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Die Wahrheit · 1927-07-22 · Heft 30 (22.7.1927) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 30 (22.7.1927)
Date
1927-07-22
Page
– (sequence 11)
Language
German
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die Wahrheit iimiinniHMnHmnTTiTraiffliifflinniünnimDfiiiiiflirffliHn! Ii Seite 11 steht man, was der Spott und Hohn des Juden bedeuten. Es ist die Kontrastwirkung des Gottzitterns. Für uns ist wichtig, den Gegner zu kennen. Mein zweites Beispiel habe ich dem Talmud entnommen. Ein Rabbi erzählt, daß der Judengott drei Stunden in der Thora lernt, drei Stunden die Welt regiert, drei Stunden die Welt verurteilt und drei Stunden mit dem Riesenfisch Leviathan spielt. Als die Juden in die babylonische Gefangenschaft kamen, durfte er nicht mehr mit dem Leviathan spielen. Als wir 1918 nach der Revolution des Herrn Eisner unsere Schiffe abgeben mußten, erhielt unser stolzes Schiff „Vaterland" nur „durch Zufall" den Namen „Leviathan". Ich möchte die Wogen des Meeres bitten, daß unser stolzes Schiff noch viele Jahre über die Meere kreuzt als Zufallsbilderbogen der Weltgeschichte. Ein letztes Beispiel aus der Kabbala. Den Juden ist die heilige Urform des Weltalls der Würfel, der Kubus, in dessen Mitte der Judengott sitzt. Der Würfel ist das Sinnbild der Vollkommenheit des rechtschaffenden Juden. Es geht ihm wie dem Freimaurer, der gleich, nachdem er seine leiblichen Eide geschworen hat, für sein ganzes Leben zu schweigen und zu gehorchen, auf dem Beden einen rohen Stein im Norden und einen Kubus gezeigt und gesagt bekommt, daß er sich durch die königliche Kunst der Freimaurerei behauen lassen soll, damit er ein Kubus werde. Das Gemeinsame dieser Symbole bekommt nur der Eingeweihte, der dem Juden zuverlässig Erscheinende gesagt. Wenn man dem Deutschblütigen gesagt hätte, daß unsere Ahnen in den zartesten der Mondnächte das Sinnbild der Mutterliebe, Frau mit dem Sohne des Od, dem Kleinod, auf dem Arm, verehrten, hätte etwas mitgeschwungen in seiner Seele. Beim Würfel kann nichts mitschwingen. Sie sehen, das Rassenerbgut des Juden greift hinein, weit hinein in die Weltgeschichte. Viele Tausende Juden und Nichtjuden verpflichten sich nutzlos, unbekannten Befehlen zu folgen, sich zum Kubus hauen zu lassen. Die Eingeweihten wissen es. Sie haben sicher gehört, daß zehn Freiheitskämpfer in München im November 1923 niedergeschossen wurden. Wir, die wir das Erschütternde miterlebten, haben gesagt, daß wir das heilige Zeichen, das Hakenkreuz, an diese Stelle setzen wollten. Es wurde auf den Platz (vor der Feldherrnhalle in München) ein Gedenkstein gesetzt, und zwar ein großer Kubus, ein kleiner Kubus und zwischen beiden vier deutsche Kriegsstahlhelme. Man hat also die körperlichen Bilder des Judengottes und des rechtschaffenen Juden. An ihnen geht der dumme Goj vorbei und der Deutsche legt seine Kränze auf die Stufen des Kubus." Der tote Soldat. Johann Gabriel Seidl, der Verfasser der österreichischen Kaiserhymne, hat schon etliche Jahrzehnte vor dem Weltkrieg den „unbekannten Soldaten" entdeckt und sein Schicksal in einem kleinen Gedichte beklagt, in dem die elegischen Verse vorkommen: „Es reiten viel Generale mit Kreuzen an ihm vorbei, Denkt keiner, daß der da lieget, auch wert eines Kreuzes sei/' Diese Worte kommen einem in Erinnerung, wenn man von der glänzenden Aufnahme des deutschen Außenministers Stresemann in Oslo und besonders von dem Beifall hört, den seine rhetorisch vollendete Begründung der deutschen Friedenspolitik vor Norwegens kulturellen und politischen Repräsentanten gefunden hat, und gleichzeitig die Tatsache vernimmt, daß am fünften Todestag Walter Rathenaus kein Mitglied der Reichsregierung es der Mühe wert gefunden hat, das Grab des Mannes zu besuchen, von dem die deutsche Außenpolitik in jene Bahn gelenkt worden ist, die in Norwegen Lob und Preis — den Nobelpreis! — geerntet hat. Die Phantasie des österreichischen Dichters ist von der Wirklichkeit in den Schatten gestellt worden, denn weit ergreifender als der in seinen oben zitierten Versen geschilderte Kontrast ist der Gegensatz zwischen den Bildern, die man jetzt in den illustrierten Zeitungen einer Woche fand: Auf der einen Seite die prunkvollen Feste zu Ehren des deutschen Außenministers in Norwegen, auf der anderen Seite ein blumengeschmücktes Jüdengrab auf einem deutschen Friedhof und einen Baum, dessen Schußnarben von einem Kranze verdeckt werden. Vielleicht hält ein Maler diesen Kontrast für alle Zeiten fest. Als Titel des Gemäldes käme etwa in Betracht: „Jüdisches Parasitentum am deutschen Geist . . Dr. Hugo Spiegier, Berlin. Die Antisemiten und der Austritt. Wie unsere Rassengegner über den Austritt aus dem Judentum denken, erfährt man aus einer im „St. Pöltner Beobachter" erschienenen Notiz „Täuschungsversuche", die aus Marbach a. d. Donau herstammt. Wir veröffentlichen sie trotz der Beleidigungen des Blattes, die uns ganz kalt lassen: „In der „Wahrheit", einem auf der Judeninsel erscheinenden Koscherblättchen, werden fortlaufend sogenannte „Austritte" aus dem Judentum veröffentlicht. Unterm 6. Mai d. J. nun lesen wir da unter anderem: „Dr. Maria Anna Hamel, 8. April 1895, Lemberg, ledig, Wien XIX., Weinberggasse 41." Sollte das am Ende gar---? Wenn ja, dann erklären wir die Notiz der „Wahrheit" für eine ganz gewöhnliche Augenauswischerei. (Was soll das heißen, geehrte Herren Beobachter? Die Redaktion.) Aus dem Judentum, geschätzte Herren, kann man nämlich gar nicht austreten, ebensowenig wie man ins Deutschtum eintreten oder sich aus einem Neger in einen Mongolen verwandeln kann. Verständewou? Auch das unseren Lesern schon so bekannte Mariedele bleibt eine rassenechte Jüdin, da nützt weder ein „Austritt" noch eine noch so ausgiebige Betröpfelung! — Das ist Werbearbeit! Unter diesem Titel drückt ein kleiner Wicht (Wilhelm Wichtl) der „Arbeiterpresse" seine Bewunderung über folgendes Ereignis aus: Unlängst begegnete ich in Wien einem Jugendmitglied unserer Bewegung, der stramm jedem Vorübergehenden eine Einladung für eine Massenversammlung in die Hand drückte!" Hat sich der Enthusiast da nicht ein wenig geirrt? „Jedem Vorübergehenden?" Da können doch auch Juden darunter gewesen sein, denen bekanntlich der Eintritt in nationalsozialistische Versammlungen strengstens verboten ist. Oder ist der stramme Jugendliche schon so sehr in der Rassenkunde bewandert, daß er jeden Juden unbedingt am Aeußeren erkennt? Diese Wissenschaft ist doch eine verteufelt schwere. Ein umgekehrter Beweis hierfür: Hätte Dr. Göbbels nach Wien kommen dürfen, hätten seine erstaunten Zuhörer erkannt, daß er aussieht — wie ein Zigeuner. Höchst fatal. Die Verjudung der Presse. Diese in Antisemitenblättern oft erscheinende Verleumdung beschäftigt sich gewöhnlich mit den Juden bei den sozialistischen und bürgerlichen Blättern. Daß auch die christlichsoziale Presse „verjudet" ist, diese Kenntnis ist Herrn L. H a ubenberger zu verdanken, der sich in einem Artikel im „St. Pöltner Beobachter" wohl zuerst über die eingangs erwähnten Zeitungen aufregt, dann aber sagt: „Auch von der christlichen Presse kann man nicht immer behaupten, sie sei zuverlässig ohne jüdischen Einfluß. Wir finden zum Beispiel in der „R e i c h s p o s t" Mitarbeiter wie Dr. Otto Weinberger, Dr. Rapaport u. a., Namen also, die Beweis genug sind dafür, daß es nicht immer und ausschließlich Arier sind, die in diesem christlichen Blatte zu Worte kommen. Im Ankündigungsteil der „Reichspost" und auch anderer christlicher Zeitungen finden wir so manche Judenfirma angepriesen. Ein Beweis mehr dafür, daß leider auch die christliche Presse jüdischen Einflüssen zugänglich ist. Diese Tatsache ist deshalb so bedauerlich, weil es in der christlichen Bewegung eine nicht unbedeutende Zahl von aufrechten Antisemiten gibt, die aber ihre Denkensart nicht durchzusetzen vermögen." Das ist ja furchtbar! Was wird die „Reichspost" zu dieser unerhörten Anschuldigung sagen. Der Vorwurf der jüdischen Insertion ist gerechtfertigt, ein auch von uns schon oft, doch leider bisher vergeblich gerügter Vorgang. Die Hochschulkrawalle im Spiegel der Hakenkreuzpresse. „Der Sturm wider das Geistesleben." „Hände weg von der Freiheit unserer Hochschulen." Darunter ist natürlich nicht der Hakenkreuzlersturm auf die Universität zu verstehen, noch auch sind die Hände, welche die Freiheit unserer Hochschulen bedrohen, die knüppelbewaffneten deutschvölkischen Studenten, sondern gerade das Umgekehrte ist nach Ansicht der „Deutschen Arbeiterpresse" der Fall: diese berichtet nämlich unter den angeführten Ueberschriften wie folgt: „Das Hebräerpack, das sich das Heimatsrecht in Wien einst mit Hilfe der Sozialdemokraten erschwindelt (!) hatte, setzt nun zum Generalsturm gegen die Wiener Hochschulen an. Dasselbe Börsenjudentum, von dem unser Volk unter dem Deckmantel der Sozialdemokratie derart zugrunde gerichtet wurde, daß es unter der Zinsknechtschaft dieser Verbrecher noch jahrzehntelang keuchen wird, verlangt jetzt die Auslieferung der Universität, die Besetzung aller Lehrkanzeln durch marxistische Flachknöpfe sowie die Befehlsgewalt über die gesamte Wiener Polizei. Ihr Eroberungsfeldzug gegen die bodenständige Be-

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