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Die Wahrheit · 1929-11-15 · Heft 46 (15.11.1929) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 46 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Di£ WAriftrlBlT Seite i meinden in den Vereinigten Staaten auf etwa 3000. Das Gesamt-Budget aller dieser Gemeinden steht nicht fest, jedoch kann so viel gesagt werden, daß etwa 1200 von diesen jährliche Ausgaben im Betrage von 16 Millionen Dollar haben. Der Wert eben dieser Gemeinden, das heißt der Synagogen und anderer ihnen gehöriger Anstalten und Einrichtungen, bdäuft sich auf nicht weniger als 100 Millionen Dollar. Es muß hinzugefügt werden, daß, immer von den gleichen 1200 Gemeinden sprechend, etwa 550 Gemeinden Sabbathschulen unterhalten, in denen 70.000 Schüler unterrichtet werden, während die anderen 650 Gemeinden Wochentagsschulen mit ebenfalls 70.000 Schülern haben. Der Zensus für die jüdische Bevölkerung in den Vereinigten Staaten ist etwa folgendermaßen: Ende 1927 hatten etwa 4,230.000 Juden ihren ständigen Wohnsitz in etwa 9700 Städten und Dörfern. Jede Stadt über 25.000 Einwohner hat jüdische Bevölkerung. Von den 13.000 kleineren Städten, die 2500 Einwohner oder weniger haben, werden in 4000 jüdische Einwohner gezählt. Mit anderen Worten, fast 97% der gesamten jüdischen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten leben in Städten oder Dörfern, wo sich jüdische Gemeinden befinden. Die übrigen 3% (etwa 140.000 Juden) sind über das ganze Land verteilt und können statistisch schwer erfaßt werden. — Das A. J. C. gibt auch ein Jahrbuch heraus, das diesen vorerwähnten Zensus anschaulich wiedergibt und ebenfalls lange Listen und Tabellen, wie auch Adressenmaterial in bezug auf die jüdische Bevöikerung in den U. S. A. enthält. Noch ein Wort zu den Finanzen dies A. J. C. Das Gesamteinkommen im Jahr beläuft sich auf fast 48.000 Dollar. Von diesem Betrage entfallen 24.000 Dollar auf den Betrieb des Hauptbureaus des A. J. C. Weitere 12.000 Dollar finden für die statistische Abteilung Verwendung und 9000 Dollar für die Zensusarbeit. Unter den jährlichen Beiträgen, die dem A. J. C. zufließen, kommt der größte Teil natürlich aus New- York City, und zwar 16.000 Dollar, also etwa ein Drittel der Gesamteinnahmen. An zweiter Stelle steht Chicago mit 6000 Dollar. Diese beiden Städte stehen an der Spitze der Beiträge für das A. J. C, obwohl fast jeder Staat in den U. S. A. in der Einnahmenliste vertreten ist. Aus der vorstehenden Uebersicht ergibt sich ein Umriß der Tätigkeit des American Jewish Committee! wie der Erfolge seines verewigten Präsidenten Louis Marshall. Es darf jedoch nicht vergessen werden, daß das A. J. C. in Gemeinschaft mit den verschiedenen jüdischen Organisationen, sei es in New York, sei es in den Staaten überhaupt, arbeitet; und1 diese Zusammenarbeit ist durchaus nicht nur auf die Joint, die Agro-Joint und die Bnai Brith-Loge beschränkt, sondern bezieht sich auf eine ganze Reihe von weiteren jüdischen Organisationen, gleichgültig ob wirtschaftlicher oder nationaler, religiöser oder sozialer Natur. Wenn man von der Tätigkeit jüdischer Organisationen in Amerika spricht, kann das A. J. C. nie übersehen werden. Auch abgesehen von den ins Auge fallenden Leistungen, wie sie geschildert worden sind, bildet es eines der Bollwerke jüdischer Arbeit in Amerika. Der Israelitische Tempelverein und Humanitätsverein Wien X., beklagen, aufs tiefste erschüttert, den Heimgang ihres ehrwürdigen, religiösen Oberhauptes, des Herrn Rabbiners Professor Dr. A. L. MANDEL der am Donnerstag, den 7. November 1929, nach Vollendung seines 60. Lebensjahres, jäh aus dem irdischen Leben abberufen wurde. Unermüdlich bis zum letzten Atemzuge war er bestrebt, während seiner dreißigjährigen Tätigkeit für das Judentum des Bezirkes zu wirken. Unvergeßlich bleibt sein Name in den Herzen der jüdischen Bevölkerung unseres Bezirkes. Die erste Trauerfeier fand Sonntag, den 10. November 1929, im israelitischen Tempel, X., Humboldtgasse 27, um V2IO Uhr vormittags, statt und wurde der Verewigte am Zentralfriedhofe, 1. Tor, um 1/412 Uhr vormittags, nach weiterer Zeremonie in das vom verehrlichen Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde gewidmete Ehrengrab zur ewigen Ruhe bestattet. Der Vorstand des Israelitischen Tempelu. Schulverein, Wien X. Der Vorstand des Israelitischen Humanitätsverein, Wien X.

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