Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 19 (6.5.1927)
- Date
- 1927-05-06
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE WAHRHEIT iiiniiM^^^ Seite 9 Offizielle Verlautbarungen der israelitischen Kultusgemeinde Wien Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde hat beschlossen, fortab periodisch in der „Wiener Morgen-Zeitung" und in den Wiener Wochenschriften „Die Wahrheit" und „Jüdische Presse" solche Angelegenheiten der israelitischen Kultusgemeinde Wien, welche für die Gemeindemitglieder von Interesse sind, offiziell zu verlautbaren. Der Kultusvorstand erwartet von dieser Neuerung eine Steigerung der Anteilnahme der Gemeindemitglieder an jenen großen und wichtigen Aufgaben, welche der Kultusgemeinde obliegen und faßt eine Ausgestaltung dieser offiziellen Mitteilungen in der Weise ins Auge, daß dieselben auch in Angelegenheiten des Kultus, des Unterrichtswesens und det Fürsorgeaktionen der Gemeinde als zweckdienlicher Auskunftsbehelf gewertet werden können. Zunächst werden die Verlautbarungen zu Beginn eines jeden Monates erscheinen. Der Vorstand der Wien, 3. Mai 1927. Israelitischen Kultusgemeinde Wien Aus der Plenarsitzung des Kuli Im Anschlüsse an die öffentliche Plenarsitzung, in welcher die Genehmigung des Pensionsnormales für die Angestellten, die Erledigung des Rechnungsabschlusses für das Verwaltungsjahr 1926, die Beschlußfassung über die Zuwendung von S 50.000.— für Palästinaaufbauzwecke und die Genehmigung der aus Anlaß des Passahfestes mit einem Aufwände von S 60.000.— durchgeführten Hilfsaktionen erfolgte, fand eine vertrauliche Sitzung des Kultusvorstandes statt, in welcher konform den Anträgen der Fachkommissionen, bzw. des Vertreterkollegiums u. a. folgende Beschlüsse gefaßt wurden: Die Vergebung eines Betsaalanbaues an den Ottakringer Gemeindetempel an die Baufirma Oskar D o h a n wurde genehmigt und eine Reihe von Instandsetzungsarbeiten in der Israelitischen Versorgungsanstalt, im Spitale der Kultusgemeinde und in verschiedenen Gemeindeobjekten im Rahmen der im Voranschlage vorgesehenen Ausgaben bewilligt. Zum Assistenten an der Chirurgischen Abteilung des Spitales wurde Herr Dr. Hans Schnitzler bestellt. Erneuerung Des Mietverhältnisses bethäusern Stadt Die Erneuerung des 'Mietverhältnisses der Tempelsitze hat bis längstens 31. Mal eines jeden Jahres zu erfolgen. Die Parteien werden dringendst ersucht, diesen Tennin genau einzuhalten, da jene Tempelsitze, die bis dahin nicht bezahlt sind, ohne weitere vorherige Verständigung anderweitig vergeben werden. Bei Nichteinhaltung dieses Tennines ist eine weitere Reklamation unzulässig. svorstandes vom 27. April 1927. Herr Gemeinderabbiner Dr. I. T a g 1 i c h t wurde als Mitglied in die „Historische Kommission der israelitischen Kultusgemeinde" kooptiert. Die Instandsetzung von Grabsteinen am alten Währinger Friedhofe mit einem Kostenaufwande von S 3255.— wurde bwilligt. An 12 Bethausvereine wurden Subventionen im Gesamtbetrage von S 28.500—, an 38 Lehranstalten und Vereine für Unterrichtszwecke S 124.087.— und an 35 Fürsorgevereine und Anstalten S 86.470.— für das Jahr 1927 zuerkannt. In die Bezirkskommission für den III. Bezirk und XI. Bezirk wurde Herr Dr. Eduard Dubsky berufen, ferner wurden zu Mitgliedern der Bezirkskommission für den IV., V. und X. Bezirk die Herren Viktor Knie, Max Strauß, Artur Holzer und Mayer Schreier ernannt. Es gelangten schließlich Steuerrekurse und Personalangelegenheiten zur Erledigung. der Tempel sitze in den Gemeinde- und Leopoldstadt. Dem Inhaber eines Tempelsitzes steht im Falle der Auflassung desselben keine Ingerenz bezüglich der Weitervergebung zu. Der Eintritt In den Tempel an den hoben Festtagen ist nur gegen Vorweisung der Eintrittskarte gestattet. Betsitzkarten sind an der Hauptkassa, Wien h» Seltenstettengasse 4, I. Stock, während der Amtssttiflden von 9 bis 1 Uhr erhältlich.