Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 48 (30.11.1928)
- Date
- 1928-11-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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St 1(2 4 fllfflKnaniEMM^^ |)|£ WAH&ff£t1 »WÖW<»W^W^W<>W«VW^W<K>ilVW (i^i*?^)«»^^^ Auf eine durch viele Jahrzehnte erprobte und bewährte Tätigkeit für das Judentum und insbesondere für die Wiener Kultus« gemeinde können die Männer unseres Vertrauens hinweisen ... &\S4i*^\äft\*VUlV%^^^ M^<>/^^^<^*^ Parteien, welche diese Burschen als Sturmtruppe benützten, hätte man wohl die nötige Reite und das nötige Verantwortungsgefühl voraussetzen dürien, zu wissen, welcnes Verbrechen sie an der Jugend begehen, wenn sie diese in solcher Weise vernetzen. Das bescliämendste und traurigste daran ist, daß diese Jungen in ihrer Verblendung nicht einmal vor dem Alter irgendwelche Acntung bekunden und sich dadurch in hohnsprechender Weise über eines der erhabensten Gebote unserer Religion, welche Ehrfurcht vor jedem grauen fiaupt befiehlt, hinwegsetzen. Doch wahrlich, für die Verhetzter dieser Jugend wird einst die Zeit kommen, wo sie sich an die Wahrheit des Satzes erinnern werden, „womit du gesündigt hast, damit wirst du auch bestraft werden". Unter solchen Umständen war auch die Arbeit, der Versammlungsleiter eine schwere und gebührt diesen für ihre Tätigkeit ganz besonderer Dank. Aber auch die erwachsenen Angehörigen der Gegenparteien, welche sich in den verschiedenen Versammlungen zum Worte gemeldet hatten und selbstverständlich Gelegenheit erhielten, ihre Anschauungen zu entwickeln, machten auf die Versammlungsteilnehmer einen kläglichen Eindruck. Auch sie bedienten sich unverstandener oder unverständlicher Schlagworte, welche sie, von unseren Rednern in die Enge getrieben, nicht einmal verteidigen konnten, oder sie beschränkten sich darauf, ihrem Hasse und ihrer Erbitterung gegen die „Union" in ganz unmotivierten, jeder Grundlage entbehrenden Angriffen gegen diese und die ihr angeschlossenen Gruppen Ausdruck zu geben, Alle ihre „Argumente" prallten wirkungslos ab und riefen den Eindruck hervor, daß sich die Redner in einem Netz von Utopien, Phantastereien und Ideen verstrickt haben, aus welchen sie keinen Ausweg mehr finden und in schärfsten Gegensatz geraten nicht nur zur Wirklichkeit selbst, sondern auch zu den Anschauungen der gemäßigten Führer ihrer eigenen Partei; denn während beispielsweise die zionistischen Redner in Wien das Schlagwort von der „V o 1 k sgemeinde" und der ,.M i n d e r h e i t s n a t i o n" in die Welt hinausposaunen, hält der Führer der zionistischen Weltexekutive, Prof. Dr. Chaim W e i z m a n n, in New York eine Rede, in welcher er sagt: ..Wenn Nationalismus die politische Verwandtschaft Palästinas mit den Juden außerhalb des Landes bedeutet, wenn Palästina bedeuten sollte, daß die Juden außerhalb Palästinas ihres Standes, für den sie gekämpft haben, beraubt werden sollen, dann bin ich kein Nationalist Wir wollen uns weder direkt noch indirekt in politischem Sinne In das Leben der Juden außerhalb Palästinas einmischen . . . Wir werden unser Ideal niemandem auf« zwingen .. Während auch der geistreiche Wiener Schriftsteller Felix Saiten, der ebenfalls ein Anhänger des Zionismus ist, den Nationalismus, in dem Land, in welchem man lebt, für schädlich hält, wollen einige radikale Wiener Zionisten ungeachtet der Gefahren, welche ihre Haltung der gesamten Judenschaft Wiens bringt, auf dem Wege des Nationalismus zur Geltung kommen. Da sich unsere Versammlungen eines viel größeren Interesses bei unseren Gegnern erfreuten, als wir für stets leeren Versammlungen übrig hatten, da die fortgesetzten Störungsversuche ein großes Maß an Nervenkraft, Selbstbeherrschung, Energie und Schlagfertigkeit erforderten, hatten unsere Redner schwere und aufreibende Arbeit zu leisten, eine Arbeit, welche um so mehr Anerkennung verdient, als wir es verschmähten, uns Sukkurs aus der Provinz herbeizurufen, wie dies unsere Gegner getan haben. Unsere Führer und Versammlungsredner haben in den letzten Wochen geradezu Uebermenschliches geleistet und sind unermüdlich tätig gewesen, um Aufklärung in die weitesten Schichten der Wiener jüdischen Bevölkerung hineinzutragen Unsere Redner eilten von Versammlung zu Versammlung, von Bezirk zu Bezirk und sprachen oft in mehreren Versammlungen an einem Abend. Immer wieder wiesen sie auf die Bedeutung des 2. Dezember für das Wiener Judentum bin und auf die schweren Gefahren, denen der Bestand unserer Gemeinde, ja die Existenz der Wiener jüdischen Gemeinschaft überhaupt, ausgesetzt wären, falls die Bestrebungen unserer Gegner verwirklicht würden. Und doch führten sie ungeachtet der zahlreichen persönlichen Angriffe und Verleumdungen, denen sie seitens der gegnerischen Redner ausgesetzt ________ ~ .^/WV»/^/^^!0. w^w^w^w^w^w^^x/^w^x^w ^■^A\^^^^->\^^^>f\{9\ff\ /^«^»A^^^^^^iv^*^^ .. unsere Gegner aber arbeiten nur mit leeren Versprechungen, deren Verwirklichung auch in vielen Jahrzehnten nicht erschwingliche Mittel erfordert und daher vollkommen unmöglich ist. V^>^'vy^W^/Sl>W*W«KW^\^W<^^K^^^O\^^^v ^ft^^rMb^>rvv>^>>^^ *W«W<*W4>WoWV*<<>WaW^W^\*>W4>W ~~ ifc^vf^/M^^v-rvcrv^v^ tÄ^tA