Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1928-03-02 · Heft 9 (2.3.1928) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 9 (2.3.1928)
Date
1928-03-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3062972-3064248-3064257--16096-3088827
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

DIE WAHRHEU Seite 1 gebracht. Diese ist ihm erspart worden. Allerdings wäre dieses Telegramm vollauf geeignet gewesen, <den Zwischenruf des Abgeordneten zu widerlegen, 4för dem Grafen Klebeisberg erklärte: „Sie sind der Unfähigste Unterrichtsminister/' Dieser ungarische IVÜnister ist wirklich zu vielem fähig. * * * An die chinesische Höflichkeit erinnerte ein wenig däs Kompliment, das Paul Sandor dem Grafen Befrilen in seiner Rede gegen den Numerus clausus spendete. Paul Saudör ist mehr als einmal nicht nur mit mutigen Worten, sondern auch mit dem Einsatz seines Lebens für die Ehre des Judentums eingetreten, öraf Bethlen wird daher kaum entzückt gewesen sein, wenn ihn der Jude Sandor mit Doktor Ltreger verglich, der persönlich auch ein Mann mit reinen Händen war, aber allerlei Konzessionen den Leuten seiner Umgebung machte, die sich wahrlich weder durch Gewissen hoch durch puritanische Sit- 1en auszeichneten. Seltsam schmeichelnd klang auch die Anerkennung, wenn er dem Siebenbürger Grafen just den Antisemitenhäuptling Gömbös als den Vertreter ungarischer, d. h. aufrichtiger, ehrlicher Politik gegenüber stellte. Dem Herrn Gömbös hat man in der Tat bisher alles eher als Zweideutigkeit 'oder Hinterlist nachgesagt. Am schmerzlichsten aber mag es den Grafen Bethlen berührt haben, daß Paul Sandor dem ungarischen Ministerpräsidenten sogar — Ueberzeugungen nachrühmte. In diesem Falle ist der Plural weniger als der Singular. * * * Vielfach bemerkt wurde, daß Ivan Hejjas in dlsr Debatte über den Numerus clausus kein Wort Sprach und selbst bei der Abstimmung fehlte. Sollte der Mann, auf dessen Geheiß so viele unschuldige Menschen für immer verstummen mußten, sich nun zur Sühne selbst zum Schweigen verurteilt haben? Oder sollte der Numerus clausus selbst einem Ivan Hejjas zu grausam erscheinen? Ego. 9 Der Nobelpreis und die drohende Verjudung des Geistes. Aus einer Rede auf der letzten Hauptversammlung der „Gesellschaft zur Abwehr der jüdischen Vordringlichkeit, Anmaßung und Ueberhebung". Nach dem Stenogramm übertragen von unserem Geheimberichterstatter Spectator. „ ... die Jüdin natürlich auch bei der letzten Nobelpreisverteilung. Wer ist denn, meinen Sie, diese Grazia D;eledd-a, diese angeblich sardische Dichterin, die dem (Senilis Sardiniens in der italienischen Literatur zur Geltung verholten haben soll? Eine Jüdin reinsten Wassers! Sie rühmte sich, von jenen „edlen" sephardischen Juden abzustammen, die, aus der Iberischen Halbinsel gegen Ende des 15. Jahrhunderts hinausgeworfen, Sardinien und das übrige Italien überfluteten. Die erste Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhält, ist eine Semitin!*) Wie muß das den andern Schreibjudmnen aller Länder und besonders Deutschlands den Kamm schwellen machen! Bisher waren es wenigstens nur Juden, flfe hbs wagten, in die heiligen Hallen des Nobelpreises einzudringen. Nun aber schleichen sie sich auch schon die Jüdinnen herein. Hatten wir an den Trägern des Nobelpreises aus den Reihen des auserwählten Volkes zu wenig, müssen wir uns auch Trägerinnen gefallen lassen? Laut Attest Sr. Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners SIMON SCHREIBER aus Erlau Verläßlich in Friedensqualität erzeugt von 8 HEINRICH FRANCK SÖHNE 1 A. G. I Karfeemittelfabrik, Linz a. d. D. bei ledem € m mm haben! 1 . _• _£) Der.iReferent irrt sich; die erste war Selma Lager- 1 ö f. Die Redaktion. . . . Ueberhaupt dieser Nobelpreis. Der droht ganz verludet zu werden! Bedenken Sie, meine germanisch-völkischen Brüder, daß nicht weniger als elf Volliuden sich einzuschleichen verstanden haben. Sollen wir dieser Vordringlichrkeit und Anmaßung der Juden auch fernerhin mit verschränkten Armen zusehen? Hieße das nicht, die heiligsten Güter der arischen, besonders der germariischen Völker den Juden auszuliefern? Mit Recht hat Wilhelm Ostwald konstatiert, daß die Zahl der Nobelpreisträger, die ein Volk liefert, als Maßstab seiner geistigen Entwicklung angesehen werden muß. Je mehr Juden also in den Nobelpreis eindringen, desto mehr beherrschen sie den Geist. Und wenn die Juden erst unseres Geistes sich bemächtigt haben, dann ist es um uns geschehen. Dann sind wir rettungslos verloren. Die Juden sind bekanntlich ganz dem gröbsten Materialismus ergeben und vergiften mit ihm auch die arisch-germanischen Völker. Darum müssen alle Gebiete des Geistes noch strenger als alles andere vor der Invasion der Juden behütet werden. Nun bedenken Sie, was das heißen will, daß gerade die vornehmsten, streng exakten Wissenschaften. Astronomie, Physik, Mathematik, Chemie, Medizin vor den Juden nicht mehr sicher sind und es sich gefallen lassen müssen, von ihnen mißhandelt, befleckt und beschmutzt zu werden, und am Ende ihnen noch die Ehre und — was für die Juden am wichtigsten ist — das Geld des Nobelpreises auszuliefern. Nicht weniger als fünf Juden haben sich bisher des Physik- Preises bemächtigt. Miche 1 son, Gabriel Lippmann, Wallach, Einstein und Frank. Die beiden Letztgenannten tragen nicht nur ihr Judentum mit echt jüdischer Unverschämtheit und Arroganz zur Schau, sondern arbeiten auch an dem Aufbau des Judenstaates in Palästina. Den Chemie-Preis haben zwei Juden erschlichen. Haber und W i 11 s t ä 11 e r. Auch der Medizin- Preis wurde durch zwei Juden entweiht. Ehrlich und B a r a n y i. Letzterer hat es sogar mit echt jüdischer Schlauheit verstanden, sich vom Wiener Privatdozenten zum ordentlichen Professor in U p s a 1 a hinaufzuschwindeln, und zwar noch während des Krieges. Ans der russischen Gefangenschaft holte sich die erlauchte, ruhmbedeckte, christliche Universität Upsala das angarische Wiener Jüdlein Baranyi aufs Katheder, und es hatte kaum das 30. Lebensjahr überschritten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.