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Die Wahrheit · 1927-01-21 · Heft 4 (21.1.1927) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 4 (21.1.1927)
Date
1927-01-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Seite 9 Veröffenttidkun&en der „Union deutdköstevveicftiscikev Juden" Wien IX. £lerggasse % <?osfeiMirfta«senftonJo JT*. 0M4 Sei. JH-WT Versammlung der „Union". Der Einladung der „Union deutschösterreichischer Juden" zu ihrer Vereins-Versammlung am 18. Jänner 1927 hatten sehr viele Mitglieder und Gäste Folge geleistet und so bot der schöne Festsaal des Alten Rathauses in der Wipplingerstraße das bei den Union-Versammlungen gewohnte Bild einer Vereinigung der ersten jüdischen Gesellschaftskreise Wiens. Unter den zahlreichen anwesenden prominenten Vertretern des Wiener Judentums seien hervorgehoben: Vizepräsident der israelitischen Kultusgemeinde Dr. Jakob Ornstein mit den Kultusvorstehern B u c h w a 1 d, Dr. Deutsch, Dr. Herzka, Hofmann, Kempler, Reif, Dr. Ticho, der Vizepräsident des Bethausvorstandes Dr. Münz mit den Bethausvorstehern Berger, Ernst, Haber, Plan e r, der Vorstand der „Union" mit den Vizepräsidenten Fröhlich und Hofrat Löwner, in Vertretung der Organisation der Wiener Tempelvereine Präsident Glück und Vizepräsident Stein. Der Obmann der Mitgliedschaft Innere Stadt der „Union", Dr. Oskar Hein, begrüßte die anwesenden Mitglieder und Gäste, denen er für ihr zahlreiches Erscheinen dankte. Er wies auf die Bedeutung der „Union" hin und betonte den Wert der offenen und unerschrockenen Abwehr der antisemitischen Hetze für das gesamte österreichische Judentum. Dr. Hein erörterte sodann die Wichtigkeit des Themas der Tagesordnung und lud den Finanzreferenten der Wiener Kultusgemeinde Herrn Regierungsrat Dr. Hermann Oppenheim ein, seinen angekündigten Vortrag über „Das Budget der Wiener Kultusgemeindefür das Jahr 1927" zu halten. Dr. Oppenheim, der von allen Anwesenden mit stürmischem Beifall begrüßt wurde, beleuchtete in interessanten Ausführungen das Budget der Wiener Kultusgemeinde im allgemeinen und ging dann auf die Behandlung der einzelnen Punkte des Budgetvoranschlages für 1927 ein. Er trat nochmals allen Einwendungen, welche von oppositioneller Seite gegen das Budget erhoben wurden, mit jenen überzeugenden Argumenten entgegen, welche unsere Leser bereits aus seinen in unserem Blatte ausführlich wiedergegebenen Budgetreden im Plenum der Kultusgemeinde bekannt sind. Insbesondere begründete er den Standpunkt, den die Majorität dem Gemeindebund gegenüber einnehme, und legte sodann die Gründe klar, welche gegen ein allgemeines Wahlrecht in der Kultusgemeinde sprechen. An den Vortrag Doktor Oppenheims schloß sich eine interessante Rede des Obmannes der Schätzungskommission der israelitischen Kultusgemeinde Dr. Klinger über die Bemessungsgrundlage der Kultursteuer an, in welcher er die äußerst humanen Methoden der Einschätzungskommission hervorhob. Zum Schlüsse dankte Dr. Hein dem Finanzreferenten der Gemeinde und dem Obmann der Schätzungskommission für ihre ausgezeichneten Ausführungen. An unsere Mitglieder! 1. Wer baue: Die Arbelt, die unser Verein leistet, ist um so wirksamer, je mehr Mitglieder wir haben; jedes neue Mitglied ist ein neuer Weg, auf dem unsere Aufklärung vordringen kann. Deshalb: Werbet neue Mitglieder! Werbeblätter, aus denen die Ziele unseres Vereines ersichtlich sind, stehen gerne kostenlos zur Verfügung. Auf Wunsch versenden wir auch Werbematerial an aufgegebene Adressen. 2. Mitarbeit: Wir bitten unsere Freunde, uns in unserem Kampf durch Mitteilung über alle in unser Tätigkeitsgebiet fallende Ereignisse zu unterstützen. Rechtzeitige Mitteilung an uns erleichtert uns unsere Arbeit 3. Mitgliedsbeitrag 1927. Unsere geehrten Mitglieder bitten wir, ihren Mitgliedsbeitrag für das Geschäftsjahr 1927 möglichst umgehend an uns einzusenden. (Postsparkassenkonto 9964.) Der Mindestbeitrag beträgt sechs Schilling. In Anbetracht der uns durch die derzeit besonders rege Versammlungstätigkeit entstehenden Mehrausgaben bitten wir alle leistungsfähigen Mitglieder dringend um freiwillige Spenden für den „Vortragsfonds". Der Zentratvorstand der „Union deutschösterreichischer Juden'4, Wien DL, Berggasse 4 Bitte hier abzutrennen und an die Geschäftsstelle der »Union deutschösterrefchischer Juden", Wien IX., Berggasse Nr. 4, einsenden. k Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur „Union deutschösterreichischer Juden" mit einem § ä 3 o, Jahresbeitrag von ......................................................................... Schilling (Mindestbeitrag S 6.—) & g w 3 T3 ro •a .2» So und zeichne für den Vortragsfonds ........................................................................... Schilling i_ o> m c « OQ * .2 -5 DS* c .y e Name: ................. Stand:.................... Genaue Adresse:

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