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Die Wahrheit · 1927-07-08 · Heft 28 (8.7.1927) · page 11

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 28 (8.7.1927)
Date
1927-07-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Ullllilinn w BUBI Seite 11 tischen Weltreiches, rütteln, die Vorgänge ans, die sich in jenem kleinen Lande zwischen: dem Jordan und dem Meere abspielen. Die Flitterwochen des Zionismus sind längst vorüber! „Die Weltpest." Wenn man Dummheit, Gehässigkeit und Gemeinheit gut miteinander vermischt und dann noch ein volles Maß Gewissenlosigkeit und Niedertracht hinzutut, dann bekommt man ein Produkt, wie es im „S t Pö 1 ten e r Beobachter" unter der Ueberschrift „Die We 11pest" zu finden ist. Man muß sich wundern, daß so etwas überhaupt einem menschlichen Gehirn entspringen kann und noch mehr, daß ein solches Erzeugnis eines krankhaften und pervertierten Gemütes, einer beispiellosen Haßpsychose in Oesterreich gedruckt und verbleitet werden darf, ohne daß der Staatsanwalt gegen solche zu Haß und Verachtung gegen eine Religionsigenossenschaft direkt aufreizende Preßprodukte auftritt Das genannte Blatt, das sich selbst als „Nationalsozialistisches K a m p f b 1 a 11" bezeichnet, versteht natürlich unter der „Weltpest" das Judentum. Es schreibt: „Die Juden sind das Ungeziefer der Menscheit. Sie leben als Blutsauger auf allen nichtjüdischen Volkskörpern. Wo sie fn Massen auftieten, da geht bald alles in Unrat und Fäulnis über. Und wo sie alllein und unter sich sind, da starrt alles nur so vor Schmutz. Das konnte am besten der Frontsoldat in der Polakei beobachten, dort, wo die Juden keine nichtjüdischen Dienstboten haben. Und auch in Deutschland an den Ostjuden kann's beobachtet werden. Wenn sie einwandern, dann bringen sie wertvolle Kulturgüter mit. Zum Beispiel: Einen Sack voll Liimpen, die Kleider voll Läuse und Wanzen, die Haut voll Schmutz. Wenn sie dann herin sind, dann organisieren sie sich zu Falschmünzern, zu Hehlerbanden usw. Allmählich werden sie eingesessen, bilden sich aus zu Wucherern und Halsabschneidern, und wenn sie dann das Land wieder verlassen, dann nehmen sie unser Gold und unser Silber mit, wie einstmals ihre Vorfahren beim, großen Auszug aus dem Aegypterland." Mit Stolz und Genugtuung weist der „St. Pö 11en er Beobachter" auf das rumänische Beispiel hin: „Es gibt Völker," so schreibt er, „die sich derartiges nicht bieten lassen. Zum Beispiel die Rumänen. Denen ist die jüdische Schmarotzerei zu dumm geworden und jetzt bekommen schon seit Monaten dort unten die Juden ihren Hosenboden verwalkt." (Eine geschmackvolle und das geistige Niveau des Schreibers kennzeichnende Umschreibung für all die Greueltaten, die sich in diesem Lande abgespielt haben. Die Redaktion.) Darob haben deren Rassegenossen in aller Welt ein großes „Geseires" (der Schreiber hat offenbar keine Ahnung, was man unter „Geseires" versteht, sonst würde er dieses Wort nicht im Sinne von „Geschrei" gebrauchen; dennoch fühlt er sich berufem, seine journalistischen Schweinereien mit jüdischen Ausdrücken zu versehen. Die Redaktion) losgelassen. In Frankreich, in England, in Amerika1, in Polen, überall war es zu hören. In Warschau trieben es die Juden am tollsten. Sie erklärten feierlich, daß die Rumänen Barbaren seien und keinen Platz mehr beanspruchen könnten unter den Kulturvölkern der Welt. Wir Nationalsozialisten sind da anderer Ansicht. Wir sind der Meinung, daß derjenige, der sein Haus rein hält von Läusen und Wanzen, daß der ein Kulturmensch ist. Und das Volk, das einmal unter allen Völkern der Nichtjuden als das erste sein Land vom Ungeziefer der Menschheit säubert, das betrachten wir als das größte Kulturvolk der Welt." Nach diesen Zeilen wird es unseren Lesern kaum mehr zweifelhaft sein, was man unter „Weltpest" tatsächlich zu verstehen hat: den abscheulichen Rassenantisemitismus, der die Gemüter der Menschen vergiftet und das seelische Gleichgewicht der Völker erschüttert Die Juden in Jugoslawien. In der letzten Nummer der „Wahrheit" beschäftigt sich Herr Oberrabbiner Dr. Diamand-Vukovar mit orth. Restaurant GOLDBERG „VILLA BERNINA" Einziges orthodoxes Restaurant im fMZKAnitlEROIII Großer Speisesaal, Glasveranda, gute Küche, zivile Preise. Referenzen von hervorragenden rabbinischen Autoritäten. Saison Hat—Sept. meinem Werk „Juden und Judentum von heute" und findet meinden in Jugoslawien seinerzeit Fragebogen aussandte. Hierzu möchte ich im Interesse der literarischen und historischen Wahrheit feststellen, daß ich an sämtliche jüdischen Gemeinden in Jugoslawien seinerzeit Fragebogen aussandte, aber trotz wiederholter Urgenz habeni bloß einige wenige Kthilloth es für nötig erachtet, diese zu beantworten. Auch wiederholte Ersuchen an einige dortige Rabbiner, mit denen ich persönlich bekannt bin, blieben erfolglos. Ich mußte mich daher hinsichtlich des jugoslawischen Judentums mit denjenigen Daten begnügen, die miraus Zeitungsnachrichten und zufälligen Veröffentlichungen zur Verfügung standen. Dasselbe war übrigens auch bezüglich einiger anderer Länder der Fall, worauf ich ausdrücklich in der Vorrede meines Werkes hingewiesen habe. Ich wäl hoffen, daß sich Se. Ehrwürden, Herr Dr. Diamant wenn ich an die Veröffentlichung der zweiten Auflage meines Handbuches schreiten werde, bereit finden dürfte, mir die nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Für die erste Auflage hat nicht einmal seine Kehillah den Fragebogen beantwortet. Regierungsrat J. K r e p p e 1. Antisemitische Propaganda in Sowjetrußland. Im ganzen russischen Reich, besonders aber in der Ukraine nimmt die Pogromhetze unaufhörlich zu und hat in gewissen Gegenden bereits bedenkliche Formen angenommen. Die in Charkow erscheinende Zeitung „S t e r n" macht die Behörden aufmerksam, daß seit einiger Zeit an Markttagen in Charkow 10- bis 12jährige Kinder, umgeben von zahlreichen Bauern aus der Umgegend, von früher her bekannte antisemitische Hetzlieder singen, wofür sie von den Zuhörern beschenkt werden. Der Inhalt der Lieder ist, daß die Juden die Ukraine unterjocht haben, das Ende der Knechtschaft jedoch nicht mehr ferne seL Das Bezeichnende hierbei ist, daß die Miliz diese öffentliche Pogromhetze gar nicht zu hindern versucht. Das Blatt fordert die Eruierung des Ursprungs dieser aufreizenden Lieder und der Personen, welche die Kinder für solche Zwecke mißbrauchen. Dlchteritis antisemitlca. Wir haben schon öfter Gelegeakeit gehabt, uns mit dieser in deutschen Landen derzeit grassierenden sehr schweren, wie wir glauben unheilbaren Fall dieser Krankheit zu befassen. Im „Eisernen Besen", der ja als antisemitischer Seuchenherd zur Genüge bekannt ist fandam wir nun vor einiger Zeit das „Gedicht" eines Herrn Georg Burghofer aus Wolfen in Oberösterreich, das wir unseren Lesern zur Kenntnis bringen wollen, um ihnen die schweren Folgen, die genannte Krankheit für den Betroffenen haben kann, drastisch vor Augen zu führen: „Arier, kauf beim Arier ein Und laß den Juden Juden sein. Und soll er auch A c h w e i h schrein. Wir wollen echte Arier sein. Deutscher Michel, sei nicht verzagt. Auch Christus hat sie aus dem Tempel gejagt. Und weil wir uns auch (!) Christen nennen. Dürfen wir nicht Ware vom Juden nehmen." Es ist gewiß sehr traurig, wenn ein Angehöriger des Volkes, das man nicht mit Unirecht als das Volk der Dichter und Denker bezeichnet, sich zu solchen Ungereimtheiten hinreißen läßt. Wenn aber Herr Burghofer schon unbedingt dichten muß, was wir allerdings bei dem vorgeschrittenen Stadium seiner Dichteritis für unvermeidlich halten, dann möge er seine Ausscheidimgsprodukte bei sich behalten und nicht auch andere, von dem Uebel noch nicht befallene Gemüter, damit infizieren. Der Beizer Raw in Wien. Am 29. Juni traf der Beizer Raw mit Gefolge in Wien ein, um hier einige Aerzte zu konsultieren. Er wurde am Bahnhof von vielen Chassidim erwartet, die ihm nach seinem Eintreffen eine begeisterte Ovation entgegenbrachten. Der Beizer Raw, der seit Uebernaihme der Würde seines großen Vaters zum erstenmal in Wien ist empfing hier Herrn Wolf Pappenheim, einen alten Freund seines Vaters. ■wo Restauration in Salzburg w> Hermonii Koftn WolfiietrlchstraJle Nr. 14 namge Preise! namge Preiset

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