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Die Wahrheit · 1928-07-22 · Heft 29 (22.7.1928) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 29 (22.7.1928)
Date
1928-07-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
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äsite 12 liitti*""^ iujJBiJi]JHiiuiiiiyiiiuii;i: DIE WAHRHEIT sässig gewesenen Juden. Ud>erdies fordern wir wirksame Maßnahmen gegen jeden weiteren Zuzug jüdischer Einwanderer. Wir erklären jedoch hiermit ausdrücklich, daß wir auch nach eventueller Einführung des Numerus clausus den unentwegten Kampf um die restlose und unwiderrufliche Ausscheidung des Judentums aus unserem Volkskörper mit allen gesetzlichen Mitteln bis zum erfolgreichen Ende durchzuführen fest entschlossen sind. Heine, der — Deutsche. Paris hat beschlossen, am Sterbehause Heinrich Heines eine Gedenktafel anbringen zu lassen, was erstens einmal als erfreuliches Zeichen im allgemeinen zu werten ist, dann aber im besonderen zu Vergleichen herausfordern müßte, bei denen gewisse deutsche Kreise, die Heine immer noch vom Rassestandpunkt aus anzusehen gewohnt sind, nicht eben sehr günstig abschneiden würden. Man erinnert sich an den Skandal, der sich an die Aufstellung von Heine-Büsten und -Denkmälern in deutschen Städten knüpfte. Erinnert sich noch allzu gut der zahllosen bübischen Besudlungen von Heine- Denkmälern. In einer der letzten Nummern der „Revue Allemande", dem Parallelorgan der „Deutsch-französischen Rundschau" schreibt nun Prof. Maurice Boucher, Mitherausgeber des französischen Organes: „. . . nicht als französierender internationaler Jude ist uns Heine lieb, sondern als Deutscher. In ihm sahen wir jene deutsche Romantik, wofür wir, allen Theoretikern zum Trotz, unter allen Völkern der Welt, abgesehen von deren Mutterland, am meisten geschwärmt haben, aber eine überwundene Romantik mit größerer Formsicherheit, geistverklärter Gestaltungskraft, einen lyrischen Erguß des Gefühls in bewußter Selbstbeherrschung. — Allen deutschkundigen Franzosen sind Heines Gedichte ein_unveräußerliches Gemeingut der Menschheit. Den anderen, welche den unübertragbaren Zauber der Sprache nicht mitfühlen können, ist bekannt, daß dieser deutsche Dichter sich stets um eine geistige Annäherung beider Völker bemüht hat." Haß übers Grab hinaas. Wenn auch die Juden sich nicht verantwortlich für Hardens Taten fühlen, so müssen wir doch als Menschen protestieren gegen eine Art der Leichenrede, wie sie Dr. G ö b b e 1 s in dem „A n g r i f f" hält. Er scheibt: Maximilian Harden ist durch eine Lungenentzündung hingerichtet worden. Damit geht eines der gemeinsten und niederträchtigsten Individuen, die Deutschland an den Rand des Abgrundes gebracht haben, aus dem Zeitlichen heraus. Maximilian Harden ist der Typ der jüdischen Literaturbestie. die bedingungslos und ohne Rücksicht das Gastrecht des Wirtsvolkes mißbraucht und ihrem ewigen Trieb zur Zerstörung frönt. Das deutsche Volk hat ihm und seinesgleichen ein Meer von Blut und Tränen zu verdanken. Sonst sagt man: „de mortuis nil nisi bene!" Das hat bei unseren Vernichtern keine Geltung. Wir bedauern am Tode dieses Mannes nur, daß er uns die Möglichkeit genommen hat. auf unsere Art mit Isidor Witkowsky abzurechnen. Dr. G. Ein derartiger haßverzerrter Nekrolog, der auch noch versteckte Drohungen gegen den Toten enthält, muß jedem anständigen Menschen das Blut ins Gesicht treiben. Dafür gibt es nur ein „Pfui Teufel!" Tiunft und Literatur Oberkantor Josef Rosenblatt. Wie wir bereits berichtet haben, wird der gefeierte Künstler Oberkantor Josef Rosenblatt aus New York Freitag, den 27. Juli, um 7 Uhr abends, und Samstag, den 28. Juli, um 3^9 Uhr vormittags in der Synagoge „Beth Israe 1", II.. Leopoldsgasse 29, mit dem Chor vorbeten. Der Andrang nach Piiatzanwcisungesi ist, wie vorauszusehen, sehr groß. „Jossele" versprach, bei dieser Gelegenheit aus seinem unvergleichlich reichhaltigen Repertoire ausgewählte alte und neue Kompositionen zu bringen. J'huda El-Zet: „In the Tents of Jacob". (Montreal 1927, Rabbi Zlotnik, 226 Sherbrooke St. W. Montreal, Canada.) Der Verfasser hat bereits vor einem Jahrzehnt in seinem „Wunderschatz der jüdischen Sprache" für die jüdische Folklore eine wertvolle Arbeit geleistet, indem er darin aus den Meisterwerken der jüdischen Literatur zusammenstellte, was sich auf das Beste, auf Essen und Speisekarte. Handwerke sowie die Teile des menschlichen Körpers bezieht. Der vorliegende Auszug aus einem jiddischen Briefsteller, der 1825 in Wilna erschienen ist, erschließt in diesen Originalbriefen eine neue Quelle für die Kenntnis des inneren Lebens der Juden Osteuropas vor 100 Jahren. Unübertrefflich ist die historische Treue, die uns hier Einblick gewährt in das Leben des jüdischen Kaufmannes, in die Erziehung der Töchter, die berufliche Tätigkeit der Frau, in die Praxis der Heiratsvermittler. Köstlich ist unter diesen Proben z. B. der Heiratsantrag, den ein Hamburger Kaufmann für seinen siebzehnjährigen Sohn, der jahrelang die Jeschiwa in Prag, dann die jüdische Freischule in Berlin besucht, Sprachen und vieles andere gelernt hat, an einen polnischen Juden richtet. Zum Unglück aber tragen beide und überdies noch ihre Frauen dieselben Vornahmen, auch unterscheiden sich, wie es in der ablehnenden Antwort heißt, die Trachten von Ost und West zu scharf, so daß aus der Partie nichts werden kann. Der Wert dieser Perlen wird noch durch die Fassung, die gelehrten Anmerkungen des Herausgebers erhblich erhöht. Dr. E. F. W. Eberhard: „Feminismus und Kulturuntergang" (W. Braumüller-Verlag, Wien). Die Tendenz dieses Buches wird dem Leser in einem einzigen Satze des Vorwortes seitens des Verfassers verraten: „Ein Schimmer des Erkennens beginnt jedenfalls schwach zu leuchten und was für den Einsichtigen von Anfang an Gewißheit (!) war, wird auch dem harmlosesten Gemüte durch trübe Erfahrung endlich begreiflich werden: Die Emanzipation der Frauenwelt ist ein Merkmal des Volksverfalles, dessen Fortschreiten sie beschleunigt und sie dient dem Ende jeder wahren Freiheit . . ." In der Folge bemüht sich der Autor seiner kühnen, glücklicherweise nur von wenigen geteilten, Meinung eine Grundlage zu verleihen. Und es liegt an der Sache und nicht an ihm, daß es ihm trotz gewaltigstem Ouellenmaterials und fanatischen Eifers, nicht gelingen will. Wenn man aber in Betracht zieht, wie unendlich schwer es ist, auf eine, einmal gefaßte Anschauung (die dem unparteiischen Leser im vorhinein in ihrer allgemeinen Form unmöglich erscheint) immer wieder zurückzukommen und sie zu stützen, muß man dieses Buch insoferne als gelungen betrachten, als es gelingt. FLEISCHH AUEREIk WIEN IX» BERQOASSE NR. 19 FlUALEi XVHI.f WÄHRINOERSTRASSE NR. 97 Telephon Nr. A 17-349 and A 164-34 Lteterant für HaHanstalten Abteilung für Koscherfleisch IX., Iipiibssi IS ind XVIII., likFlBiiPStPBBB 97 unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Isr. Kultusgemeinde Wi«n. Sämtliche Fleischsorten von ausschließlich Prima- Qualität zu den billigsten Marktpreisen Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack 50 kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons * JULIUS HABER Kohlen- und) KoksgroBhandlung Für Tempel- und Wohlfahrtsvereine Amnahmsprelie Nordbahnrutschen 3. Kohlenhoi Nr. 372-376 Wien IL, Taborstraße 9 Fernsprecher Nr. R 41-0-22

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