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Die Wahrheit · 1928-06-08 · Heft 23 (8.6.1928) · page 5

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 23 (8.6.1928)
Date
1928-06-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Dife WAiiftüterr muttiiiiiHiuuuiimu«^ Seite S ttt Wjeinbjec&ec WARENHXUlTER für Niederlagen: X., Favoritenstraße 98 Telephon 50-0-39 X., Favoritenstraße 130 Telephon 57-4-19 V.,Schönbrunnerstraße 105 Telephon A 30-0-64 — _^ _,____._____________ _ __• XX., Wallensteinstraße 16 LINOLEUM TEPPICHE VORHANGE Telephon A 40-9-90 Zentralbüro: X., Raaberbahngasse 12 - Tel. 50-2-94 v*"%EgltfS53P58 An der Tatsache also, daß unter den Juden, wo immer sie leben, sich ein gewisser, oft überraschend großer Prozentsatz von Leuten findet, die mehr oder werliger stark an Typen aus ihrem „Wirtsvolk" angenähert sind, ist ein Zweifel nicht möglich; das tritt ganz besonders stark bei den spanischen und an den russischen Juden hervor, wird aber auch an den englischen und deutschen Juden immer und immer wieder beobachtet; auch die Ursachen dieser Erscheinung liegen glatt zutage. Zunächst treten die Juden schon als Mischvolk in die Geschichte ein; die armenoide Urbevölkerung, semitische Eroberer und blonde Langköpfe, die nur aus Nordeuropa stammen können, haben schon in der ältesten Zeit an ihrem Aufbau teilgehabt, so daß sie von vornherein mit einer sehr großen Variationsbreite, wie sie an homogenen Völkern niemals vorkommt, in die Erscheinung treten. Dazu kommt nun sowohl in der alten Heimat als erst recht in der Diaspora eine oft ganz instinktive und unbewußte "Anlehnung an den Typus des Wirtsvolkes, die sich unter Umständen nur derart vollzieht,- daß bei der Gättenwahl solche Personen bevorzugt werden, die sich innerhalb des eigenen Volkes dem Typus der Nachbarn nähern; daneben aber kommt es immer und immer wieder zu wirklicher Blutmischung mit den Nachbarn, so daß die prozentuale Zahl der dem Wirtsvolk in körperlichen und geistigen Beziehungen ähnlichen Juden ständig zunimmt. Rudolf Virchow, dem diese Tatsache selbstverständlich bekannt war, sagte einmal gesprächsweise zu Johannes Ranhe, das sei „die reine Mimikry", wobei er zunächst nur an die Fälle dachte, in denen von Juden bei uns blonde und blauäugige Partner bei der Gattenwahl bevorzugt werden, eine Erscheinung, die an sich verständlich und rein menschlich ist, genau wie wir umgekehrt längst wissen, daß in England brünette und in Frankreich blonde junge Damen mehr Chancen haben, sich gut zu verheiraten, und wie in England von den Haarkünstlern mehr dunkle und in Frankreich mehr helle Zöpfe und Perücken auf Lager gehalten und verkauft werden. Im übrigen braucht man nur in den kleinen Anzeigen unserer Tagesblätter durch einige Tage die Heiratsgesuche durchzusehen, um zu finden, wie geschätzt blonde und blauäugige Jüdinnen bei ihren Glaubensgenossen sind. Soviel zur angeblichen Rassenreinheit der Juden. Der Sozialismus der mosaischen Gesetzgebung. Von Dr. Sternberg (Emden). Wenn wir vom Sozialismus der mosaischen Gesetzgebung sprechen wollen, müssen wir uns zuerst darüber klar werden, was unter Sozialismus zu verstehen ist. Das Wort Sozialismus hat im Laufe der Zeiten mehrfach seinen Begriff gewechselt. Im Anfang und in der Mitte des vorigen Jahrhunderts bedeutete Sozialismus das Streben nach größerer wirtschaftlicher Gerechtigkeit unter Aufhebung der bisherigen Klassenunterschiede. (Owen, Fourier, St. Simon usw.) Dann traten die Sozialdemokraten (Marx) auf den Plan und verlangten Aufhebung des Privateigentums an den Produktionsmitteln und Produktion durch die Gesellschaft für die Gesellschaft, also Kommunismus (Kommunistisches Manifest). Da man die Sozialdemokraten kurzweg Sozialisten nannte, so wurde auch Sozialismus gleichbedeutend mit" Kommunismus. Späterhin traten weitere Parteien auf, die sich ebenfalls sozial nannten, christlich-sozial, national-sozial, deutsch-sozial, nationalsozialistisch usw. Selbstverständlich behaupteten diese Parteien, auch Sozialismus zu haben, obgleich sie mit Kommunismus nichts zu tun hätten. Für diese Parteien bedeutet Sozialismus also ein Zustand höherer wirtschaftlicher Gerechtigkeit. Nachdem die Sozialdemokratie an Stelle des Erfurter Programms das Görlitzer Programm gesetzt hat. und in diesem im wichtigsten Abschnitt: „Wirtschaftliche Forderungen" weder von der Ueberführung der Produktionsmittel in gesellschaftliches Eigentum noch von der Produktion durch die Gesellschaft für die Gesellschaft die Rede ist. hat auch die Sozialdemokratie einen dicken Trennungsstrich zwischen Sozialismus und Kommunismus gezogen. Wir werden also heute unter Sozialismus einen zu erstrebenden Zustand höherer wirtschaftlicher Gerechtigkeit verstehen, der darin gipfelt, daß wer zum Aufbau der Produktion nichts beigetragen hat, auch beim Abbau nichts wegtragen soll, und daß jeder in gleichem Maße, wie er zum Aufbau beigetragen hat. auch beim Abbau berechtigt ist. Sehen wir nun nach, in welchem Maße die mosaische Gesetzgebung dieser idealen Forderung gerecht geworden ist. Das volkswirtschaftliche Ziel unseres Gesetzgebers ist zusammengefaßt in den wenigen Worten V. 15. 4: „Es soll kein Armer unter euch sein." Welch ein gewaltiges Wort! Doch kaum hat der Gesetzgeber dieses stolze Wort gesprochen, da sagt er sieben Verse weiter: „Es werden allezeit Arme unter euch sein." Hat der Gesetzgeber vergessen, was er eben noch gesagt hat. Wie kann er jetzt „ja" sagen, wo er soeben noch „nein" gesagt hat? Der Widerspruch ist leicht zu erklären, wenn wir den Begriff „arm" etwas weiter fassen. „Es soll kein Armer unter euch sein" heißt dann: der Arme, der wirtschaftlich Schwache, soll kein wesentlicher Bestandteil des Volkes sein, es soll kein Massenproletariat vorhanden sein. „Es werden allezeit Arme unter euch sein" heißt dann: es werden allezeit wirtschaftlich Schwache vorhanden sein. Alle unsere sozialistischen Gesetze können wir also in zwei Gruppen einteilen, nämlich solche, die bezwecken: 1. Verhinderung des Massenproletariats. 2. Schutz und Hebung der wirtschaftlich Schwachen. So verlockend es auch wäre, die wundervollen Gesetze, die Schutz und Hebung der wirtschaftlich Schwachen bezwecken (ausgiebige Armensteuer, Ecken des Feldes, Feierjahr usw.), näher zu besprechen, so wollen wir. da es an dieser Stelle zu weit führen würde, hier nicht näher darauf eingehen. Es genüge zur Charakterisierung des Geistes, der in der mosaischen Gesetzgebung herrscht, darauf hinzuweisen, daß die hebräische Sprache kein Wort für Almosen hat, daß das Wort Zedoko ebensowohl Almosen wie Gerechtigkeit bedeutet. Es gibt etwas, das höher steht als Barmherzigkeit, höher steht als Nächstenliebe; das ist Gerechtigkeit! Wir wollen uns hier nur beschränken auf die Gesetze, welche zur Verhinderung des Massenproletariats dienen. An der Gütererzeugung sind drei Faktoren beteiligt: 1. Grund und Boden, 2. Kapital, 3. Arbeit. Sehen wir nach, wie der Gesetzgeber die einzelnen Faktoren behandelt. 1. Grund und Boden. Als Fundament unserer ganzen sozialen Gesetzgebung müssen wir die Bestimmung III. 25. 23 betrachten: „Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen ewiglich, denn das Land ist mein, und ihr seid nur Fremdlinge und Gäste vor mir." Der Grund und Boden konnte also nicht in unserem heutigen Sinne Eigentum eines einzelnen sein, sondern der Grund und Boden gehörte dem Ewigen, das heißt dem Staate. Wir Menschen sind nur Gäste auf dieser Welt, wir kommen und gehen, wir können, nein, wir sollen den Boden bearbeiten, aber der einzelne soll ihn nicht ewiglich besitzen, das heißt, der einzelne soll nicht das Recht, die Macht haben, die übrige Menschheit für ewige Zeiten von der Benutzung des Bodens auszusperren. Ein gewaltiger Unterschied zwischen dem israelitischen Recht und

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