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Die Wahrheit · 1929-05-17 · Heft 20 (17.5.1929) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 20 (17.5.1929)
Date
1929-05-17
Page
– (sequence 13)
Language
German
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DIE WAHRHEIT l|lll)lllll|uiinnnMiiniliiiiii|||"'|»»"'|^n™"n'|'|||"'|'n|||'||"nu|''1UB Seite 13 Marienbad» Franzensbad ^bstaukan?f„GoldenerScQtüssd" granö fastaurant „Türstenßof streng orthodoxe Küche SIlllOII R33D streng orthodoxeKüche "TO V» thnWoAezulDoA» I Großlogenpräsident Dr» Edmund Kohn. | Ein kluger, gewandter, charaktervoller Mann, voll Eifer für jüdisch-karitative Angelegenheiten, ist nach langem schwerem Leiden von uns gegangen. Bescheiden und liebenswürdig als Mensch, treu und hilfsbereit als Freund, hat sich Großlogenpräsident Dr. Edmund Kohn die Liebe weiter Kreise, die Hochachtung und Verehrung aller, die ihm im Leben nahe gestanden sind, erworben. Das große Ansehen, das der Verstorbene wegen seiner hervorragenden Eigenschaften genoß, kam durch die außerordentlich große Beteiligung bei seinem am 14. d. M. am neuen jüdischen Friedhof stattgefundenen Leichenbegängnisse zum Ausdruck. Die neuerbaute große Zeremonienhalle konnte die unübersehbare Zahl der Trauergäste kaum lassen. Es waren erschienen: In Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde Präsident Prof. Doktor A. Pick, Vizepräs. Dr. Josef Löwenherz, Amtsdirektor Reg.-Rat Guido Fuchsgelb und eine große Anzahl Kultusvorsteher; Mitglieder des Bethausvorstandes, Vorstandsmitglieder und Delegierte der „Chewra Kadischa" unter Führung des Präsidenten Dr. Wilh. Pappen heim; eine sehr große Anzahl Vorstandsmitglieder und Mitglieder Wiener und ausländischer B. B. Logen; Delegierte jüdischer Wohlfahrtsanstalten u. a. m. Rabbiner Dr. D. F e u c h t w a n g hob in seiner Rede hervor, daß der Verblichene als leuchtendes Beispiel gottgefälligen Lebenswandels gelten könne. Mit beredten Worten schilderte er die Verdienste des Verewigten, rühmte seine Selbstlosigkeit und Opferwilligkeit, die er als Mensch, als Jude und vor allem als Familienvater bekundete. Sodann sprach Prof. Dr. A. Pick namens der Kultusgemeinde dem Verewigten Worte des Dankes für dessen ersprießliche Tätigkeit in der Bezirkskommission sowie als Präsident der Schätzungskommission und versicherte, daß das Andenken an diesen so verdienstvollen Mann, der so Hervorragendes auf jüdisch-karitativem Gebiete geleistet, niemals erlöschen wird. Vizepräsident Dr. S c h n a b 1 nahm für die Großlogen, deren Gründer und unermüdlich treibende Kraft der Verblichene war, tiefbewegt Abschied von dem teueren Freunde. Wahrhaft rührend sprach Hofrat Dr. Fuchs im Namen der Loge „Wien" dem verstorbenen Begründer und ersten Präsidenten der Vereinigung Worte des Abschiedes und Dankes. Es sprachen sodann Dr. Popper für die Großlogen der Tschechoslowakei, Hofrat Dr. S. Frankfurter und Dr. W a 11 e r für die deutschen Großlogen, tiefempfundene Nachrufe. Die Bahre wurde hierauf von den Logenbrüdern zur letzten Ruhestätte getragen, wohin sich der endlose Zug bewegte. — Die kantorale Funktion versah Oberkantor Heinrich Fischer mit großer Assistenz in würdiger Weise. Innsbruck. Die Wienen misrachistische Wochenschrift „Jüdische Welt" hatte kürzlich den Vorstand der Innsbrucker Ku'ltusgemeinde und den dortigen Oberrabbiner Dr. L i n k interpelliert, warum in Innsbruck angeblich die t Mit er i Beutst WIEN I., Seltenstettengasse 2 Tel. U 28-1-28 XI., Zentralf rledhof, neben dem L Tor, Tel. U18-0-85 Möglichkeit fehle, rituell zu leben. Die Zeitung mußte in ihrer letzten Nummer einer Erklärung des Rabbinates für Tirol und Vorarlberg Raum geben, wonach seit dem Bestände der Kultusgemeinde Innsbruck stets dafür Vorsorge getroffen wurde, die Gemeindemitglieder mit Koscherfleisch zu versehen. Aller^- dings hat die Gemeinde die Schlachtung in Eigenregie aufgeben miiissen. da durch den schleppenden Absatz des Koschertleisches ein Teil desselben, besonders in den Sommermonaten, ungenießbar wurde. Sie hat es dahen vorgezogen, den Bedarf an Koscherfleisch von auswärts zu decken. Dieses Fleisch wird unter Aufsicht des Rabbinates den Reflektanten zu Normalpreisen abgegeben (die beträchtliche Preisdifferenz zwischen Koscher- und Träfefleisch, sowie Transportkosten trägt die Gemeinde aus eigenem) und wir glauben, daß die Person des Herrn Landesrabbiners Dr. Link nach jeder Richtung dafür Gewähr bietet, daß das Fleisch auch den rigorosesten Anforderungen des Religionsgesetzes entspricht. Inzwischen hat, wie wir erfahren, am 8. d. M. eine Vollversammlung der Innsbrucker Kultusgemeinde stattgefunden, in welcher die erdrückende Mehrheit der Gemeindemitglieder sich entschieden für die Beibehaltung der derzeitigen Koscherfleischverscrgung ausgesprochen hat. Insbesondere waren es die Konsumenten des Koscherileisches. die im Einvernehmen mit Herrn Landesrabbiner Dr. Link Wert daraui gelegt haben, den Bezug des Fleisches aus Wien (Schiftschul-Schechita) auch weiterhin sicherzustellen. Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder für den XVI. und XVII. Bezirk. Sonntag, den 28. April d. J. hat dieser seit 30 Jahren segensreich wirkende Verein die 27. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Der Präsident, Herr Direktor Benno K a h a n e, begrüßte die Anwesenden, insbesondere den Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde, Herrn Medizinalrat Dr. Jakob Deutsch, das Vorstandsmitglied des Verbandes „Weibliche Fürsorge", Frau Selma Klar, den Obmann des Bethausvorstandes, Herrn Sigmund Weiler und die Vertreter der Wohltätigkeitsvereine. Nach warmen Gedenkworten für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder machte zunächst der Vizepräsident, Herr Samuel Deutsch, einige Mitteilungen über die administrative Tätigkeit des Vereines, worauf der Obmann der Ausspeisungssektion, Herr Emanuel Donat, einen eingehenden Bericht über die Tätigkeit des Vereines erstattete und bemerkte, daß der Verein dank der Opferwilligkeit der Mitglieder und Gönner in der Lage war, täglich 90 Kinder und 15 erwerbsunfähige Erwachsene zu verköstigen. Der Redner dankte dem Vorstande und allen Mitgliedern für die tatkräftige Unterstützung und erwähnte besonders die großen Verdienste der beiden Vorstandsdamen Charlotte W e g 1 e r und Regina U n g v a r y und gedachte zum Schlüsse seiner vortrefflichen Rede der reichlichen Zuwendungen seitens der Ehrenmitglieder Herrn Julius und Frau Olga K r u p n i k. Hierauf verlas der verdienstvolle Kassier. Herr Leopold L ö w i n g e r, den Kassabericht, welcher von der Versammlung genehmigend zur Kenntnis genommen wurde. Herr Kultusvorsteher Doktor Deutsch, sprach der Vereinsleitung im Namen des Präsidiums der Kultusgemeinde für die mustergültige Führung den herzlichen Dank und die Anerkennung aus. Hierauf wurde dem Vorstande gemäß dem Antrage des Revisors Herrn Robert Beck einstimmig das Absolutorium erteilt. Bei der nun vorgenommenen Wahl des Vorstandes wurden die turnusmäßig ausscheidenden Vorstandsmitglieder wieder- und die Herren S KleiderkreditZahlbar Jgj*?*elne» ■ ■ Sämtliche Herren- und Damenkleider ■ 2 Nur Qualitätsware! aach Maß sowie fertig lagernd. Billigste Preise 1 J ■ KLEIDERHAUS WERTER, WIEN XVI., 5 ■ Telephoa A 1-501 Ottakxlngerstrafle 17 Telephon A 1-501 j| ^■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■l

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