minder gefährlich „Die bedauernswert selten Zustande ini derwo- , t , . müssen sich die Zionisten vereinigen." nistischen Partei sind keine Wiener Lokalangelegenheit... , ~ .iT^» .j^t^ix Man kann die Jugend und das Volk nur gewinnen, wenn Auf der anderen Seite verriet Präsident Doktor man sie vor eine Entscheidung stellt und diese Entschei- Goldhammer eine bisher unbekannt gebliebene dung heißt: der Judenstaat." Pikanterie bei der Aufstellung der schmählich Die Aufstellung dieses Programmpunktes stellt durchgefallenen „Jüdischen Partei" gelegentlich wohl eine vollständige Verkennung der Lage der der letzten Wahlen: Juden in Palästina dar. Wenn auch führende ÖSter- Die liberalen Tendenzen waren wirtschaftlich und reichische Zionisten noch immer an diesen politisozial auf der nichtbürgerlichen Seite vertreten. Es mußte sehen Schlagworten — denn es sind nichts anderes daher ein Weg gefunden werden um mit dieser großen als Schlagworte - festhalten und, eingesponnen in Pa'tei ir*end™e konform zu "eh~- 1inH cph,aa ihrer nationalen Ideologie, die Wirklichkeit nicht So war diese ganz von Phrasen Schlag, sehen können oder wollen, so bricht sich dennoch Worten ertullte Debatte des De f^f^ die Erkenntnis in immer weiteren Kreisen Bahn, fortwahrendes Hin und Her der widersprechendsten daß man auf diesem Wege nicht zum Ziele gelan- Ansichten und auch in einer der wichügsteni Fragen gen kann. Zur gleichen Zeit, wo d i e A u s w a ngelangte man zu keiner ^eitiichkeit. Dem es derung die Einwanderung um mehr ergab sich die U™.0«11^ als das Doppelte übertrifft und das Wie- Leitung zu wählen und die Tagung mußte ner „P a 1 ä s t i n a a m t" nach einer Mitteilung auf J e s u 11 a 11 o s auseinandergehen Sie wird andern Delegiertentag hauptsächlichderFür- £ngs Dezember wieder zusammentreten, um das sorge für diese Rückwanderer aus Provisorium zu beendigen Es scheint fast, als ob Palästina obliegen muß, noch vom „Judenunser.e zionistische Politik überhaupt ein ewiges Staat" zu faseln, das ist die gleiche Absurdität, wie Provisorium bildet. _ u. n. sie in der auch von Stricker inaugurierten Landes- „Union"-Versammluiig. Dienstag, den 22. d. M. Politik zum Ausdrucke kam Diese Landespolltik fand {m ßen Saal des Cafe- Mariahilf eine trotz war die Ursache dafür daß die auf dem Deieder schlechten Witterung recht stark besuchte Vergiertentag einmutig konstatierte Unzufriedenheit: in sammlung der Mitgliedschaft VI—VII—VIII der allen zionistischen Kreisen im Zunehmen und das Union« unter Vorsitz des Obmannes dieser Mitinteresse im Abnehmen begriffen ist; die Propa- 1{edschaft) Herrn Karl Fröhlich, statt, an der ganda für den Judenstaat kann noch zu viel geh zahlreiche Kultusvorsteher mit Präsident lahrlicheren Erscheinungen fuhren. Prof Dn A. Pick an der Spitze und viele Vor- Ein bemerkenswertes Detail war, daß, wie auf Standsmitglieder der „Union" teilnahmen. Die Verallen bisherigen zionistischen Parteitagen, auch ein sammlung nahm die äußerst interessanten Referate großer Teil der Debatte, die auf dem diesjährigen der Herren Dr. Leo Deutschländer, der ein- Delegiertentag abgeführt wurde, sich mit nichts drucksvoll über „Jüdisches Geistesleben in der anderem zu beschäftigen wußte, als mit dem Kampf Gegenwart" sprach, und Präsident Dr. Jakob Orngegen die Assimilation, die man anderseits heranstein, der einen erschöpfenden jüdisch-politischen locken will. Besonders tat sich natürlich Herr Bericht über die letzten Ereignisse gab, mit großem Dr. Plaschkes hervor, der sich mit diesem Beifall auf; in der Diskussion sprach Herr Kultus- Gegenstande sehr ausführlich beschäftigte. Nach Vorsteher Kommerzialrat Bernhard Buchwald, ihm sind „gegenwärtig alleKräftegegendie Wir kommen auf die sehr schön verlaufene Ver- Assimilation zu vereinigen, die unser Werk sammlung in unserer nächsten Nummer ausführweit ernster bedroht, als man es sich eingestehen lieh zurück. _RUte hier abzutrennen und an di- Geschäftsstelle der .U*Ion d"ut«chß«terrelch'scher Juden". Wien IX.. FWegas'e Nr. 4. einsenden. «ß . Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur „Union deutschösterreichischer Juden" mit einem " *a •*-• B || I Jahresbeitrag von...............................................................................Schilling (Mindestbeitrag S 10.—) ^, ni laß g j3 £? und zeichne für den Vortragsfonds ....................................................................... Schilling « « «; | Name: .............................................................................................................. £ ~~ <1) M t3 j5 § Stand:.................................................................................................................... £ 5> c < Genaue Adresse: ..........................................................,