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Die Wahrheit · 1928-06-15 · Heft 24 (15.6.1928) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 24 (15.6.1928)
Date
1928-06-15
Page
– (sequence 13)
Language
German
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DSfe WAHRHEIT iiiiiiiuiiiinniniiinira^ Seite 13 Uta Woche zu IDocke Stipendien der Gemeinde Wien. Auch im Interesse der Wiener jüdischen Jugend liegt die folgende Stipendiumausschreibung der Stadt Wien, die deshalb hier zur Kenntnis gebracht wird: Im Studienjahre 1928/29 gelangen für Schüler der Wiener Obermittelschulen (Obergymnasien, Oberrealschulen und sonstigen Obermittelschulen, die dieselben Berechtigungen zum Besuche von Hochschulen gewähren), der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, der Wiener Staatsgewerbeschulen, des Wiener Technologischen Gewerbemuseums, der Wiener Handelsakademien mit Oeffentlichkeitsrecht, der Kunstgewerbeschule des österreichischen Museums für Kunst und Industrie, der Bundeslehranstalt für Textilindustrie und der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien ungefähr 180 von der Gemeinde Wien errichtete Stipendien von je S 300.— jährlich und für Hörer der Wiener Universität, der Wiener Technik, der Wiener Tierärztlichen Hochschule, der Hochschule für Welthandel, der Hochschule für Bodenkultur, der Fachhochschule für Musik und darstellende Kunst, der Akademie der bildenden Künste und der akademischen Spezialschule für Medailleurkunst in Wien 150 von der Gemeinde Wien errichtete Stipendien von je S 430.— jährlich nach den hierfür bestehenden allgemeinen Vorschriften und unter nachstehenden besonderen Voraussetzungen und Bedingungen zur Verleihung. Zum Genüsse dieser Stipendien sind nur unbemittelte, öffentliche Schüler und Schülerinnen und ordentliche Hörer und Hörerinnen der genannten Lehranstalten berufen. Privatisten an Mittelschulen und. außerordentliche Hörer an Hochschulen sind von der Beteilung mit einem Stipendium ausgeschlossen. Unter sonst gleichen Bedingungen haben nach Wien zuständige Bewerber den Vorzug. Die mit der Würdigkeitsbestätigung der Schulleitung und dem Nachweis der österreichischen Bundesbürgerschaft versehenen Gesuche sind bis 21. Juni d. J. unmittelbar beim Wiener Magistrate, Abteilung 8 (I.. Neues Rathaus), einzubringen. Dem Gesuche sind beizuschließen: a) Geburts- (Tauf-)schein, b) Heimatsschein, c) Studiennachweise der beiden letzten Semester, allenfalls auch Prüfungs- und Frequentationszeugnisse, Hörer der Technischen Hochschule haben überdies das vorgeschriebene Einheitenverzeichnis beizubringen, d) legales Mittellosigkeitszeugnis, aus welchem die Erwerbs-, Vermögens- und Familienverhältnisse des Einschreiters und seiner unterhaltspflichtigen Angehörigen, insbesondere auch der allfällige Genuß von Stipendien oder Freiplätzen des Bewerbers oder seiner Geschwister zu ersehen sind, e) ein Fragebogen, der vor Ueberreichung des Gesuches in der Magistratsabteilung 8 zu beheben und in allen Rubriken genau auszufüllen ist. Die mit einem Mittellosigkeitszeugnisse belegten Gesuche sind stempelfrei. Die Stipendien werden Mittelschülern für eine Zeit verliehen, die zur Vollendung ihrer Studien an der Mittelschule bei normalem Studienfortgange erforderlich ist, Hochschülern bis zum Schlüsse dieses Studienjahres, jedoch kann das Stipendium in der Regel bis zur Vollendung der Studien alljärlich wieder verliehen werden, falls nicht besondere Gründe dagegen sprechen. Richtigstellung. In dem Artikel: „Rabbiner Dr. Salomon Funk", von Rabbiner Dr. M. R o s e n m a n n, ist im zweiten Absätze eine Zeile entfallen. Der betreffende Satz hat zu Sneilfrad oreHhenbergi I Steiermark | ■ Station: Kurzeit: ■ ■ Feldbach-Bad Gleichenberg Mai—Oktober ■ J Heilanzeigen: Luftröhre, Bronchialand Lungenspitzenkatarrhe, ™ ■ Asthma, Emphysem, Herzmuskelerkrankangen, ■ 5 Nervenleiden usw. Jj | Kurmlttei: Natürliche Kohlensäurebäder, pneumatische Kam- | ■ mern, Quellsole- und Fiditennadel-Inhalationen, m ■ Kaltwasserkuren, Sonnenbäder, elektrische Licht- | m bäder. künstliche Höhensonne m ■ Berühmte Heilquellen Konstantin- und Emmaquelle ■ I Ausgezeichnetes Tafelwasser: Johannisbrunnen | | Gute Verpflegung! Mildes Klima! | ■ Auskünfte durch die Kurkommission ■ lauten: Es ist dies ungefähr, wie wenn jemand in eine Sammlung von Antiquitäten tritt, sie auf ihren Wert zu untersuchen, zu ordnen und zu beschreiben versucht. Die „Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs" beging die Jahrhundertfeier ihres Bestehens als staatlich anerkannte Landesorganisation. Das Gesetz vom Jahre 1828 machte dem früheren Schutzverhältnis ein Ende. Aus der jüdischen Journalistenwelt. Paul Schlesinger, der unter dem Namen S1 i n g in Deutschland populäre Schriftsteller und Dramatiker, der blendende Humorist und Gerichtssaal-Satiriker der „Vossischen Zeitung", ist nach kurzem Leiden an den Folgen einer Herzgewebszerstörung kurz nach Vollendung seines 50. Lebensjahres gestorben. Als mutiger Gerichtssaal-Berichterstatter, der vielfache Mißstände in der Rechtspflege, der Gerichtssaalpraxis und dem Strafvollzug aufgedeckt hat. hat er sich um die deutsche Justiz sehr verdient gemacht. Der preußische Justizminister Dr. Schmidt sprach der „Vossischen Zeitung" zum Tode Slings sein aufrichtiges Beileid aus. Auf besonders tragische Weise hat das Pariser Büro der Jüdischen Te1egraphenagentur seinen Leiter Dr. Jacques G o 1 d b e r g verloren. Dr. Goldberg, der aus Odessa stammte, hatte vor kurzem aus Mitleid den achtzehnjährigen Jakob Bürger aus Riga in seinem Büro angestellt, sah sich aber bald genötigt, dem jungen Manne seine Unzufriedenheit auszudrücken. Bürger legte seine Stelle freiwillig nieder, erschien jedoch nach einigen Tagen wieder im Büro und wünschte den Chef zu sprechen. Als ihn Dr. Goldberg eintreten ließ, streckte ihn Bürger durch mehrere Revolverschüsse nieder. Der Schwerverletzte, der im 40. Lebensjahr stand, starb nach kurzem Leiden. Der Täter stellte sich der Polizei. Fünfzigjähriges Amtsjubiläum. Das Mitglied des ungarischen Oberhauses, Dr. Immanuel Low. ist seit nunmehr 50 Jahren Oberrabbiner in Szegedin, der zweitgrößten Stadt Ungarns, wo er als Nachfolger seines Vaters tätig ist. In Szegedin hat sich ein großes Festkomitee gebildet, das die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier zu treffen hat. Auch von nichtjüdischer Seite ist man bemüht, Oberrabbiner Dr. Immanuel Low anläßlich des seltenen Amtsjubiläums gebührend zu ehren. Ein jüdisches Mitglied des ungarischen Oberhauses. Die große Budapester deutsche Tageszeitung „P e s t e r Lloyd" vollendete in diesen Tagen den 75. Jahrgang ihres Erscheinens und gleichzeitig feiert der Chefredakteur des Blattes, Ministerialrat Josef Veszi. sein fünfzigjähriges Journalistenjubiläum. Veszi, der erst im Herbst siebzig Jahre alt wird, hat bereits 50 Jahre im Dienst der Tagespressc hinter sich. Der Reichsverweser hat auf Vorschlag des Gesamtministeriums Josef Veszi zum Mitglied des Oberhauses für Lebensdauer ernannt. Josef Veszi spielt auch in . der jüdischen Gemeinde und in jüdischen Inst i t ut i o n e n eine hervorragende Rolle. Ausdehnung der Pariser jüdischen Gemeinde. In der jüngst abgehaltenen Generalversammlung des jüdischen Konsistoriums von Paris stellte der Vorsitzende, Baron Robert de Rothschild, fest, daß die jüdische Gemeinde von Paris sich in der letzten Zeit ungeheuer aus- Dequeme TciB»nMurot|en f ■ Verblüffend billig \ solid und fein ■ kaufen Sie im 5 Sanitätshaus ■ Fischer em \ Wien, II., Taborstrasse 24 a Toi. R 40-5-93 ■ Wohffahrtsanstalten hohe Rabatte! 5 Damen- und Herrenbedienung! ■

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