Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1928-11-23 · Heft 47 (23.11.1928) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 47 (23.11.1928)
Date
1928-11-23
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3062972-3064248-3064293--16743-3089510
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

gelte 12 äföiHi^^ DIE WAHRHEIT $nvtlkhe ThUidtarungen c/ecbiVtelätoAen f^:.~ Ausschreibung einer Rabbinerstelle. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt bekannt, daß infolge des Ablebens des Herrn Rabbiner Dr. Salomon Funk, s. A., die Stelle des Rabbiners beim Israelitischen Tempelvereine „Aeschel Awrohom", Wien IL, Pazmanitengasse 6, zur Besetzung gelangt. In Betracht kommen solche Bewerber konservativer Richtung, welche sich bereits als Kanzelredner bewährt haben und welche nebst den gesetzlichen Erfordernissen jene fachlichen Eignungen und Studien nachzuweisen vermögen, die sie besonders befähigen würden, auch im Rabbinatskoüegium (Beth Din) der Israelitischen Kultusgemeinde Wien mitzuwirken. Die Regelung der mit dieser Stelle verbundenen Bezüge ist der Verhandlung mit den in Betracht kommenden Bewerbern vorbehalten. Bewerbungsgesuche sind mit allen erforderlichen Beilagen versehen bis längstens 20. Dezember 1928 beim Vorstande des Israelitischen Tempelvereines „Aeschel Awrohom", Wien II., Pazmanitengasse 6, einzubringen. Eine Spesenvergütung aus Anlaß der Vorstellung oder der Abhaltung einer Gastpredigt findet nur dann statt, wenn diese im Einladungsschreiben an den Bewerber ausdrücklich zugesagt erscheint. Wien, im November 1928. Z. 8243 ex 1928. Wien, im November 1928. Stellenausschreibung Bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangen in nächster Zeit ScticicittersMellen (DWDI DWIK» zur Besetzung. Bewerber, welche die volle körperliche Eignung besitzen, auf eine Tätigkeit in gleicher Eigenschaft in größeren Gemeinden hinweisen können und im Nikkur (tip^) bewandert sind, wollen ihre Gesuche nebst Befähigungszeugnissen (J^Sm) von mindestens drei orthodoxen Rabbinern unter Nachweis ihrer bisherigen Verwendung und Angabe ihres Lebenslaufes bis längstens 15. Dezember 1928 an den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, Amtsdirektion, gelangen lassen. Bei entsprechender Qualifikation kommen in erster Reihe österreichische Staatsangehörige für die Anstellung in Betracht. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Die Wahlen und die jüdische Jugend. Von Benno Low, Vorsitzender der Jugendg r u p p e der „U n i o n". Nur wenige Tage trennen uns mehr von jenem Zeitpunkte, da die Wiener Juden die Entscheidung treffen sollen, wer in Zukunft die Geschicke der bedeutendsten jüdischen Gemeinde Europas, ja vielleicht der ganzen Welt lenken soll. Diese Entscheidung hat also nicht nur für die Juden Wiens im besonderen, sondern für das Judentum im allgemeinen die größte Bedeutung und es entspricht auch der Gewichtigkeit dieses Ereignisses, wenn der Wahlkampf mit bisher unerreichter Schärfe und unter der lebhaftesten Anteilnahme der Wähler vor sich geht. In diesem harten Kampf der Meinungen ist es auch Pflicht der jüdischen Jugend Stellung zu nehmen zu den aufgeworfenen Problemen, dies um so mehr, als manche der zur Diskussion stehenden Fragen ganz eminente Bedeutung gerade für uns junge Juden haben. Das gilt vor allem für die von jüdischnationaler Seite gestellte Forderung nach den Minderheitsrechten. Oft genug sind in „Union" - Versammlungen die geradezu verheerende Folgen auseinandergesetzt worden, die eine Durchführung dieses Postulates mit sich bringen müßte. Für die jüdische Jugend wäre dies gleichbedeutend mit dem Numerus clausus, gleichbedeutend mit der Sperre oder mit der ganz besonderen Einschränkung der durch die wirtschaftliche Krise ohnehin genug eingeengten Entfaltungsmöglichkeit jedes jüdischen jungen Mädchens, jedes jüdischen jungen Mannes. Die Juden würden sich mit einem solchen Schritt die Anerkennung und das Lob nur der — Antisemiten erwerben, denen sie damit das beste Propagandamittel liefern würden. Unnötig hier auszuführen, welch dornenvollen und beschwerlichen Weg die jüdischen Eltern ihren eigenen Kindern bereiten würden, wenn sie am 2. Dezember den Jüdischnationalen zur Majorität verhelfen. Jüdische Eltern, denen man mit vollem Recht nachrühmt, auch mit den größten Opfern für eine Besserung der Lebens- WecbdMcntwttenfucDk Wahrheit! IfiünilTiidischri 5 iu befter Lage, mit herrlicher Oebirgsaussicht, 9 5 20 Zimmern und 2Küchen. Nebenräumen, Bade- 2 5 zfmmer.scroßerVeranda.RTOßemHof.Qartenusw. 5 5 Das Objekt würde sich für eine rtuelle 2 5 Pension oder Familienheim, auch Handel mit m 2 Geflügel und Selchwaren besondeis eignen. g g In Vormerkung habe stets in allen Qröfien ■ B und Preislagen bier und auswärts gelegene ■ g Geschäfts- und Wohnhauser, Villen und ■ SFamlllenhSuser. Gasthöfe, Hotels. Pensionen, ■ herrschaftliche Besitze, Jagd- und Waldgüter, , ■ ■ Landwirtschaften. Mühlen, Sagewerke, Fa- ■ ibriken, alle Arten Geschäfte und Industrien. ■ Auskünfte erfolgen kostenlos nur an Selbst- 8 kaufer, bei S IGNAZ BRUDER, ReaUtätenkaexlel. LINZ a.d.D. ■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.