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Die Wahrheit · 1928-02-24 · Heft 8 (24.2.1928) · page 10

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 8 (24.2.1928)
Date
1928-02-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 ifflMffi [fflMTliDlJIIIIinM^ DIE WAHRHEil Das Matrikenamt der Israelitischen Kultusgemeinde verzeichnete im Jahre 1927 1479 O e^ burten, 2739 Sterbefälle, 1063 Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft und 283 Eintritte ins Judentum. Unter den Eintritten ins Judentum sind 118 Rücktritte. Von den 2739 Sterbe fällen entfällt die größte Zahl 550 — auf die Altersgruppe 70. bis 80. Lebensjahre, eine Person hatte das 100. Lebensjahr überschritten. In den israelitischen Bethäusern haben im Jahre 1927 insgesamt 1159 Trauungen stattgefunden. Die Höchstzahl weist der Qemeindetempel der Inneren Stadt mit 413, die geringste Zahl der Gemeindetempel im XXI. Bezirk mit 3 Trauungen auf. Von den Trauungen sind 615 in Gemeindetempeln (darunter 113 Gratistrauungen) und 534 in Veremssynagogen vorgenommen worden. An 95 arme Bräute gelangten im Jahre 1927 S 15.180 als Ausstattungsbeiträge zur Auszahlung. Von den im Jahre 1927. aus dem Judentum ausgetretenen 1063 Personen waren 598 männlichen und 465 weiblichen Geschlechtes und insgesamt 673 Personen ledigen Standes. Die Höchstzahl der Austritte — 324 — entfällt auf die Altersgruppe vom 24. bis zum 30. Lebensjahr. 7 Yon den Ausgetretenen hatten das 70. Lehensjahr überschritten. Wie bei den Austritten, so weist auch bei den Eintritten die Altersgrenze vom 24. bis 30. Lebensjahr den größten Anteil — 89 — auf. / ...w. Spitalsbericht Im S p i t al e der Israelitischen Kultusgemeinde hat der Stand an Patienten am 1. J ä n n e r 1 9 2 7 159 betragen. Im Laufe des Jahres 1927 wurden 2623 Patienten aufgenommen, 2331 entlassen, 276 sind gestorben, so daß am 31. Dezember 1927 das Spital 1 75 Patienten zählte. Die Gesamtzahl der Verpflegstage hat 105.662 betragen, wovon 64.568 auf Patienten und 41.094 auf das Personale entfallen. Von den Patientenverpflegstagen entfielen 15.047 auf vollkommen gebührenfrei Verpflegte. Die Kosten für einen Kranken haben insgesamt pro Tag S 13.45 betragen. In der Versorgungsanstalt der israelitischen Kultusgemeinde befanden sich am 1. J ännerl927329 Insassen. Im Laufe des Jahres 1927 sind 112 neu aufgenommen und 13 entlassen worden, 94 Patienten starben. Am 31. Dezember 1927 verblieben 3 34 Insassen, davon 113 Männer und 221 Frauen. Die Zahl der Verpflegstage beüef sich insgesamt auf 145.183, wovon 26.433 auf das Personale und U8.750 auf Pfleglinge entfallen. Von diesen wieder beziehen sich 43.800 Verpflegstage auf vollkommen gebührenfrei Verpflegte. Die Zahl der im Jahre 1927 von der Kultusgemeinde durchgeführten Beerdigung e-n hat 2632 betragen. Hiervon sind 697 vollkommen gebührenfrei, 300 gegen ganz geringe Gebühren und 815 gegen Bezahlung der Gebühren der IV. Klasse zur Durchführung gelangt, wobei zu bemerken ist, daß die Gebühren der IV. Klasse niedriger gehalten sind, als es den Eigenkosten der israelitischen Kultusgemeinde entspricht. Vom Friedhofamte sind 59 Ueberführungen von Leichen und 16 Exhumierungen durchgeführt worden. Von den Beerdigungen entfielen 782 auf den Zentralfriedhof, 1792 auf den Neuen Friedhof, 21 auf den Floridsdorfer Friedhof und 37 auf die interkonfessionellen Friedhöfe. Auf den israelitischen Friedhöfen sind im Jahre 1927 1163 Grabsteine neu zur Aufstellung gelangt. Steuervorschreibungen pro 1927. Die Gesamtzahl der Zensiten betrug 54.886 und die Gesamtvorschreibung S 2,329.152. Auf 44.886 Zensiten, welche mit Kultussteuern unter S 50.— bemessen wurden, entfällt eine Vorschreibung von S 597.635, sohin eine Kopfquote< von zirka S 13.—, während den übrigen zirka 10.000 Zensiten Quoten über S 50.—, mit insgesamt S 1,731.517, also durchschnittlich pro Kopf zirka S 173.— vorgeschrieben wurden. Von den vorgeschriebenen S 2,329.152 sind innerhalb des Jahres 1927 insgesamt S 1,331.913 eingegangen. Residenz-Atelier für moderne IHtftO^Ograitllte Wien L, Fleischmarkt 1 — Tel. 79-2-80 Aufnahmen i&glich 9—6 Uhr, Sonniag 10—5 Uhr Herren- und Damenkleider nach Maß sowie fertig lagernd, nur Qualitätsware, billigste Preise. Eventuelle langfristige, bis tu einem Jahre währende Zahlungserleichterungen Kleider-Erzeugungs-Union, Wien VI., Kaserneng. 6 Telephon 2-15 MÖBELFABRIK SIGH. WIEN, 2. BEZ., PRATERSTRASSE NR. 30 Pelina Auswahl solid gearbeiteter FERNSPRECH-NUM MER 45-1-91 Möbel zu billigsten Preisen

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