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Die Wahrheit · 1927-08-26 · Heft 35 (26.8.1927) · page 11

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 35 (26.8.1927)
Date
1927-08-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
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DIE WAHRHEIT PIHIilllUßitilBffliniilDitn]! 1 Seite 11 Ueber den Brand des Justizpalastes meldet der „Völkische Beobachter": „Die Hebräer in Wien haben rechtzeitig Benzinfässer in die Kellerräume des Wiener Justizpalastes bringen lassen, um es (!) mit Akten und Richtern in die Luft zu sprengen und so dem .verletzten Rechtsgefühl' Genugtuung zu geben." Von Benzin ist auch im amtlichen Polizeibericht keine Rede, von Richtern wurden .nur zwei trotz der Verteidigung durch die republikanischen Schutzbundler unerheblich im Tumult verletzt. Warum hätten übrigens die „Hebräer" den Justizpalast „in die Luft sprengen" sollen, was gar nicht geschehen ist? Der „Völkische Beobachter" gibt keinen Grund an, aber Herrn Goebbels Zeitung „Der Angriff" kennt ihn: „Es befanden sich dort die Akten zu den großen jüdischen Schieberprozessen und zu den Skandalaffären rund um die jüdisch-marxistischen Schmutzblätter. Auch die Akten zum Fall H i 1 s n e r sind verbrannt, des einzigen Prozesses der Neuzeit, in dem ein jüdischer Ritualmord klipp und klar nachgewiesen ist . . . Die .Aktion' des unter der Leitung des Juden Dr. Julius Deutsch stehenden .Republikanischen Schutzbundes' war also wiederum nichts anderes als alle Revolutionen und Aktionen des Marxismus: eine von Juden kommandierte Hilfsaktion, die über 1000 (!) Arbeiter mit ihrem Blute bezahlen durften — zur höheren Ehre Alljudaans." Ueber den Sturm auf die christlichsoziale „Reichspost" schreibt die „Neue Augsburger Zeitung" sehr gut informiert: „An der Spitze dieses Brandkommandos stürmte ein elegant gekleideter jüdischer Intellektueller, der Befehle erteilte." Wieder weiß ein völkisches Blatt mehr als der amtliche Politzeibericht. Auch diese Attacke hatte ihre Beweggründe, bekanntlich hatte die „Reichspost" während des ganzen Prozesses stark gehetzt und das freisprechende Urteil als ein „klares" begrüßt, was riesige Empörung bei den Arbeitern auslöste. So waren die Juden während der Revolte ständig am Werk, aber auch sonst waren sie überall zu sehein. Besonders im Kaffeehaus! Kein Witz, sondern der genaue Bericht des Augsburger „Deutschen M ich 1": „Während die Bevölkerung von Wien, soweit sie nicht jüdisch ist, vor den Greueltaten zurückschreckte und sich in den Häusern und an anderen Plätzen verborgen hielt, saßen die Juden mit ihren fetten Weibern im kugelsicheren „Graben" in den dortigen Kaffeehausgärten und schlürften in der größten Gemütsruhe ihren Kaffee. Die Juden kennen nämlich die Wiener Verhältnisse, wie sie heute sind, sehr genau, sie wissen, daß sich die Greueltaten immer in denselben Straßen abspielen, der Wiener „Graben" aber bei solchen Mord- und Skandalszenen noch niemals gefährdet war." Diese groteske Schilderung erinnert an folgende Stilblüte der „Dötz": „Einer unserer Mitarbeiter hat Sonnabend nachmittags einen geilen Juden gestellt, der wie besessen hinter einem blühend aussehenden Arbeiterkind her war." Die Wiener Juden haben eben gewohnheitsgemäß nach den furchtbaren Tagen nur eine Sorge gehabt: die Jagd auf Arierinnen. * Daß die zwangläufig direkt an den Unhieüstagen Beteiligten in erster Linie Gegenstand des völkischen Hasses sind, ist natürlich. Vor allem die „jüdischen" Sozialdemokraten sind das Ziel erbitterter Angriffe. Hier einige Proben: „Völkischer Beobachter": „Die Untersuchung wird sonnenklar beweisen, daß die Revolution vom 15. Juli planmäßig vorbereitet war, und der rote Generalstab diesen 15. Juli seit Monaten vorbereitet hat. Wien ist in Händen der Finanzjuden und der sadistischen jüdischen Revolutionsbestie." „Deutsche Zeitung": JEs ist der jüdische Geist, der den österreichischen Marxismus kommandiert, in semer niederträchtigsten Ausprägung. Dieser jüdische Führergeist hat für ein paar Stunden hemmungslos in den Straßen Wiens triumphiert und damit ein Schauspiel seines innersten Wesens gegeben." Bei den österreichischen Sozialdemokraten sind wohl einige Juden und mehrere konfessionslose Judenstämmlfnge in führender Stellung; ihre Beteiligung entspricht aber nur dem prozentuellen Verhältnis der Juden in der Gesamtbevölkerung Oesterreichs. Bei den Unruhen selbst hat die sozialdemokratische Partei gerade keine Stärke bewiesen, sondern im Gegenteil die Herrschaft über die Massen verloren und an die ihnen Regnerisch gesinnten Kommunisten abgegeben; diese sind aber beinahe ganz ,j u d e n r e in". Selbst der Wiener Polizeipräsident Schober erklärte, daß „die führerlosen Massen eine Beute kommunistischer Agitatoren" geworden sind, und Dr. Bauer gab im Parlament unumwunden zu, „daß die Partei von den Ereignissen überrascht wurde, und daß sie sie nicht meistern konnte". Das bestätigt auch der „Hammer" („Die Wiener Revolution"), der schreibt: „Die sozialdemokratischen Führer, die die Geister riefen, konnten sie nicht loswerden." Aber er fügt dann hinzu: „Abschreckend, wie die Entwicklung des bolschewistischen Staates in Rußland, ist die Sozialrevolutionäre Bewegung, die in Wien unter ostjüdischer Führung entfacht wurde und nun in Flammen aufging." Und wenn das „Deutsche Tageblatt" (JDia Retter Oesterreichs". Nr. 172 vom 26. Juli) schreibt: „Friedrich Adler, Chaim Otto Bauer, Julius Deutsch, diese drei Juden — sie waren auch die Führer in der „Generalprobe". Sie tragen die Verantwortung. Sie wird das Schicksal ins Gericht fordern", so ist darauf zu verweisen, daß Bauer, der nur Otto und nie Chaim Otto heißt, und Deutsch vor dem Justizpalast bei ihren Einwirkungen auf die fanatisierte Menge von dieser beinahe verprügelt wurden, und daß Friedrich Adler eist nach der „Generalprobe" aus Zürich hierherkam. . . . Selbst Bundeskanzler Dr. Seipel schnitt bei den Völkischen nicht gut ab. Ueber ihn schrieb Hitlers „Illustrierter Beobachter" in München wie folgt: „Der Sozialdemokratie steht ein Bürgertum gegenüber, das an Jämmerlichkeit und Feigheit nicht mehr übertroffen werden kann, von politischer Einfalt strotzt und deshalb seine Vertretung in die Hände des anschlußfeindlichen klerikalen Fanatikers Seipel gelegt hat, der ob seiner geradezu snrirhwörtlich gewordenen nationalen Würdelos!ekeit das Wohlgefallen der jüdischen Banken- und Börsenkönige des Völkerbundkonzerns gefunden hat . . . Die oberste alljüdische Börsenführung hält vorläufig den christlichsozialen Prälaten für den geeigneteren Gerichtsvollzieher und Wahrer seiner (?) Interessen als die allzu sehr auf ihren Vorteil bedachten Rassengenossen, die auch politisch gleich mit dem Kopfe durch die Wand wollen und deshalb derzeit den gesamtjüdischen Interessen eher schaden als nützen." Aber auch die Polizei, der ja schließlich die Niederrmgung der „Judenrevolte" zu verdanken ist, findet keine Gnade bei den Hakenkreuzlern: auch sie ist — „ver judet". Dies verkündet der „Völkische Beobachter" der staunenden Mitwelt: „Der jüdische PoJizeichef von Wien des Einvernehmens mit den Hochverrätern beschuldigt! Es ist erwiesen, daß die wirkungsvollsten, rechtzeitigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ruhev die jedes Blutvergießen hätten vermeiden können, einfach sabotiert worden sind. Die Leitung, LFAB R I K .^an^ FERNSPRECH-NUMMER 45-1-91 m""^^ISTO PPJNHEIM WIEN, 2. BEZ., PRATERSTRASSE NR. 30 a^aamaaaaaaaaa%a%aan%maa^aaaa%amW Reiche Auswahl solid Bearbeiteter Möbel zu billigsten Preisen

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