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Die Wahrheit · 1928-11-30 · Heft 48 (30.11.1928) · page 17

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 48 (30.11.1928)
Date
1928-11-30
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Seite 17 Ks.v» «xna P Bei ta Wim am 2. Deiembcr sind zwei Stimmzettel (ttnitosfors*anfl und Vertrauensmänner) abzogetten, die im Bedansialle in 4ca lel- Hennen Agltatlonsiokaieo <kr „Union*4 «rnaiilteh sind: DIE WAHRHEIT iiiiiuoiiiiiiiininiuuininnH Kumt und Literatur Jüdisches Lexikon, herausgegeben von G. Herlitz und R. Kirschner. Bd. I. Jüdischer Verlag. Berlin. Eine ungarische jüdische Wochenschrift sowie ein deutsch-jüdisches Vereinsorgan; bringen im Text oder in einer Beilage kurze aufklärende Artikel über die mannigfachsten Gegenstände jüdischen Interesses in Form von Beiträgen zu einem jüdischen Konversationslexikon. Ein solches liegt vor uns, eine Art jüdischer kleiner Brockhaus. Einige willkürlich ausgewählte Proben mögen die Reichhaltigkeit und Wichtigkeit dieses, übrigens glänzend ausgestatteten Lexikons andeuten. So kannte man den 1913 in Berlin verstorbenen Elektrophysiker Herrn, Aron im allgemeinen nur als den Erfinder des Elektrizitätszählers. Hier erfahren wir nun, daß er der erste Erfinder des Gasglühlichtes, vor allem der drahtlosen Telegraphie ist. Ebenso überrascht die Mitteilung, daß nicht nur vor Jahrzehnten ein Jude, Josef Nassi; vom Sultan den Herzogstitel erhalten hat, sondern noch im vorigen Jahrhundert ein Jude vom Könige von Sizilien, ein anderer von Napoleon III. in den Herzogstand erhoben wurde. Es waren meist Sephardim, die verhältnismäßig frü zu hohen Aemtern und Titeln gelangten, so Diego d'Aguilar in. Wien, so de Vier, der unter Peter dem Großen Polizeikommissär von Petersburg war, u. a. Schon 1528 wurde ein Jude in Polen, Michael Josefowicz, geadelt. Friedrich Adler, der Hamburger Kunstgewerbe, ist der Erfinder eines neuen Stoffdru.:kverfahrcns. Abälard klagt im elften Jahrhundert über Vernachlässigung der hebräischen Studien und nimmt sich der Juden an. Mit neuen Gründungen, wie die Akademie für die Wissenchaft des Judentums, werden hier weitere Kreise bekannt. Die Neuerungen auf dem Gebiete der jüdischen Altersfürsorge, des Arbeitsnachweises (Frankreich das Land der größten jüdischen Einwanderung in Europa), der Ausländerbehandlung und Einbürgerung (hier hätten auch wegen der praktischen Bedeutung des Gegenstandes die Schweiz und andere Länder behandelt werden sollen) und der Berufsumschichtung werden sachkundig behandelt. Daß aus dem kleinen Anhalt ein Moses Mendelsohn, Jost, Ludwig Phil'ppsohn, Steinthal und Hermann Cohen hervorgegangen sind, fällt hier so recht ins Auge. Wir werden erinnert, daß in Amerika ein Louis Marshall für die Japaner, ein H. J. Seligmann für die Neger eintritt. Schon dieser kleine Streifzug durch die Fülle des Gebotenen läßt den Wert dieses Werkes erraten. Nur dadurch unterscheidet es sich zu seinen Gunsten von einem allgemeinen Konversationslexikon, daß man es, wie eine andere belehrende Lektüre, im Zusammenhange lesen kann, weil ja alle diese Artikel einen einheitlichen Gegenstand behandein: das Judentum. G. Maimonldes-Institut Im Rahmen des akademischen Zyklus für Geschichte und Religionsphilosophie des Judentums spricht Herr Rabbiner Dr. A. Kaminka Mittwoch, den 5. Dezember 1928, um H7 abends, an der Universität, Hörsaal 34, über das „Problem der göttlichen Gerechtigkeit in der Welt". In den bis jetzt in diesem Semester gehaltenen Universitätsvorträgen, bei denen der große Hörsaal meist von einer sehr starken Zuhörerschaft gefüllt war, behandelte der Vortragende die Grundlinien der Theologie und der Ethik des Talmuds, dann Palästinensische Amoräer (Rabbi Jochanan und Pesch Lakisch, deren Charakter, Leben und Lehre), ferner die Exilfürsten und die Hochschulen in Babylonien. Nach dem Chanuka- Fest folgen Darstellungen der Geschichte des Karäertums und der Philosophie Saadja Qaons. Im Institut Darwingasse 21 hält jeden Sonntag, um 6 Uhr, Dr. N. Goldstein einen Vortrag über Midrasch, jeden Montag, um 6 Uhr, Dr. Kaminka über das Buch Ezechiel. 7 Uhr über More Nebuchim; jeden Dienstag, um 6 Uhr, Rabbiner M. Horowitz über M »d r a s c h, 7 Uhr über Kusari: jeden Donnerstag, um 6 Uhr, Doktor Kaminka über Ezechiel. 7 Uhr Dr. Goldstein über Jüdisches Famiii en recht: jeden . Samstag, nachmittags um 3 Uhr. Rabbiner Dr. Kaminka einen Vortrag über den Wochenabschnitt des Pentateuchs. G. Kisch, Die Anfänge der jüdischen Gemeinde in Halle (Aus: Sachsen und Anhalt, Bd. 4), Ernst Holtermann, Magdeburg. Studien zur Geschichte der Universität Hall« führten den Verfasser zur Bearbeitung der Gerschichte der Juden rn Halle. Die Ergebnisse sollen Gegenstand eines Buches werden, von dem hier der erste Teil vorl egt. Schon nach dieser Probe einer müt aller Sorgfalt durchgeführten Untersuchung darf man von dm Ganzen wertvollen Gewinn erhoffen. Zentrale: „Union". IX.. Berggasse 4. Tel. A 19-277. Cafe Excelsior. L, Rotenturmstraße 24. Tel R 29-2-19: Cafe Ruprecht. L, Judensasse 3; Cafe Schellipghot. I.. Schelllnggasse 7. TeL R 23-3-41; Cafe Kugel. L, Am Hof. Restaurant Gutta. IL. Hollandstraße 14. TeL R 42-3-70: _ Cafe Gutta. IL. Kleine Sperlgasse. TeL R 42-3-70; Milchspeisehalle Johanna Deutsch, IL. Herminengasse 10. Telephon A 43-8-42; Cafe Nizza. IL. Heinestraße 2. TeL R 48-1-50; Cafe Dogenhof. IL. Praterstraße 70. TeL R 43-3-76. R 44-4-30: Cafe Wien. II.. StuwerstraBe 2. TeL R 40-304; Privatlokal Philipp Popper. ID.. Obere Viaduktgasse 34. Telephon U 10-205. U 16-7-48; Cafe Bürgerhof. III.. Juchgasse 23. TeL U U-4-13: Restaurant Josef Ernst. IV- Rainergasse 12; Matthias Gunsam. V., Siebenbrunnengasse 5 a; Probstiers Gasthaus, X.. Humboldtgasse 25: Caf& Jock. VL, Schmalzhofgasse; Gasthaus. VL. Korneliusgasse 8; Cafe Melier. VIL. Kaiserstraße 56. TeL B 37-2-4S; Lokal Josef Vasoca, VIL. Zollergasse 32; Cafe Stadttheater. VDL, Alhertgasse 39. TeL A 24-203; Hotel Hubert-Hof. V1IL. Josefstädterstraße 22. Tel. A 21-1-34: Restaurant Weißmann. DU Seegasse 7: Cafe Kolosseum. DL. NuBdorferstraBe 6. TeL A 18-4-44; Cafe Dank. DL. Währlngergürtel 104: Cafe Klinik. IX., Spitafgasse 21 a. TeL A 27-3-37. Gasthaus Wiesmayer. X1L. Ratschkygasse 31: Restaurant -Weißer Enger. XIII.. Am Pfatz> TeL R. 34-3-40. Gasthaus Wanderer. XHL. Meiselstraße 43t Molkerei Mandler. XIV.. Holochergasse 29. TeL B 31-405; Närodni dorn. XV- Turnergasse % TeL R 30-204: Gasthaus W. Wawra. XVL. Hubergasse 10: Gasthaus Watzka. XVH. Hormayergasse 41; Cafe Martinhof. XVIIL. Marttostraße: Kasino Zogernitz. XIX.. Döblinger Hauptstr. 76. TeL A 14-4-86: Restaurant Röhn. XX* Heinzelmamigasse 3. TeL A 41-2-50: Restaurant Nowak. XX» Allerheiligenplatz: Restaurant „Goldener Engel". XXL, Am Spitz 2. TeL A 40-0-S5. A 40-3-76.

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