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Die Wahrheit · 1928-08-31 · Heft 35 (31.8.1928) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 35 (31.8.1928)
Date
1928-08-31
Page
– (sequence 12)
Language
German
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gelte 12 BfflffifflBHBM^ DIE WAHRHEIT JVihrfaiR a Friediander i Deutsöi nl nllilUillU Hl UllUlblll V Sellenstetllngasse2 Tel. U 28-1-28 XI., Zentralfriedhof, neben dem 1. Tor, Tel. U18-0-85 maurerei und jede andere liberale, sozialistische oder kommunistische Propaganda entschlossen bekämpfen, noch geschützt werden kann. Sie hat bereits in weniger als einem Jahrhundert... zu ihrer Hegemonie in vielen Teilen des öffentlichen Lebens, besonders in der Wirtschaft und Industrie geführt, ganz zu schweigen von der Hochfinanz, wo ihnen geradezu eine diktatoriale Uebermacht eingeräumt wurde ...Diese Tatsache hat... ihren Grund in der geheimen jüdischen Einmischung, welche solchermaßen zu einer ihnen nicht zukommenden Macht geführt hat, die in gar keinem Verhältnis mehr steht zu ihrer Zahl und überdies der Vernunft und dem allgemeinen Wohl widerspricht. Die Schuldigen rühren sich. Anläßlich der (hoffentlich) letzten Friedhofsschändung hatte die Ortsgruppe Kaiserslautern der Nationalsozialistischen Partei sich gegen die Annahme verwahrt, die Täter könnten aus ihren Reihen stammen. Dazu bemerkt die „Pfälzische Freie Presse": Jeder anderen politischen Partei oder sonstigen Korporation könnte man es nachfühlen, wenn sie sich auch gegen die leiseste Vermutung, als ob die Täter in ihren Reihen zu suchen seien, zu Wehr setzt. Aber warum fällt denn der Verdacht auf diese Gruppe? Weil Mitglieder ihrer Partei wiederholt derartiger Taten überführt wurden und diese nur das Opfer jener gemeinen, erbärmlichen Judenhetze sind, wie sie diese Partei in Wort und Schrift unablässig betreibt . . . Ein Jude Verfasser des Kellog-Paktes? Im Zusammenhang mit der feierlichen Pariser Unterzeichnung des Anti-Kriegspaktes wird bekannt, daß dieser von einem Advokaten S. 0. L e v e ns o h n aus Chikago verfaßt worden ist. Levensohn soll den Vorschlag kurz nach Kriegsschluß ausgearbeitet und ihn den maßgebenden Stellen in Washington zur Begutachtung vorgelegt haben. Senator Bor ah und andere einflußreiche Politiker haben den Vorschlag studiert und ihn dem Präsidenten der Union übergeben.— Wir haben diese Meldung ausländischen Blättern entnommen und geben sie mit Vorbehalt wieder. D. Red. VcnWochazu tDockc Dr. M. Spanier zu seinem 75. Geburtstage. Vor kurzem konnte Dr. M. Spanier, Magdeburg, in ungetrübter Frische ides Geistes und des Körpers seinen 75. Geburtstag begehen. Ein Grund für uns, den weitgedehnten Kreis seiner Freunde und Verehrer, sich seiner in Dankbarkeit zu erinnern und seiner mannigfachen Dienste und Verdienste um unsere Gemeinschaft zu gedenken. Es wird kaum einen — aufmerksamen — Leser dieser Zeitung geben, dem nicht der Name Dr. M. Spanier geläufig wäre. Weit über den Kreis seiner beruflichen Wirksamkeit — er war in Magdeburg 35 Jahre lang als hauptamtlich angestellter Religionslehrer tätig» übrigens als der erste seines Zeichens in dieser Eigenschaft in der genannten Synatgogengemeinde, — hat Dr. Spanier eine reiche und reichgesegnete schriftstellerische und rednerische Propaganda entfaltet. Besondere Leistungen hat der Jubilar auf dem jüdisch-pädagogischen Gebiete vollbracht, und zwar schon zu einer Zeit, wo das hernach vielfach bestellte Geistes- und Arbeitsfeld noch ziemlich brach lag. So hat er bereits im Jahne 1890 ein „Quellenbuch für den Unterricht in jüdischer Geschichte und Literatur" veröffentlicht, das wohl in mancher Hinsicht eine Vorstufe für das neuere, in mehreren Bänden bereits vorliegende Höxtersche Quellenv/erk darstellt, ein knappes Jahrzehnt darauf „Moses Mendelssohn als Pädagoge" sowie kurz nachher „Die jüdische Ethik und Herbarts fünf ethische Idleen". Gemeinsam mit dem — leider bereits heimgegangenen — E. Flanter hat Spanier den „Wegweiser für den jüdischen Religionsunterricht1' herausgegeben, der gute Lehrproben und Aufsäze gebracht hat. Es ist zu bedauern, daß diese Zeitschrift, von der nur vier Hefte erschienen siriidl, eingegangen ist. Wie in Schrift, so hat Dr. Spanier auch wiederholt in bedeutsamen Vorträgen sein Können auf jüdisch-pädagogischem Gebiete, um nicht zu sagen: seine Meisterschaft, erwiesen. Zu mehreren Malen hat er auf den großen Tagungen der jüdischen Lehrervereine dien Verbandsvortrag gehalten, zum Beispiel über die Frage: „Welche Anforderungen müssen an die jüdischen Lehrer und Lehrerbildungs- Gute f iMiscme M. Familie nimmt 2 Söhne oderTocfiater in relflll. Pension. Familienanschl., Teleph., Bad, Klavier. Preis entgegenkommend. Wien IX., Türkenstraße 8, Freistadt. FLEISCHH AUEREIL SiEGMUND KORNMEHL WIEN IX., BERGGASSE NR. 19 FILIALE! XVIII., WAHRINGERSTRASSE NR. 97 Telephon Nr. 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