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Die Wahrheit · 1929-04-19 · Heft 16 (19.4.1929) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 DIE WAHRHEIT ercffentüchungen det Urtica, deutrcfocstecveicKiechev Juden McWH Wien IX. 'ÜarqqaFea 4 TeUfe*.: 19-2-7? „Judenreine" Sommerfrischen. Die Frage, ob es in einem Rechtsstaate denkbar ist, daß irgend welche offizielle oder inoffizielle Körperschaften eines der wichtigsten Grundirechte unserer Verfassung, die Freizügigkeit als aufgehoben erklären können, ist natürlich in erster Linie eine prinzipielle, als welche sie von uns stets behandelt worden ist. Praktisch aber ist es che Aufgabe eines jüdischen Blattes, seine Leser zu war- Nieder-Oesterreich: Aggsbach-Markt, Wachau: Nur an Katholiken. Eminersdorf a. d. Donau, Wachau: Nur Arier. Gobelsburg am Kamp. Krems a. d. Donau. Die Verwaltung der Stiftswälder untersagt den jüdischen Kurgästen das Betreten der Wälder. Mank, Gemeinderatsbeschluß, den Aufenthalt jüdischer Sommerfrischler nicht zu dulden. Scheiblingkirchen a. d. Aspangbahn. Schönberg am Kamp: Im Jahre 1925 antisemitische Exzesse. Türnitz. Ybbsitz. Ober-Oesterreich: Aigen im Ennstal. — Altmünster: Pension Doktor Müller. Efferding: Laut Gemeinderatsbeschluß Aufenthaltsdauer für „Nichtarier" auf 24 Stunden beschränkt. Frankenmarkt. — Freistadt. St. Georgen im Attergau: Der „Gasthof Bauern- Löckner" inseriert: Nur christliche Sommergäste erhalten Unterkunft. Goisern: Hotel Post — Guttau bei Kefermarkt Mühlviertel. Hansberg, Post St. Johann i. Mühl viertel: Nur christliche Gäste. Lambach: Hotel Menschik. — Mattighofen. Micheldorf: Pension Haindl. — Neuhaus a. d. Donau: Gasthof Ernst Neuhofen a. d. Krems. — Nußdorf am Attersee. Obermühl a. d. Donau. Reichenthal, Mühlviertel: Nur Arier. Scharnstein i. Almtal: Pension Herrenstraß. Schörfling am Attersee: Alle Wirte mit Ausnahme des Gasthofes „Blaue Traube". Spital am Pyhrn: Im Gasthof „Zur Post", Eigentümer Grundner, in der Einfahrt Inschrift: Juden nicht erwünscht. — Villa Schwarzenberg. Traunkirchen: Hotel „Am Stein". St. Veit, Mühl viertel: Nur für Arier. Vorderstoder: Steinerwirt Wallern b. Schallerbach: Gasthöfe Eberstaüer und Renner. Wartberg a. d. Krems. Weyr a. d. Enns: Der Verschönerungsverein schreibt, daß „Juden nicht erwünscht" seien. Weyregg am Attersee: Lehrerheim: Nur für Arier. Salzburg: St Johann im Pongau: Laut Gemeinderatsbeschluß „Juden nicht erwünscht". Mattsee: Laut einstimmigem Gemeinderatsbeschluß „judenrein". Neumarkt am Wallersee. — Seeham b. Mattsee. Sedkirchen am Wallersee. nen, in jenen Orten Sommeraufenthalt zu nehmen, wo noch immer der skandalöse Unfug der „J u d'enr e i n h e i t" besteht. Wir veröffentlichen deshalb im nachstehenden wieder wie in den letzten Jahren die österreichische Schandliste' derjenigen Orte, in denen der Sommeraufenthalt von Juden „nicht erwünscht" ist. Tamsweg im Lungau: Laut Gemeinderatsbeschluß „judenrein". Wald im Oberpinzgau. Zell am See: Villa Olga, Villa Schmittental. Steiermark: Alt-Aussee: Edlauer. Neue Post. Murau. — Pöllau: Arische Sommerfrische ersten Ranges. Puck: Zentralverband. Pürgg (am Eingang des Steirischen Salzkammergutes). Schladming, Obersteiermark, versieht seine Prospekte mit dem Vermerk: „Juden nicht erwünscht." Trofaiach: Die Kurverwaltung annonciert: „Angenehmer Aufenthalt für christliche Familien." Waldbach a. d. Lafnitz: Pension Langenecker. Kärnten: Afritzersee: Arische Sommerfrische. Agathendorf: Post Hirt. Kötschach im Gailtal: Stempel „Nichtarier unerwünscht" auf einem Briefe eines dortigen Gasthofbesitzers. Krumpendorf am Wörthersee: Villa Streicher. St. Margarethen, Lavanttal. Maria Wörth am Wörthersee: Hotel Post Möllbrficke. Ober-Villach. (Nicht zu verwechseln mit Ober-Vellach bei Villach.) Weißensee: Juden sind am Weißensee in sämtlichen Sommerfrischen ungebetene Gäste, da gemäß einem Beschluß der dortigen Fremdenverkehrsverbände die Sommerfrischen „judenrein" zu sein wünschen. Tirol: Fügen. — Hall: „Goldener Engel". Hopfgarten. — Judenstein ob. Hall: Pension Wälsung. St. Jakob am Pillersee: Nur Arier werden aufgenommen. Mieders, Stubaital: Hakenkreuz am Gasthaus „Alte Post". Dorf Oberlängenfeld im Oetztal: Der Gasthof „Zum Hirschen" und dessen Dependence „Antonshaus", Bes. Geschwister Skrein, nehmen jüdische Gäste nicht auf. Die Inhaber des Gasthofes „Zum Hirschen" sind auch Besitzer von „Kurbad und Pension Längenfeld". Vorderwildbad, bei Hall, nimmt laut Prospekt „nur arische Gäste" auf. Walchsee b. Kufstein: Gasthof Kramerwirt lehnt die Aufnahme jüdischer Gäste ab. Zillertal gilt teilweise als antisemitisch verseucht; es dürfte sich empfehlen, jeweils zuvor Erkundigungen einzuziehen. Vorarlberg: Gaschurn i. Montafon: Hotel „Rößle-Post". Der Besitzer Keßler ziert seine Schreiben mit einem Hakenkreuz. Sehr uns: An den Gasthöfen „Löwe" und „Taube" Hakenkreuze. Z ü r s t am Arlberg: Hotel „Zfirster Hof". Diese neue Liste ist allein maßgebend. Durch sie werden alle früheren Veröffentlichungen aufgehoben. Aenderungen und Ergänzungen werden laufend bekanntgegeben werden. Bä

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