Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 3 (20.1.1928)
- Date
- 1928-01-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 'iiiiiiiiiiiiiiiiimininüiiiinHiinH)iiiiiniiiiHiiiiiiiiiniiii HiuiuiiiiiRiiijniDitiHHmrnniHiiiniiuniiiiHitHHinfUHir WAHRHEIT r Danksagung 1 ZW Wecke zu Wbche ||f Anläßlich meines fünfzigsten Geburtstages sind ■*■ mir so viele ehrende und hocherfreuende Beweise von Freundschaft zugekommen, daß ich außerstande bin, jedem einzeln geziemend Dank zu sagen. Im Ich spreche daher auf diesem Wege den verehrlichen Korporationen, insbesonders dem Vorstande des „Jüdischen Elternbundes für den zweiten Bezirk" sowie ■ allen meinen Freunden und Bekannten meinen wärmsten M und tiefgefühlten Dank aus. B Wien, im Jänner 1928. Gustav Kolmin. ==■ ■=■--1-»==« ■= nur dringend geraten werden, das Wienersche Buch zu lesen und sich selbst ein Urteil über dessen große Bedeutung zu bilden. Es ist für die zionistische Bewegung ein betrübendes Zeichen, daß sie, anstatt aus dem Bache manches zu lernen oder sich wenigstens mit ihm von hoher Warte geistig auseinanderzusetzen, im wesentlichen nur an Kleinlichkeiten haftet oder gar Beschimpfungen gegen Dr. Wiener schleudert, die, wie die oben angeführten, geradezu skandalös sind. Gegen Jiddisch in Palästina. Der „Gdud Mogine Hasafah" (Legion zum Schutze der hebräischen Sprache) in Jerusalem hat einen Aufruf veröffentlicht, der sich in scharfer Form gegen den Plan der Errichtimg eines Lehrstuhls für jiddische Sprache und Literatur an dem Institut für judaistische Studien der hebräischen Universität zu Jerusalem wendet. Auch außerhalb der Kreise des „Gdud" äußert man starke Unzufriedenheit mit dem Beschluß der Mainzer Tagung des Verwaltungsrates des Institnts. die Stiftung des Herausgebers der New Yorker jiddischen Tageszeitung „Day" (Der Tag) David Shapiro in der Höhe von 100.000 Dollar für Errichtung eines Lehrstuhls für Jiddisch anzunehmen. Man wendet ein. daß ein solcher Lehrstuhl die Position der hebräischen Sprache der Judenheit Palästinas gefährden könne. Unter den Studierenden der Universität macht sich eine Bewegung geltend, gegen die Errichtung des Jiddisch-Lehrstuhls mit allen Mitteln, auch denen des Streiks, anzukämpfen. Antijüdische Zwischenfälle in der Slowakei. Aus Prag meldet die „Ita": Die Behörden von M ukacevo, der Hauptstadt Karpatho-Rußlands. haben angesagte jüdische Protestveranstaltungeu gegen die Pogrome in Siebenbürgen mit der Begründung verboten, daß Rumänien ein mit der Tschechoslowakei verbündeter Staat sei. In dem tschechoslowakischen Grenzstädtchen S e 1 e s z haben Bevölkerungsteile, von Finanzwachbeamten aufgehetzt, Ausschreitungen gegen die Juden begangen. Die jüdischen Gäste wurden aus den Cafes vertrieben, mehrere jüdische Passanten wurden auf offener Straße blutig geschlagen. Die Agitatoren riefen: „Juden und Ungarn müssen aus der Slowakei und aus Karpatho-Rußland hinausgejagt werden!" Jüdische Organisationen führten Beschwerde bei der Zentralregierung in Prag und forderten strenge Bestrafung der Schuldigen. Ruhestand für den Unruhestifter. Das Bukarester Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, wodurch Professor Cuza, der Führer der rumänischen Antisemiten, der am 1. ds. das pensionsfähige Alter erreicht bat, in den Ruhestand versetzt wird. Damit verliert der rumänische Antisemitenführer den direkten Kontakt mit der rumänischen Jugend. WO. Geburtstag Emanuet Baumgartens. Am 15. Jänner 1828 zu Kremsier in Mähren geboren, kam Emanuel Baumgarte n nach dem Besuche talmudischer Hochschulen nach Wien, um hier Hochschulstudien zu treiben. Schon mit 18 Jahren hatte er ein herrliches, klassisch-hebräisches Gedicht „Ruth" geschrieben, das dann später im Druck erschien und Bewunderung erweckte. An M. E. Steins „Kochbe Jizchak" arbeitete Baumgarten fleißig mit und schrieb schöne Essays in größeren jüdischen Zeitschriften. Seine herrliche Uebersetzung der „Herzenspflichten", „Chobot halwawot" und seine historischen Arbeiten, wie auch sein trefflicher deutscher Stil erwarben ihm viele Freunde. Bevor er nach Wien kam. war er als Lehrer in bedeutenden Familien tätig. Schreiber dieser Zeilen sah noch -den großen Bücherkasten, aus dem Baumgarten lernte und lehrte und der als ein Heiligtum in der angesehenen Familie erhalten wurde. In Wien wurde er mit den hervorragendsten Familien baid innig befreundet und bei allen großen philantropisehen Stiftungen zu Rate gezogen. Er war auch im Vorstand und Bethausvorstand der Wiener israelitischen Kultusgemeinde, wohin er entsendet wurde, durch Jahrzehnte segensreich tätig. Als Referent in der Schulsektion wirkte er viele Jahre verdienstvoll und war ihm die Einrichtung des Wiener Sabbath-Jugendgottesdienstes in allen Wiener Bezirken zu danken. Im Frühjahr 1882 am Sabbath „Schekalim" öffneten sich die großen Gotteshäuser Wiens Tausenden von Schülern und Schülerinneii. Er selbst erschien, ebenso die jeweiligen Präsidenten und Vorsteher, denen diese Institution am Herzen lag, so Dr. Leopold Kompert, sein Freund, Präsident kais. Rat Arminio Cohen und Dr. Maxim. Steiner. Auch ausländische Gäste kamen HOBELFABRIK FERNSPRECH-NUM MER 45-1-91 PPENHEIM SIGN. WIEN, 2. BEZ., PRATERSTRASSE NR. 30 Belebe Auswahl solid aemrbelieler Möbel zu billigsten Preisen