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Die Wahrheit · 1928-11-09 · Heft 45 (9.11.1928) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 45 (9.11.1928)
Date
1928-11-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 * * Dffi WAHÄHEIf unseres Vorstandes und als Vizepräsident durch hingebungsvolle Arbeit tatkräftig mitgeholfen hat, unsere Gemeinde vor dem drohenden Zusammenbruche zu bewahren. Dem Zuge Ihres warmfühlenden Herzens folgend, haben Sie auf humanitärem Gebiete es sich zur Aufgabe gemacht, gerade - jenen ärmsten Kindern, die durch ein bitteres Los von Jugend auf zum schweren Leiden und Siechtum bestimmt sind, durch beispielgebende Opferfreudigkeit das Leid zu lindern und ihr ärmliches Dasein zu erhellen. Den verwaisten und verlassenen Kindern sind Sie ein bewährter Anwalt und Helfer in den schwersten Tagen der Not gewesen und bis heute unverdrossen geblieben. Dem Kultusvorstande gereicht es zu ganz besonderer Befriedigung, heute Ihnen, sehr verehrter Herr Börserat, den herzlichsten Dank und die vollste Anerkennung für Ihre Leistungen als Obmann Ihres hochansehnlichen Bethausvereines auszusprechen. Sie haben als Führer Ihres Vereines es vermocht, die Verwaltung Ihrer Institution mustergültig zu gestalten und Ihr Gotteshaus über alle Stürme hinweg im alten Glänze zu erhalten. Es konnte daher nicht fehlen, daß Sie zur Führung des Verbandes aller Tempelvereine berufen wurden, in welcher Eigenschaft Sie es jederzeit verstanden haben, die Interessen des Ihrer Leitung anvertrauten Verbandes mit der Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde in Einklang zu bringen. In Ihrem Berufe schätzten Sie Ihre Standesgenossen ob Ihrer strengen Rechtlichkeit und Gewissenhaftigkeit, Ihrer steten Hilfsbereitschaft für Ihre Freunde, Ihrer besonderen Konzilianz in gesellschaftlichem und geschäftlichem Leben. An diesem Ihrem Feiertage dürfen Sie, gehoben vom beseligenden Bewußtsein steter Pflichterfüllung, mit Genugtuung zurückblicken auf so reiche und beglückende Erfolge als Preis ehrlicher Arbeit und Rechtschaffenheit. Möge es Ihnen, sehr verehrter Herr Börserat, vergönnt sein, im vollen Besitze Ihrer geistigen und körperlichen Kräfte noch ungezählte Jahre jene Aufgaben im vollen Maße zu führen, die Sie sich selbst gestellt haben, zur Freude Ihrer Freunde, zur Ehre des Judentums, zum Wohle der Allsemeinheit Die ebenfalls künstlerisch ausgeführte Adresse der „Union" hat folgenden Wortlaut: Sehr verehrter Herr Börserat! Zu Ihrem siebzigsten Geburtstage gestattet sich die „Union deutschösterreichischer Juden" Ihnen, verehrter Herr Börserat, unsere herzlichsten Glückwünsche zu entbieten. Ihre jahrzehntelange Tätigkeit im Interesse unserer Sache hat Si«, verehrter Herr Börserat, uns allen so schätzenswert gemacht, daß es uns ein Herzensbedürfnis ist, Ihnen an Ihrem heutigen Jubeltage zu sagen, wie viel Sie für uns und unsere Idee bedeuten. Wir ehren in Ihnen den Mann, der stets in der vordersten Front derjenigen stand, die die Fahne der „Union" hochhielten und so unserer Vereinigung wiederholt zum Siege verhalfen. Wir schätzen in Ihnen den eifrigen Arbeiter in allen Belangen des Wiener jüdischen Lebens, vor allem bei Ihrer ersprießlichen Wirksamkeit in der Organisation den Tempelvereine und auf sozialem Gebiete, dessen unermüdliche Tätigkeit auch unserer Vereinigung, deren treues Mitglied Sie seit so langer Zeit sind, zu großer. Ehre gereicht Durch diese Ihre hingebungsvolle Tätigkeit haben Sie sich, verehrter Herr Börserat eine sehr große Schar von Freunden und Verehrern gewonnen, und es gereicht deshalb uns zu besonderem Stolae, gerade Sie in der Leitung unserer Vereinigung wirken zu sehen. Es ist allbekannt, welche Verdienste Sie sich um die „Union" und ihre Entwicklung erworben und wir 'benützen den schönen Anlaß Ihres Jubeltages Sie zu bitten, auch weiterhin treu zu unserer Vereinigung zu stehen. Wir wünschen Ihnen, verehrter Herr Börserat, herzlichst daß Ihnen noch durch viele, viele Jahre ein rastloses Schaffen und Wirken in voller Rüstigkeit «nd Gesundheit zum Wohle unserer Kultusgemeinde und zur Freude Ihren Anhänger, zu denen sich unsere gesamte Vereinigung gerne bekennt, beschieden sein möge. Der Wortlaut der Adresse der „Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge" lautet: Hochgeehrter Herr Bönserat! Das Kuratorium der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge nimmt freudigst Anlaß, Ihnen die herzlichsten Glückwünsche zu Ihrem siebzigsten Geburtstage zu übermitteln. Ihr hingebungsvolles Wirken auf mannigfachen Gebieten der jüdischen Wohlfahrtspflege rühmt sich wohl selbst durch die segensreichen Früchte, die es geze'iitigt hat. Wir aber fühlen uns am heutigen Tage besonders verpflichtet. Ihnen innigsten Dank zu sagen für die treue Mitarbeit, die Sie uns durch eine lange Reihe von Jahren im Kuratorium der Zentralstelle leisten und für den hervorragenden Anteil, den Sie an dem Aufbau unserer Wohlfahrtsinstitution genommen haben. Möge es Ihnen noch lange Zeit gegönnt sein, sich Ihrer vielseitigen gemeinnützigen Tätigkeit zu erfreuen und möge Ihnen hierfür der Lohn des Allmächtigen in reichstem Maße zuteil werden. Ausschneiden und aufheben! KultuswaniHrvGrsammlun^en der jar *H Dienstag« den 13. November 1928, V28 Uhr abends, Cafe* Atlashof, I., Aspernplatz Referenten: Reg.-Rat Dr. H. Oppenheim Hof rat Ing. Josef Löwy Dr. Oskar Hein Dienstag, den 13. November 1928 8 Uhr abends, Handelsmuseum, IX., Berggasse 16 Referenten: Börserat Ignatz Glttck Dr. Josef Tlcho Komm.-Rat Alexius Salzer _Guth Mittwoch, den 14. November 1928 V28 Uhr abends, Restaurant Guth, II., Hollandstraße 14 Referenten: Med.-Rat Dr. Heinrich Haase Dr. Josef Tlcho Mittwoch, den 14. November 1928 V28 Uhr abends, Restaurant Lembacher, 111., Hauptstraße 97 Referenten: Präs. Dr. Jakob Ornsteln Dr. Ernst Feldsberg Hof rat Dr. Emil Riesenfeld Mittwoch, den 14. November 1928 8 Uhr abends, Restaurant Novak, XX., Allerheiligenplatz 17 Referenten: David Dohan Geza Klinger Josef Kohn JAC. MAYER Kleider- und Gummimäntel-Industrie Export nach allen Ländern Wien II.« Glockengasse 24 Telephon R 48-4-79 Auch Detail verkauf zu Fabrikspreisen! Herrenanzug nach Maß auf Seide S 200.— Herrenraglan ft „ „ 150.— Herrenhose „ * * „ * 48.— feinst ausgeführt Zeitgemäße 2ahlungsbedingiingen! Kein Kaufzwang! freie Besichtigung!

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