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Die Wahrheit · 1927-01-14 · Heft 3 (14.1.1927) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 3 (14.1.1927)
Date
1927-01-14
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 DIE WAHRHEIT y s—• y •-..»•^ .-— f***,4 -. ••••MMtMMMtl Von Woi&e %u W&dke /-••• \~s Achtzigster Geburtstag. Wie bereits in unserer vorigen Nummer angegündigt, feierte der im Patriarchenalter stehende Präsident des Bethausvorstandes der israelitischen Kultusgemeinde Herr Anton Beck, Sonntag, den 9. d. M., das Fest seines 80. Geburtstages und war aus diesem Anlasse Gegenstand zahlreicher Ehrungen und Beglückwünschungen seiner vielen Freunde und Verehrer. Bereits Samstag, den 8. d. M., fand aus diesem Anlasse im großen Leopoldstädter Tempel im Rahmen des Gottesdienstes eine Feier statt, in deren Verlauf der Jubilar von Rabbiner Dr. Max Grunwald durch eine tiefempfundene Rode und von Oberkantor fi. Fischer durah einen selbstverfaßten Segensspruch geehrt wurde: in einer Festsitzung des Bethausvorstandes, welche am Abende desselben Tages stattfand, und der Vizepräsident Dr. Jakob O r n s t e i n und Amtsdirektor Regierungsrat Guido Fuchsgelb beiwohnten, hielten Vizepräsident Dr. Jakob Ornstein und Vizepräsident des Bethausvorstandes Dr. Elias Münz mit großen Beifall aufgenommene Ansprachen, worauf der einstimmige Beschluß .gefaßt wurde, dem Jubilar eine von allen Bethausvorstehern unterschriebene Festadresse zu überreichen. Mit Rücksicht auf seinen leidenden Zustand hat die eigentliche Feier in der Wohnung des Jubilars stattgefunden. Es waren unter anderem erschienen: das Präsidium der israelitischen Kultusgemeinde, der Gesamtbethausvorstand, Oberrabbiner Dr. H. P. C h a j e s und Rabbiner Dr. Max Grunwald; ferner waren der Sekretär des Bethausvorstandes Amtsleiter Rudolf Kraus und Tempelverwalter Max Schwager anwesend. Es sprachen Präsident Prof. Dr. Alois Pick im Namen des Kultusvorstandes und Vizepräsident Dr. E. Münz für den Bethausvorstand, welche in ihren Ansprachen die hervorragenden Verdienste des Jubilars in beredten Worten zum Ausdrucke brachten und Herrn Beck als vornehmen, lauteren Charakter und guten, aufrechten und wohltätigen Juden feierten. Gerührt dankte Präsident Anton Beck für die zahlreichen Beweise der ihm entgegengebrachten Sympathie und Wertschätzung. Verein „Wohlfahrt". Der Verein Wohlfahrt zur Erhaltung der im Jahre 1843 begründeten israelitischen Kinderbewahranstalt (Wien IL, Schiffamtsgasse 15) veranstaltete am 8. Jänner einen mit einer von Herrn und Frau Sonnenfeld inszenierten Modeschau verbundenen Tanzabend, welcher Abend auch eine Schau der besten Wiener jüdischen Gesellschaft war. Die schöne Veranstaltung nahm bei außerordentlich großem Besuch einen sehr animierten Verlauf und das nicht unbedeutende Reinerträgnis des Abends führt dem rührigen Verein weitere Mittel zur Erfüllung seines menschenfreundlichen Werkes zu. Um das Gelingen des Abends haben sich der Obmann des Vergnügungskomitees Bezirksrat S. W e i n e r, der Schriftführer des Vereines Herr M. 0 e s t e rreicher, sowie die Vorstandsmitglieder Bezirksrat Julius Berger, Direktor Henry Bondi, Hermann David, Paul Fries, E. Juszkovitz, S. Kornmehl, Rudolf Ruding e r, Dr. Walter Werner und Julius W e i n m a n mit ihren Damen das größte Verdienst erworben. Das Jusendkomitee, bestehend aus Fräulein Schwestern Ernst, Hetty Komme hl, Greti Kelemen, Ren6e Sonnenfeld, Mimi Wein er und den Herren Josef D en e s, Ernst D oh an, Adolf Abraham, Erich Hirschfeld, Paul Honig, Hans Juszkovits, Alexander Knapp, Walter Roth, Kurt Spitzer, Rudolf Wand, sowie der umsichtige Sekretär des Vereines Rudolf R a u d n i t z förderte den Erfolg des Abends. Der Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder für den XVI. und XVII. Bezirk veranstaltete Mittwoch, den 5. d. M. in Stalehners Lokalitäten einen Gesellschaftsabend, dessen Reinerträgnis den Vereinszwecken zufließt. Der Verein, welcher ein eigenes Heim erhält, in dem 120 jüdische Schulkinder täglich ausgespeist werden, wirkt bereits seit 28 Jahren in segensvoller und vorbildlicher Weise; sein Heim, das sich in einem Bezirke befindet, in welchem viel jüdisches Elend zu finden ist, bildet so eine Stätte edelster Menschlichkeit und tatkräftigster Menschenliebe. Der schöne Abend, um dessen Gelingen sich die Vizepräsidenten des Vereines Samuel Deutsch, Samuel Fischer und Josef S a 1 amon, der Obmann der Propagandasektion Herr Ignatz Eng e 1 und die Vorstandsdamen Frau Charlotte W e g 1 e r und Regine U n g v a r y, die Herren Brandes, Kotanyi, Kla- L. Höfel Zentral CKaffeesalon) Wien, 0. Bezirk, Taborstraße Nr. 8a Täglich ab 7£8 Uhr MUSIK und TANZ bei gewöhnlichen Kaffeehauspreisen Jeden Sonntag 5 UHR-TEE Karl Weiler _ J&ckard J/erzog 'Wien.l Kleine SKarrga/fe Z8 S€l»alli»laiten ■ sämtlicher in- und ausländischer Marken lagernd m Insbesondere jüdische Lieder und hebräische Ge- §g sänge der hervorragendsten Kantoren, wie Josef m Rosenblatt, Sanel Kwartin, Berele Chagy, Sirota, §§§ . Schlome Rinkasowlcz und viele andere. m AJIe Schlagerplatten der besten Jazzbands. Opern etc. — Moderne Sprecbmaschinen und R*iseapparate billigst — Platten verleib g= und •Umtausch. =|| ■lIMHEHlKIlllllilB 1' im lettisches KOniüslicht Seit vielen Jahren das aneikannt beste Hill M'Vtoot Man achte auf die ges. seseh.l Marke ,Hygfen. Königslicht* und Name Schulz Fabrik und Büro; Wien XIV., Br*unhirSeitengasse 3 Telephon 83-1-87

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