Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 48 (30.11.1928)
- Date
- 1928-11-30
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 18 DIE WAHRHEIT ßffnWßckezulDxke Predigten in den israelitischen Gemeindetempeln Freitag, den 30. November 1928, werden bei dem um 4 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in folgenden Gemeindetempeln Predigten abgehalten, und zwar: IL, Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Im Gemeindetempel XXL, Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann) findet am Samstag, den 1. Dezember 1928 beim Morgengottesdienste (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) ein exegetischer Vortrag statt Israelitische Kultusgemeinde Wiener-Neustadt. Wir erhalten folgende Zuschrift: „In der Wahlnummer der „Jüdischen Volkszeitung", Organ der „Werktätigen Juden'* vom 13. d. M„ welche Ihnen wahrscheinlich auch in die Hand gekommen sein dürfte, ist auf Seite 44 ein Artikel mit dem Titel „Das allgemeine Stimmrecht und die Wiener israelitische Kultusgemeinde" enthalten, dessen letzter Absatz folgenden Passus enthalt: „In Berlin ist das allgemeine Stimmrecht, ohne Unterschied der Steuerleistung und ohne Unterschied des Geschlechtes, längst eingeführt. Auch in einigen Städten bei uns, z. B. in Linz und Wiener-Neustadt." Wir legen Wert darauf zu konstatieren, daß diese Behauptung, insoferne sie sich auf die Kultusgemeinde Wiener-Neustadt bezieht, falsch ist. Gerade das Gegenteil von dem, was in dieser Zeitung behauptet wird, ist richtig, nämlich, bei der Kultusgemeinde Wiener-Neustadt berechtigt nur die Steuerleistung zur Wahl und sind Mitglieder derKultusgemeinde. welche bis zum Ablauf der Reklamationsfrist mit der Steuer des vorangegangenen Verwaltungs'jahres im Rückstände sind, vom Wahlrechte ausgeschlossen." 60. Geburtstag. Am 24. v. M. beging im engsten Familienkreise Herr Samuel Wechsler seinen 60. Geburtstag. Herr S. Wechsler, der als Vorstandsmitglied des Tempelvereines „Aeschel Awrohom" und des humanitären Vereines ..Kurfürsorge" stets den Beweis erbrachte, daß er für Judentum und Wohltätigkeit Herz und Sinn hat. wurde aus diesem Anlasse Gegenstand herzlicher Glückwünsche seitens seiner Vorstandskollegen und seiner zahlreichen Freunde. In den Gratulationsschreiben der mannigfachen Vereine, denen Herr Wechsler seine Tätigkeit widmet, kommt die Dankbarkeit für sein wahrhaft rühmenswertes Wirken und seinen rastlosen Eifer für die Aufgaben der Vereine zum Ausdrucke. Amtsantritt Zum Oberrabbiner von Trenöin (£. S. R.) wurde Herr Rabbiner Dr. P. Keller, der zuletzt in Backa Topola (Jugoslawien) gewirkt hat und dort auch die Zeitschrift „Israel" herausgegeben hat. bestellt. Hollabrunn. Bei der in der Kultusgemeinde Hollabrunn stattgefundenen Neuwahl in den Vorstand, bzw. Ausschuß wurden folgende Herren gewählt: Wilhelm Hauser, Hollabrunn, zum Kultusvorsteher; Ignaz Kurz, Retz, zum Kultusvorsteherstellvertreter: Benjamin Lustig, Hollabrunn, zum I. Beirat; Leo Wal lisch, Hollabrunn. zum II. Beirat: Max Wal lisch, Hollabrunn, zum Kassier; B. Lustig, Hollabrunn, zum Tempelvorstand, und zu Ausschußmitgliedern Theodor König, Retz, Moriz Abel es, Kammersdorf. Wilhelm Schidlo. Pöllersdorf, Otto Neuspiel, Immendorf. (■■■■«■••■■■■■■•»■■■■■■■■■•■■•■■•■■■■■■■■■•■■«■■■■■■■■•■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■•■^' Herren-* und Damenkleider j ■ nach Maß sowie fertig lagernd, nur Qualitätsware, billigste Preise. 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Um so höher schlägt die Welle der Entrüstung unter-der Judenheit,. daß britische Beamte es wagten, sich an dem heiligsten Tage des jüdischen Jahres, dem Versöhnungstage, an den Andächtigen vor der Klagemauer zu verr greifen. Die Moslemiten genießen an ihren heiligsten Stätten weitgehenden Schutz, den Christen darf nie etwas an ihren heiligen Stätten geschehen, man wacht ängstlich über ihre Ruhe und Sicherheit. Schon darum muß es für die britische Regierung erstes Gebot sein,.auch den Juden vor der Klagemauer eine .Sicherheit zu bieten, . Gewiß wird die Regierung von jetzt ab. nichts ungeschehen lassen, damit eine Wiederholung der jüngsten Ausschreitung jetzt und in Zukunft unmöglich werde. Zugunsten der Schülerausspeisung an der jüdischen Volks- und Hauptschule Wien, IL, Malzgasse 16, veranstalten hervorragende Kantoren und Künstler am 9. Dezember d. J. um präzise 8 Uhr abends im Festsaale des Hotel Continental, Wien II., Tabortraße 2, einen Kantoren-Abend. Ihre Mitwirkung haben bisher zugesagt: Die Herren Oberkantoren Frankel. Margulies. Müller und Weiß, ferner Herr.. Oskar Beregi und Herr Ernst Friedländer. Karten sind in allen jüdischen Buchhandlungen sowie in der Schülerausspeisung, II., Malzgasse 16, Tel. R 45-4-94, zu haben. Der jüdische. Witwen- und Waisenhilisverein, 9. Bezirk (Servitengasse 12, Trebitsch). veranstaltet Samstag, den 8. Dezember 1928 im Müllner-Tempel, IX., Grünetorgasse 13, um *A8 Uhr abends, eine Chanuka-Festfeier unter Mit- . Wirkung des Herrn Oberkantor S. Postolow mit ver-. stärktem Chor und Orgelbegleitung. Eintritt S 2.—. Das eventuelle Reinerträgnis fließt dem Unterstützungsfonds des" Vereines zu. Karten bei den Vorstandsmitgliedern des Vereines und beim Portier des Müllner-Tempels erhältlich. Wohltätigkeitsakademie. Sonntag, den 25. November, 8 Uhr abends, fand im „Olympiasaal", I., Rotgasse 5, eine Wohltätigkeitsakademie statt, zu welcher sich ein sehr zahlreiches Publikum eingefunden hatte. Aus dem überaus reichhaltigen Programm erwähnen wir besonders die Dar-, bietungen der Herren Oberkantoren I. Wahrmann, S. Landauer und Leo Funke, die wahre Stürme von Begeisterung auslösten, sowie die vorzüglichen Leistungen des vereinigten Synagogenchores (24 Mann) unter Leitung des Dirigenten B. Hirschmann. Aber auch der Klaviervortrag von Fräulein Mizzi Werbner, der Cellovortrag Ernst Friedländer s, die jiddischen Rezitationen S. Schwagers, die jiddischen Lieder S. M a r g u 1 i e s sowie die Gesangsvorträge der Konzertsängerin Maria. M a s e k, Fräulein Bettina E1 m e r und Frau Anny Bauer ernteten. großen Beifall. Die Conference besorgte Herr Hans. W e i s e r in ausgezeichneter Weise. Die Akademie wies auch einen sehr guten materiellen Erfolg auf, der einem in Not geratenen Chor- . dirigenten zugute kommt, und gebührt für die gelungene Veranstaltung den Herren David Byk.und Leo Funke volles Lob. Schallolatten und Sprechmaschinen. Auf vielseitige Anfragen bezüglich jüdisch-hebräischer Schallplatten machen wir' unsere p. t Leser auf die Ankündigung der Firma E x c e l.s i o r, I., Adlergasse 5, aufmerksam. Wir haben uns selbst von de.rbesonderen Leistungsfähigkeit dieser Firma überzeugt. . Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse Nr. 10, Telephon R 30-5-38 Filiale: VII., Burggasse Nr. 17, Telephon B 32-3-80 ^■•■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■BBHBBBBr