Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 23 (8.6.1928)
- Date
- 1928-06-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE W A H RHEIT iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiinimuuiuiiiüiiiiiiiniiiiBiiiii liüllUliiuiiiiiiüiiiiiiniiiiiiiiiiiiiir Seite 13 um dieser wenigen Kapitel willen das Buch, von seinem sensationellen Titel ganz abgesehen, verdient. Aufsehen zu erregen und in die weitesten Kreise Eingang zu finden. An manchen Stellen erhebt sich der mahnende Ton zur Fanfare, das belehrende Wort zum donnernden Prophetenruf. Es lebt in dieser Judenseele ein Funke vom Sinai, die zehrende und treibende Glut echten jüdischen Helden- und Führertums. Oft ist «s, als hörten wir ein Moses, einen Jesaia Himmel und Erde aufrufen zur ewigen Zeugenschaft ihres Herzensergusses, ihres flammenden Appells an ihr über alles geliebtes Volk. Dieses Buch wird bleiben. Es ist aus dem Herzen geboren. a; -f..rr- J. Ziegler: Die sittiiche Welt des Judentums. Zweiter Teil: Vom Abschluß des Kanons bis Saadja, Leipzig 1928, M. W. Kaufmann. — Ein vorzügliches Quellenwerk. Nicht nur ausgezeichnet durch Uebersichtlichkeit, die vielleicht durch ein ausführliches Sachregister am Schluß des Gesamtwerkes gekrönt werden dürfte, sondern ganz besonders durch die vortrefflichen Einleitungen zu den einzelnen Kapiteln. Ziegler zeigt sich auch hier als der religions-philosophisch gerichtete gründliche Denker. Er weiß zu systematisieren, er setzt all die unzähligen einzelnen Ansichten und Lehren zu einem Mosaikbild zusammen, umrahmt von dem Grundgedanken: Gott ist Harmonie, Ihn in uns einströmen zu lassen ist Religion, ist menschenwürdiges Leben, ein Gebot der sittlichen Selbsterhaltung. Der Laie wird staunen, schon in den talmudischen Schriften aktuelle Fragen, wie Schülerselbstmorde, Tierschutz, Prohibition u. a. m., behandelt zu finden. Ziegler ist zu diesem Buche zu beglückwünschen und zu der Hilfe, die er für die Herausgabe an den B'ne Brith der Tschechoslowakei gefunden hat. G. Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie, herausgegeben von R. Thurnwald, IV., I., Leipzig, 1928. C. L. Hirschfeld, M. 5, — Wenn man dieses Heft mit den ersten Jahrgängen der von dem Dioskurenpaar Lazarus und Steinthal begründeten Zeitschrift für Völkerpsychologie vergleicht, wird man des Wandels inne, der sich in der Wahl der Gegenstände und der wissenschaftlichen Methoden seither vollzogen hat. Schon durch den Titel fesselt der erste Beitrag: „Experimente zur Soziologie" von S o r o k i n. Wenn unsere Herzforschung bereits mit Mitteln arbeitet, die jede leise Bewegung dieses unseres Zentralorganes sichtbar, hörbar, merkbar machen, so wird hier jede Regung des Herzenstriebes, man möchte fast sagen, photographiert. um die Unterschiede und sozialen. Empfindungen nach allen Richtungen bei verschiedenen Menschen ins Kleinste genau zu registrieren. Für den Folkloristen aufschlußreich ist die Studie Gesemanns über ..Soziologische und psychologische Zusammenhänge in der Sagenwelt", zugleich ein tiefer Einblick in die Religion, bzw. Irreligiosität des Landvolkes. Einen wichtigen Beitrag zur hebräischen Psychologie bilden die „sprachpsychologischen Parallelen zu sprachlichen Iterativbewegungen" von Merzbach und Riese. Von allgemeinster Bedeutung ist K r isches Untersuchung der „sozialen Schichtung der Erwerbstätigen im Zeitalter der Dampfmaschine und der Elektrizität". Ausführliche Sa'mmelberichte und Buchbesprechungen bilden eine wertvolle Ergänzung dieser Originalbeiträge. G. *"] I I I I I I I I I I I I ncllhao «leime.»«*; Steiermark Station: Kurzeit: Feldbach-Bad Gleichenberg Mai—Oktober Hellanzelgon: Luftröhre, Bronchial- und Lungenspitzenkatarrhe, Asthma, Emphysem, Herzmuskelerkrankungen, Nervenleiden usw. Kurmlttei: Natürliche Kohlensäurebäder, pneumatische Kammern, Quellsole- und Fichtennadel-Inhalationen, Kaltwasserkuren, Sonnenbäder, elektrische Lichtbäder, künstliche Höhensonne Berühmte Heilquellen: Konstantin- und Emmaquelle Ausgezeichnetes Tafelwasser: Johannisbrunnen Gute Verpflegung! Mildes Klima! Auskünfte durch die Kurkommission i i i I I I I i I tJmWoAazulDoJu Der neue Görzer Rabbiner. Zum Rabbiner der Görzer Gemeinde wurde der bisherige Oberrabbiner Dr. Schreiber aus K o r f u einstimmig berufen. Dr. S c h r e i b e r ist ein Schüler des Florentiner Rabbi nerseminars. Der Manchester Hauptrabbiner gestorben. Im Alter von 81 Jahren verstarb der Rabbrner der Manchester Großen Synagoge Dr. Brendt Salomoii. 1846 in Kopenhagen geboren, studierte er unter Dr. Hildesheimer in Eisen- Stadt und in Berlin. Vor 45 Jahren kam er als Rabbiner nach Manchester. 1926 feierte er unter starker Anteilnahme der Judenschaft und der dänischen Kolonie seinen 80. Geburtstag. Trauung. Sonntag, den 3. Juni, fand im festlich geschmückten und beleuchteten Tempel ..Beth Israel", II., Leopoldsgasse 29, die Trauung des Fräulein Stella Wechsler, Tochter des Vorstandsmitgliedes des genannten Tempelvereines Herrn Friedrich Wechsler und seiner Gattin Rosa, geb. Böhm, mit Herrn Willy P e c z e n i k, Sohn des Herrn David Peczenik, statt. Eine große Zahl von Gästen füllte das schöne Gotteshaus bis auf das letzte Plätzchen und bemerkte man u. a.: in Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde und der „Union deutschösterreichischer Juden" Präsident Dr. J. O r n s t e i n, die Kultusvorsteher Hofrat Dr. W. H e r z k a, Edmund H o f m a n n und Salomon Meister, Amtsdirektor Regierungsrat Dr. Emil A d 1 e r, in Vertretung der Chewra Kadischa Börserat I. Glück und Vorsteher S. Ernst, Amtsleiter Wilhelm F r e i s t a d t. in Vertretung des Bethausvorstandes Gustav Planer, für den Verein „Wohlfahrt" die Vizepräsidenten Moritz Oesterreicher und S. W e i n c r, für die Bürgerlich-Demokratische Partei Kommerzialrat Siegmund Planer, eine Abordnung der Steueradministration für den 2. Bezirk, für den Verein der „Tempelfreunde" Kassier Wilhelm Herzka: der Vorstand des Tempelvereines „Beth Israel" erschien unter Führung des Obmannes Dr. Leo Landau vollzählig. Der Trauungsakt wurde von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner M. Mayersohn in feierlicher Weise vollzogen. Als Freund des Hauses hielt sodann Herr Rabbiner Dr. Max Grun Wald eine Ansprache an das Brautpaar, in welcher er auf die hohe Wertschätzung hinwies, die den Brauteltern, insbesondere Herrn Friedrich Wechsler von weiten Kreisen gezollt wird. Man schätzt bei ihm die innige Familien- und selbstlose Menschenliebe, seinen Wohltätigkeitssinn, Tugenden, die auch den schönsten Schmuck des Brautpaares bilden mögen. Von dem Vater des Bräutigams betonte er besonders sein jüdisch-religiöses Empfinden, das von den Großeltern auf die Eltern und von diesen auf die Kinder übertragen wurde. Die kantorale Funktion versah unter Assistenz eines erstklassigen Chores Herr Oberkantor E. F r ä n k e 1 in hervorragender Weise. Nach der Trauung fanden, sich die Mitglieder, Freunde und Verehrer der Familien Wechsler- Peczenik zu einer Gratulation im Cafe-Restaurant des Hotel G u t h ein. Silberne Hochzeit. Der verdienstvolle Obmann des Prater- Tempelbaukomitees Salo N a t o v i c und seine Gattin Gisella, geborene B e r g e r. feiern Samstag, den 9. Juni, das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Vi Verblüffend billig] solid und fein 5 kaufen Sie im 5 Sanitätshaus ■ Fischet */» 5 ■ Wien, II., Taborslrasso 04 a Tel. R 40-3-93 ■ Wohlfahrtsanstalten hohe Rabatte! g Damen- und Herrenbedienung! ■