Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 17-18 (24.4.1929)
- Date
- 1929-04-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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DIE WAHRHEIT dinuuniiin nmoMimiito Seite 1 Die weltberühmten und bevorzugtesten amerikanischen Manischewitz-Mozzos Grieß I nisa-fonpOTsa Farvel sind in allen besseren Lebensmittelgeschäften erhältlich Eine Spezialität sind die neu eingelangten Nazzoth Crackers, eine besondere Freude für die Kinder raanischewilz Mtazzos - Vertrieb Wien IL, FugD&digasse 24 (NortiDaüiistraße 38) Telephon Nr. R 25-9-32 und R 48-0-82 Filiale: 1$. Frost, 11., naldgasse 9 Telephon Nr. \ 41 »-64 öffentlichen Bibliothek der anglosächsischen Welt zu erreichen ist, der Verfasser erfreut sich eines großen Rufes als hervorragender Gelehrter und glänzender Schriftsteller. Es ist unmöglich, daß seine Ausführungen nicht auf einen großen Bruchteil der gebildeten Welt einen Eindruck machen. Wer bürgt uns dafür, daß nicht sie es waren, die Anlaß gegeben haben, zum Auftauchen der Blutbeschuldigung in Amerika? Und da erhebt sich die quälende Frage, ob die amerikanischen Juden auf nützlich© und zweckmäßige Weise gegen diese Beschuldigung reagiert haben, indem sie bei der Regierung die Demission des Bürgermeisters jener Stadt durchsetzten, „die solche Schmach über Amerika gebracht", anstatt sich mit einer aufklärenden Schrift an die breiten Massen des Volkes und an die Intelligenz zu wenden, wie es Dr. Bloch seinerzeit mit so großem Erfolg getan? Die Methode, gegen derartige Beschuldigungen an die Staatsgewalt zu appellieren, ist in diesem Falle um so gefährlicher, als in Amerika vielleicht noch mehr als anderwärts im Publikum der Glaube verwurzelt ist, daß „die Weisen von Zion" im geheimen überall die Staatsgewalt kontrollieren und sogar so mächtige Industriemagnaten, wie Ford einer ist, nach ihrem Willen zu lenken verstehen . . . Schönheitskonkurrenz. Das jetzt beliebte Spiel der Schaustellung und Preiskrönung von Frauenschönheiten würde uns unberührt lassen, wäre man nicht darauf gekommen, partout eine jüdische Sache daraus zu machen. Daß der liebe Gott bei der Verteilung der Schönheitsgaben auch in Ungarn und in Polen keinen Numerus clausus einhält, dürfte wohl auch früher bekannt gewesen sein. Um das zu beweisen, hätte sich gewiß nicht die Mühe gelohnt, jüdische Töchter — wie man hört, brave Töchter guter jüdischer Häuser in Ungarn, Wien und Polen — in diesen Wettbewerb zu treiben, ist es einmal geschehen, so gönne man den Mädchen die Freude und den Erfolg. Was wollen aber jüdische Blätter eigentlich bezwecken mit der Hervorhebung und „Auswertung" dieses „jüdischen Erfolges14? Kann äußere Schönheit apologetischen Zwecken dienen? Die Hoffnung, daß die ..Erwachenden" in Ungarn sich durch die schönen blauen Augen der preisgekrönten Böske Simon zu einer anderen Haltung gegen die Juden verleiten ließen, ist mit dem wenig freundlichen Empfang der Preisträgerin in ihrer Heimat vernichtet. Man kann noch verstehen, wenn in an der Oberfläche der Dinge haftenden Kreisen von jüdischer Weltmeisterschaft auf Spiel- und Sportplätzen ähnliches erwartet wird, wenn da angenommen wird, sie könnte für die Juden, sagen wir für ihren Mut, für ihre Tapferkeit Freunde und Bewunderer werben. Wie sollte dieses Schönheit können, die keine Leistung und keine Tugend ist, sondern nur eine Gottesgabe, eher geneigt, den Neid als die Achtung der Feinde auszulösen? Die Schönheitskönigin in der Megilla, die jüdische „Miß Persia", hat die Erlösung gebracht trotz ihres Schönheütspreises, und nur dadurch, daß die jüdische Note der gewonnenen Schönheitswette bis zum letzten Augenblick peinFiieh verschwiegen wurde. Die erzieherische Wirkung dieses vielgepriesenen „jüdischen: Erfolges" nach innen muß vollends all diejenigen mit Trauer und Sorge erfüllen, die auf eine V e t i u n e r 1 i c h u n g und Vergeistigung des jüdischen Lebens halten und geben. In Palästina steht die von