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Die Wahrheit · 1928-06-15 · Heft 24 (15.6.1928) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 24 (15.6.1928)
Date
1928-06-15
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Er gehörte als Abgeordneter des Verbandstages dem Preußischen Landesverband an, war Mitglied des Hauptverbandes des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und Vorsitzender des oberschlesischen Landesverbandes dieses Vereins. Seine soziale und politische Wirksamkeit fand Anerkennung und Würdigung auch in nichtjüdischen Kreisen. In den oberschlesischen Abstimmungskämpfen hat er sich unter Einsetzung seiner ganzen Persönlichkeit hervorragend betätigt. Die große Beteiligung der Behörden, der christlichen Geistlichkeit und der auswärtigen Amtskollegen sowie die Anerkennung der nichtjüdischen Presse legen Zeugnis für die Wertschätzung ab, deren sich der Verstorbene allenthalben erfreute. Seine Beisetzung erfolgte in Groß-Strehlitz. Oberschlesien. Henriette May. eine der hervorragendsten und eifrigsten Mitkämpferinnen in der deutschen Frauenbewegung, Hauptvorstandsmitglied des jüdischen Frauenbundes, ist im 66. Lebensjahre in Berlin gestorben. Ihr Tod hat eine große Lücke in den Reihen der deutschen Frauenbewegung gerissen. Eduard Bernstein, einer der populärsten Führer der deutschen Sozialdemokratie, hat anläßlich der deutschen Reichstagswahlen erklärt, daß er sich vom politischen Lebenzurückziehe. Todesfall Unter großer Beteiligung fand am 8. d. M. das Leichenbegängnis des Religionslehrers R. Oesterreicher statt. Unter den Anwesenden bemerkte man Amtsdirektor Regierungsrat Dr. Emil Adler in Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde, als Vertreter der Schiffschul Herrn Jacob Stern, für die Talmud Thora Rabbiner Dr. Joel P o 11 a k und Rabbiner N e u w i r t h, für die Jessod Hatorah die Herren Leder er und Kr it zier: für den Pazmanitentempel waren erschienen die Herren S. Leenmann, I. Neumann und Sekretär R. Müller, weiters sah man auch viele Eltern der Schüler des Verstorbenen. An der Bahre sprachen im Namen der Jessod Hatorah'und Schiffschul Oberrabbiner S. Fürst, im Namen der israelitischen Kultusgemeinde Religionsinspektor Professor Dr. H. R e d i s c h. Beide hoben den besonderen Lehreifer, die Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit des Verblichenen hervor. An der Bahre trauern die Frau des Verstorbenen, zwei Töchter und zwei Söhne. Silberne Hochzeit. Michael Stryks, Mitglied des Stadttempelchores und der Wiener Staatsoper, und seine Gattin Janka, geb. Braunfeld, feiern Samstag, den 16.. d. M.. das Fest der silbernen Hochzeit. W^WW^ftftWWrWrW „Jüöisdje Gartendauunterneßmüng Wien, 13- $ez.. ItiragQigasse 7lr. $5 Zel. Hr. 89S-90 üö er nimmt Zempelaussdjmücfiung, 'Balkon und Tleuan/agen, Umgestaltungen, Renovierungen, Tflege von Garten, *Eark~ und Sportanlagen, Gräöeraussdjmü&üng SaßßatQ und Feiertage Tlrßeitsrufje! Tirma nimmt Cetjrlinge auf! WW^rWWr^WW! jt Der Rabbiner von Brody, Abraham Steinheid, verstarb am 20. Mai. Er war einer der größten religiösen jüdischen Gelehrten Polens und eine Autorität in der rabbiriischen Welt. Die Bestattung fand unter ungeheurer Beteiligung der Bevölkerung von Brody und der Umgebung und im Beisein zahlreicher Rabbiner Galiziens statt. Der ..Ravaz" zur Nachahmung. Vor kurzem fand durch die Berliner Funkstunde über den Sender Witzleben die Uebertragung eines „Konzertabends aus der hebräischen Musikliteratur" statt. Nach einleitenden Worten des Herrn Leopold Kellermann sang der Solist des Abends, Magnus Davidsohn, vom Chor der Neuen Berliner Synagoge unter Leo Gollanins Leitung und von Artur Zepke an der Orgel begleitet, das „Adon olom" von S. Rossi; dann ein Gebet um Erntesegen am Pessachfeste „Tal", bearbeitet von L. Lewandowsky (Orgel: Richard Altmann). „Raws Nigen" für Violine und Harfe von Albert Kellermann, von Maurits van den Berg (Violine) und Hildegard Roscher (Harfe) zu Gehör gebracht „Ki k'schincho", gesungen von Magnus Davidsohn, schlössen sich an. Darauf trug die Sopranistin Frieda Wolf das bekannte „Ruth" und „Neomi". die Grundlage zu dem bei Trauungen oft gesungenen „Wo du hingehst . . .". vor, obl. Violine: M. van den Berg, Harfe: Artur Zepke. Magnus Davidsohn sang das „Kol nidrei", bearbeitet von G. Sulzer, und beendete den eindrucksvollen Abend mit „B'rosch Aaschonoh" von A. Kellermann. — Die Berliner Presse nennt die Veranstaltung eine Darbietung von hoher künstlerischer und wissenschaftlicher Bedeutung. Die bezauberndste Stimme dieser Zeit Josef Rosen blatt der weltberühmte Kantor, Konzerlsänger und Komponist aus New-York singt Mittwoch, den 27. Juni 1928, 8 Uhr abends im Großen Konzerthaussaal Reichhaltiges Programm religiöser, klassischer und volkstümlicher Gesänge Begleitet von dem berühmten Pianisten A. Ellstein aus New-York Wer die Kompositionen in den auf der ganzen Welt verbreiteten Grammophonplatten Josale RosenbJatts gehört hat, wird die Gelegenheit nicht verfehlen, den populären Künstler persönlich zu hören. Karten zu S 3.— bis S 15.— und Logen zu S 100.— bei der Konzerthauskassa Kehlendprfer, Gerngross und bei den Buchhandlungen Lewit, Schlesinger und Rath Ein einziges Konzert in Wien Residenz-Atelier für modern e ■*lBO£o£§M*<lffBlmi«3 Wien L, Fleischmarkt 1 — Tel. 79-2-80 Aufnahmen täglich 9—6 Uhr, Sonntag 10—5 Uhr

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