Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 40 (5.10.1928)
- Date
- 1928-10-05
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3062972-3064248-3064286--16620-3089380- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Banat 1× ep/1272623
OCR text
Seite 12 DIE WAHRHEIT \ '« i V Ii 1 ' i S. Grüners Restaurant II., Zirkussasse 30 Telephon R 43-1-60 Vorzügl. Wiener, ungarische und orientalische (rumänische) Küche. Mittag und Abend Menü nach Wahl« Erstklassige Getränke. fiKliilH i brist Cr III lllllllPllir WIEN lay Wl HWIHIIIV Seilensteltengasse2 Tel. U 28-1-28 XI.,Zentralfriedhof, neben dem l. Tor, Tel. U18-0-85 Sind die Juden eine fruchtbare Rasse? In dem „British M e d i c a 1 J o u r n a 1". dem Organ der britischen medizinischen Gesellschaft, wendet sich Dr. M. Sourasky gegen die Behauptung, daß die Juden eine besonders fruchtbare Rasse darstellen. Er stützt sich hierbei auf die Statistiken, die im Verlauf der von der J e w i s Ii Health Organisation von Großbritannien geführten Untersuchung gesammelt worden sind. Es ist wahr, führt Dr. Sourasky u. a. aus, daß die Juden laut der Bibel, dem göttlichen Befehl gehorchend, eine überaus fruchtbare Rasse gewesen sind. Aber biblische Befehle und Statistiken sind keine Kriterien für die heutigen Verhältnisse. Die Fruchtbarkeit der Juden war vielleicht noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts groß, aber in neuerer Zeit haben sich die Verhältnisse enorm geändert. Die politische Emanzipation der Juden in Westeuropa hatte ein Nachlassen der religiösen Inbrunst und eine Nichtbeachtung der biblischen Vorschrift zur Folge. Die Geburtenquote bei den Juden ist schnell gesunken und vielfach sogar unter der nichtjüdischen Umgebung. Doktor Sourasky veröffentlicht eine Tafel von Geburtsstatistiken Berlins, Wiens, Londons und anderer Orte, die eine rapide Abnahme der Geburtenzahl bei den Juden nachweist. Die Zahlen, schließt Dr. Sourasky seinen Artikel, zeigen, daß die sinkende Geburtenquote für das Judentum ein noch akuteres Problem darstellt als für die anderen Gemeinschaften. Die hohe Fruchtbarkeit der Juden gehört der Vergangenheit an. Ein Zwischenfall am Versöhnungstag in Jerusalem. Die „Neue Freie Presse" bringt in ihrer Morgenausgabe vom 27. September folgendes Telegramm: Am jüdischen Versöhnungstag spielte sich an der Klagemauer ein unerhörter Vorfall ab. Als Hunderte von Gläubigen in ihre Gebete vertieft waren, erschien plötzlich die britisch - arabische Polizei und verlangte die Entfernung der Schranken, die nach jüdischen Vorschriften Männer und Frauen beim Gottesdienste trennen. Als die Betenden sich weigerten, dem Verlangen nachzukommen, gebraucht die Polizei Gewalt und schlug auf die Menge ein. Die Betenden begaben sich in eine naheliegende Synagoge und wählten eine Abordnung, die sich zum Gouverneur begab, um dort B eschwerde zu führen. Da der Gouverneur keine befriedigende Auskunft gab, wandte man sich an den Höchstkommandierenden, der erklärte, nichts von der Sache gewußt zu haben. Bei allen Juden im Lande herrscht größte Erregung und der jüdische Nationalrat wurde zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenberufen. Wie sich herausstellte, war der Eingriff der Polizei auf Wunsch des Präsidenten des höchsten mohammedanischen Rates geschehen, des Führers der arabischen Extremisten Anim Hussein, der früher einmal Gouverneur von Jerusalem war. Die betrügerischen Juden. Gegenwärtig ist die Aufmerksamkeit ganz Rumäniens auf die Petroleum-Schwindeleien von Dämbovita gerichtet, in die hohe Persönlichkeiten verwickelt sind und zwei Deputierte auch schon verhaftet wurden. Die ganze Gesellschaft ist durchaus judenrein, so daß einer gewissen Presse das tägliche Brot genommen ist. Aber nicht genug daran, ist im Laufe der Untersuchung aufgekommen, daß ein Jude, der zum Mittun eingeladen war, unter Hinweis auf den betrügerischen Charakter der Transaktion seine Mitarbeit abgelehnt hat. Die Gesellschaft, die sich Petroleumfelder in betrügerischer Weise angeeignet hatte, wollte nämlich das Betrugsobjekt an ein englisches Konsortium verkaufen und sie wandte sich zu diesem Zwecke an einen bekannten Vermittler, einen Juden namens Margulies. Dieser wollte jedoch nicht einmal in Unterhandlungen eintreten, weil er vom betrügerischen Charakter der Oelfelder Kenntnis erlangt hatte. — Ein bitterer Tropfen für die Hakenkreuzler. Gewissenlose Hetze. Eine Flugschrift, die von den Cuzisten zur Verteilung gelangt, enthält statistische Daten über die Zahl der Juden in den europäischen Ländern im Vergleich zur Anzahl der Wirtsvölker. Dabei wird nicht mehr und nicht weniger behauptet, als daß in Rumänien auf 7 Einwohner ein Jude entfällt. Jedes Kind weiß, daß auf 17 Millionen Einwohner in Rumänien 800.000 Juden fallen, aber den Cuzisten paßt es so besser in den Kram. Wie ein Ritualmord-Märchen entsteht. In P e t r o v o s e 1 o, einer Gemeinde im jugoslawischen Banat, spielten sich in den letzten Tagen an das dunkelste Mittelalter erinnernde Vorgänge ab. In dem bei Zenta liegenden Dorf erbauen die Juden zur Zeit einen Tempel. In der Bevölkerung kreisen nun die wildesten Gerüchte, wonach bei dem Bau eines jüdischen Tempels stets das Blut eines christlichen Kindes verwendet werden müsse. Vor einigen Tagen verschwand nun aus Petrovoselo ein junges Christenmädchen namens Margarete Takacs, welches bei einem jüdischen Kaufmann namens Pollak bedienstet war. Die Bevölkerung geriet in größte Aufregung, da sich das Gerücht verbreitete, das Mädchen sei von den Juden getötet und ihr v\*äw«wew^ws^W:^ - 'VAV'r\^v^v5/rtvrv!/v^ ftWMfil&lmKX^^ ^V->r^^*:/väfV*'v^ HuHus Wähler! Sichert Euch Euer Wahlrecht! Die Reklamationsfrist beginnt am 8. Ohlohcr. Die Wählerlisten liegen folgenden Stellen auf: zur Einsichtnahme an Für die Wahlberechtigten des I. Bezirkes: I., Seitenstettengasse 4; II. Bezirkes: IL, Tempelgasse 3; III. und XI. Bezirkes: III., Untere Viaduktgasse 13; IV., V. und X. Bezirkes: V., Siebenbrunnengasse 1; VI. und VII. Bezirkes: VI., Schmalzhofgasse 3; VIII. und IX. Bezirkes: IX., Müllnergasse 21; XII. bis XV. Bezirkes: XV., Turnergasse Nr. 22; XVI. und XVII. Bezirkes: XVII., Hubergasse 8; XVIII. und XIX. Bezirkes: XVIII., Schopenhauerstraße 29; XX. Bezirkes: XX., Kluckygasse 11; XXI. Bezirkes: XXL, Holzmeistergasse 12. Reklamationen besorgt auf Wunsch das Sekre tariat der „Union" (IX. Berggasse 4, Tel. A 19-2-77) gegen Beibringung der erforderlichen Dokumente. v^W-ifWv W W=vW" w. w \s ~\s ,\s.;\s.:\s:\*.:\S\\S:' Wi;\/SV:.V -\s>f\S-:\S-.t\SW W;\^';^>\^*^^ H/v;/v:/v/v/v/v/v />v /y-/y-/v,fv /v-/v.,?/V:>fV^Vt/V^v-/Vvv->fv /v *wffe)<flX^