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Die Wahrheit · 1929-05-17 · Heft 20 (17.5.1929) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 20 (17.5.1929)
Date
1929-05-17
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 Drab, Hauser, Karpf, Klawier, Mandl, Rosenrauch, Schinkasch und Frau Gr öge r neugewählt. Die Chewra Kadischa Währing hielt am 28. April unter sehr lebhafter Beteiligung ihre 49. ordentliche Generalversammlung ab. Obmann Josef N o s s i g begrüßte die Erschienenen, insbesondere das Ehrenmitglied, Herrn Rabbiner Dr. David Feuchtwang, sowie die Delegierten des Währinger Frauenvereines. Frau Präsidentin Adele Schlesinger mit den beiden Vizepräsidentinnen, Frau Regine K o h n und Frau Medizinalrat Dr. Ignaz Winter und den Delegierten der Döblinger Chewra Kadischa, Herrn Direktor Josef Brüll. Der vom Schriftführer Jacques Katz erstattete Rechenschaftsbericht fand ebenso wie der vom Kassier Leopold S u b a k vorgetragene Kassenbericht ungeteilten Beifall, zumal gerade aus dem letzteren die segensreiche Tätigkeit dieses Vereines klar ersichtlich ist. Rabbiner Dr. Feuchtwang hob in einer längeren, herzlichen Ansprache die verdienstvolle Tätigkeit des Vereinsvorstandes besonders hervor. Seine Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Bei den vorgenommenen Wahlen in den Vorstand wurden diie turnusmäßig ausgeschiedenen Herren Friedrich Glücksmann, Gustav Heß, Bernhard Kikenis, Gustav Rosenberg und Israel Rosenberg wiedergewählt; die Herren Abraham Katz und Josef Klein wurden mit einer dreijährigen Funktiondauer neugewählt. Personalnachricht. Kurarzt Dr. Leo Werdesheim und seine Frau M. U. Dr. Thilde Werdesheim-Benvenisti haben ihre kurärztliche Praxis in Bad Gleichenberg wieder aufgenommen. Die Vierzigjahrfeier der Wirksamkeit des Chordirigenten Gustav Erber. Samstag, den 20. April, wurde im Tempel, Wien VI., in würdiger Weise der Ehrentag des Jubilars gefeiert. Der Tempelvorstand und die Kollegen und Mitarbeiter des allseits beliebten Chorleiters beteiligten sich in herzlicher Weise an den Ehrungen. Im Rahmen des Morgengottesdienstes wurde der Jubilar zur Thora aufgerufen. Vom Chor erscholl ein Festgesang, Oberkantor L e v i n rezitierte einen sinnvollen Segensspruch, Rabbiner Dr. D r o b i n s k i hielt sodann die Festrede. Er würdigte in warmen, schwungvollen Worten die ersprießliche Tätigkeit des Jubilars, hob besonders hervor, daß Gustav Erber in hingebungsvoller Arbeit die Darbietungen des Chorgesanges auf mustergültiger, ja vorbildlicher Höhe zu halten weiß, so daß dadurch nicht bloß Andacht erweckt wird. Sodann richtete Präsident Dr. Jakob Engel Worte herzlichster Anerkennung und lebhafier Gratulation an den Jubilar, wobei er betonte, daß Erber in aufopfernder Hingebung sein? Pflicht, und weit mehr als seine Pflicht getan hat. Tief ergriffen stand der Gefeierte da, Tränen im Auge. Die zahlreichen Festgäste beglückwünschten ihn und der Vor- DIE WAHRHEIT stand, das Chorpersonal und die übrigen Tempelangestellten erfreuten ihn durch Widmung von Geschenken. Osijek. Nach 35jähriger Tätigkeit ist der Sekretär der jüdischen Kultusgemeinde zu Osijek-Oberstadt. einer der größten im Königreiche S. H. S. in den Ruhestand getreten und es Söll mmmehn seine Stelle zur Neubesetzung gelangen. Von den Reflektanten wird Matura und vollständige Kenntnis aller jüdischen Angelegenheiten und Bedürfnisse einer Kultusgemeinde verlangt. Bevorzugt werden Reflektanten, welche die Qualifikation für den Religionsunterricht an Mittelschulen und für die Stellvertretung des Oberrabbiners besitzen. Es wird allerdings im Sinne der gesetzlichen Vorschriften die Beherrschung der serbo-kroatischen Sprache und die jugoslawische Staatsbürgerschaft gefordert, allein für die Erfüllung dieser Bedingungen kann im Sinne der Gemeindestatuten eine entsprechende Frist gewährt werden. Reflektanten wollen sich unter Vorlage von Zeugnisabschriften und eines currieuium vitae bei dem Präsidium der genannten Kultusgemeinde melden. Die Festsetzung der Bezüge ist der freien Vereinbarung zwichen dem Präsidium und dem Reflektanten vorbehalten. Wir lenken die Aufmerksamkeit von Interessenten, speziell aus der Tschechoslowakei, welche eine slawische Sprache in dem Maße beherrschen, daß sie die serbokroatische in absehbarer Zeit erlernen können, auf diese Vakanz. Pessach in der „Einheit". Pessach gilt von jeher als die heiterste und weihevollste Feier. Wir begehen die Erinnerung an die Gründung des Volkes und seine Berufung. In diesem erhabenen Sinne wurde wieder in der „Einheit" das Pessachfest begangen. Weihe lag in den Räumen, in denen sich die Männer und Frauen zur Anhörung der Pessachgeschichten versammelten und in Andacht vom Auszug aus der Knechtschaft hörten und sagten. In drei großen Sälen waren die Tische blitzblank gedeckt. Wein erfreute die Teilnehmer und gutes, reichliches Essen befriedigte alle. Ein frohes und gesundes Wiedersehen im nächsten Jahr war der Wunsch aller unserer Gäste und Freunde. Auch in das Spital der Barmherzigen Brüder, zur Polizei und in die Gerichte und zu den blinden Mädchen in der Darwingasse sandte die „Einheit" das Essen. Weekend ist die große Mode, aber auch die große Sorge der vielgeplagten Großstadtmenschen. Unzählige Dinge sind notwendig, um den Sonnabend angenehm verbringen zu können. Unerläßlich ist eine Sprechmaschine. Bei dieser Gelegenheit machen wir aufmerksam, daß vom 15. bis 31. Mai im Musikhaus Excelsior. I., Adlergasse 5, Tel. R 23-4-90, Weekend-Werbewochen mit günstigen Preisangeboten veranstaltet werden und verweisen auf das heutige Inserat dieser Firma. Ständige Schaustellung ohne Kaufzwang. Infolge eines drucktechnischen Versehens wurde bei dem m unserer Nummer 17/18 erschienenen Aufsatz „Schönh eitskonkurrenz"' der Frankfurter „Israelit", dem dieser Artikel entnommen war, nicht angegeben. Union deutschösterreichischer Juden Wien IX., Berggasse 4 Tel. A 19-2-77 Der 12. Sprechabend der „Union" findet Donnerstag, den 23. Mai 1929,8 Uhr abends, im Saale des WISSENSCHAFTLICHEN KLUBS VI., Getreidemarkt 7 (Eingang Dreihuffelsengasse 1) statt, wozu hiermit die höfliche Einladung an alle Freunde der „Union", sowie an die Mitglieder, insbesondere auch an die Damen ihres Familien- und Bekanntenkreises ergeht. Prof. HEINRICH GLÜCKSMANN (Dramaturg des Deutschen Volkstheaters) Jüdische Bühnenkünstler {Adolf Sonnenthal zum Gedenken) Gäste willkommen! Das Präsidium der „UNION DEUTSCHÖSTERREICHISCHER JUDEN*

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