Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 26 (29.6.1928)
- Date
- 1928-06-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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t ^»tijHnqpfmi*ifM--***mtiM~mmnmr'it ■■^>^mtunrwm*v--ti*ir~'**-m-**< §elte £ WWW DIE WAHRHEIT /Itntliche Verlautbarungen (J^lsrae^tisä^Kidtu^mmmWim An die Koscherfleisch konsumierenden Gemeindemitglieder! Es ist zur Kenntnis -dies Vorstandes der Israel. Kultusgemeinde gelangt, daß in letzter Zeit von unverantwortlicher Seite der Versuch unternommen wird, unter den Gemeindexnitgliedern Mißtrauen gegen die Kaschrutheinrichtungen der Kultusgemeinde zu verbreiten, ohne daß auf irgend welche bewiesene oder beweisbare Tatsachen hingewiesen wird. Der Vorstand der Israel Kultusgemeinde Wien ist wohl bemüht, Anregungen, welche die Schaffung oder Verbesserung von Gemeindeeinrichtungen zum Gegenstände haben und ihm aus dem Kreise der Gemeindemitglieder zukommen, mit alier Sorgfalt zu prüfen und zu berücksichtigen. Mit aller Entschiedenheit muß jedoch der Versuch zurückgewiesen werden, die Verläßlichkeit ritueller Einrichtungen, für welche nach dem geltenden Statute der Israel. Kultusgemeinde Wien das Rabbinatskollegium in seiner Gesamtheit die Verantwortung trägt, als zweifelhaft hinzustellen. Ueber Antrag der „Kommission für Kultus und rituelle Angelegenheiten" hat das Plenum des Kultusvorstahdes in seiner Sitzung vom 18. Juni 1. J. die Einsetzung einer Spezialkommission beschlossen, welcher nebst den Mitgliedern des Rabbinates und des Kultusvorstandes auch als externe Mitglieder Vertreter der verschiedenen religiösen Richtungen angehören werden. Dieser Kommission wird es obliegen, .etwaige Vorschläge von Maßnahmen zu erstatten, bzw. zu prüfen, welche geeignet wären. Verbesserungen bezüglich der Organisation und Ueberwachung des Kaschruthwesens herbeizuführen. Bei diesem Anlasse wird bekanntgegeben, daß nur die nachstehend verzeichneten Koscherfleischbänke unter dar Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Israel. Kultusgemeinde Wien stehen und nur bezüglich dieser Verschleißstellen die Verantwortung in ritueller Hinsicht vom e'hrw. Rabbinate getragen wird: Im I. Bezirk: Schwarzbrod Josef, Seitenstettengasse 3; im IL Bezirk: Fellner Julius, Haidgasse 7, Gerstl Ignatz, Malzgasse 5, Gerstler Leib, Schiffamtsgasse 14, Hirschler Josef, Wolfgang Schmälzigasse 4, Kronland Michael, Herminengasse 12, Kurzrock Osias, Gr. Sperlgasse 28, Lustig Nathan, Leopoldsgasse 49, Lubczer Kaiman, Rueppgasse 27, Premitke Benjamin, Im Werd 5, Rüber Markus, Schiffamtsgasse 19, Schönfeld Israel, Krumbaumgasse 1, Schönfeld Hirsch, Gr. Sperlgasse 31, Täuber Michael, Haidgasse 3, Walfisch Moses, Förstergasse 5, Wlach Viktor, Im Werd 3, und Winter Moritz, Heinestraße 9; im III. Bezirk: Lempert Israel, Custozzagasse 3; im IX. Bezirk: Kornmehl Sigmund; im X. Bezirk: Spuller Emil, Planetengasse 3; im XIV. Bezirk: Loheit Froiiri, Rauchfangkehrergasse 22; im XV. Bezirk: Margules Josef Leib, Oesterleingasse 4; im XVI. Bezirk: Melzer Simon, FriecÜmanngiasse 29, undPiontkewitz Wolf, Holerplatz 10; im XVIII. Bezirk: Kornmehl Sigmund, Währingerstraße 97; im XX. Bezirk: Eichner Heinrich, Rauscherstraße 3, Hirsch Eugen, Treustraße 1, Hönning Leopold, Jägerstraße 26, Lederer Josef, Jägerstraße 24 (Heinzelmanngasse 16), Lempert Moriz, Klosterneuburgerstraße 1, Petyan Wilhelm, Klosterneuburgerstr. 10, und Kurzrock Osias, Mortaraplatz 4; ferner befindet sich im XXI. Bezirke die Fleischbank des Böck Josef, Schloßthoferstraße 6, unter Aufsicht des Gemeinderabbiners Dr. M. Rosenmann. Die Geflügelschächtlokale der Israel. Kultusgemeinde Wien befinden sich in Wien IL, Karmeliterplatz, Im Werd Nr. 1. Vorbeter für die hohen Feiertage. Für die vom Vorstande der Israel. Kultusge- .meinde anläßlich der hohen Feiertage inn Jahre 1928 zu veranstaltenden temporären Gottesdienste werden Vorbeter, welche in der Lage sind, mit Chor zu fungieren, aufgenommen. Nähere Auskünfte im Kultus- und Schulamte der Israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, von 8—12 Uhr vormittags. Stellenausschreibung. Bei der Israel. Kultusgemeinde Wien gelangen Bassistenstellen in den T em p el c hö r en zur Besetzung. In Betracht kommen nur des Blattlesens kundige, musikalisch und hebräisch entsprechend vorgebildete Bewerber mit sehr schönen. Stimmitteln. Nähere Auskünfte im Kultus- und Schulamte der Israel. Kultusgemeinde, Wien I., Seitenstettengasse 4/ von 8—12 Uhr vormittags. Ferialkurse aus den Religionsfächern. Ueber Verfügung des Vorstandes der Israel. Kultusgemeinde Wien werden während der Ferialmonate in den Schullokalitäten XX., Othmargasse 46, I. Stock, Kurse für Volks-, Bürger (Haupt)- und Mittelschüler(innen) aus folgenden Gegenständen abgehalten werden: 1. Nachhilfe aus Hebräisch- Lesen, 2. Uebersetzungen von Gebetstücken, 3. Einübung liturgischer Gesänge, 4. Vorbereitung für die Barmizwah, 5. Hebräische Lektüre für Vorgeschrittene. Diese Kurse beginnen am Mittwoch, den 4, Juli d. J. Die Einschreibungen finden Mittwoch, den 4. Juli, Donnerstag, <d!en 5. Juli, und Freitag, den 6. Juli 1928, jedesmal von 10 bis 12 Uhr vormittags, im Schullokale XX., Othmargasse 46, I. Stock, statt. Die Unterrichtsstunden werden bei de? Einschreibung bekanntgegeben werden. Der Unterricht ist u n e n t g e 111 i c h. Im Rahmen des Unterrichtes sind Lehrausgänge mit den Schülern und Schülerinnen vorgesehen.