Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 16 (19.4.1929)
- Date
- 1929-04-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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DIE WAHRHEIT Seite 11 Herr Pressestaatsanwalt! Haben Sie die Nummer der in Salzburg erscheinenden Wochenschrift „Der Eiserne Besen" vom 5. April 1929 gelesen? Wir vermuten nicht, denn sonst hätten Sie nicht stillschweigend vorüber gehen können an dem Artikel „Kapituliert! Vor den jüdischen Erpressern zurückgewichen.", der dort gestanden ist. Jedes Wort dieses schamlosen Aufsatzes stellt ein Vergehen gegen den Gesetzesparagraphen dar, der das Verbot der Aufreizung gegen eine Religionsgemeinschaft ausspricht. Zu Ihrer Information und als trauriges Dokument unserer Zeit reproduzieren wir hier diesen Artikel, ob- , wohl uns dies angesichts seiner Widerwärtigkeit Ueberwindung genug kostet: „Die Regierung Dr. Seipel ist zurückgetreten, weil der Kanzler angeblich kein Hindernis zur Erreichung des politischen Friedens und der Arbeitsfähigkeit des Parlamentes bilden will. Dr. Seipel ist zurückgetreten, weil seine Seelensanierung mißlang und er mit der sündteuren Tratschbude au! das tote Geleis geraten ist, wodurch der ganze parlamentarische Betrug völlig entlarvt und bewiesen wurde, daß von dieser Richtung keine Gesundung kommen wird, sondern vielmehr dauerndes Verderben. Mit einem Worte: Finis Parlament! Die jüdischen Hetzapostel und Tagediebe, welche den Steuersäckel täglich ausplündern und fette Pfründe einstecken, werden jede bürgerliche und antimarxistische Regierung bekämpfen, ob sie Seipel, Ramek, Gürtler oder wie immer heißt, denn ihre Parole lautet: „Und der König absolut, wenn er Judas Willen tut!" Gegen einen herrsch- und machtbungrigeii mosaischen Lausbubenklüngel hilft nur eine Hundspeitsche oder ein Haslingerstock, da helfen keine salbungsvollen Worte aus prlester- Hchem Mund, sondern nur Maulschellen, daß den keifenden, wie tobsüchtig um sich schlagenden Juden Hören und Sehen vergeht. Da hilft nur eine entschlossene Tat, die all den Verbrechern endlich ein Ende macht und mit der Schwindeldemokratie aufräumt, weil diese wie eine Seuche unser ganzes Leben verpestet und verwüstet. Mit einem Syphilisbazillus kann man keine Kompromisse machen und verhandeln, der muß erledigt und aus dem Staatskörper hinausgetrieben werden. Das deutsche Volk kann nicht genesen, solange es von diesem palästinischen Krankheitserreger vergiftet und zerfressen wird. Der Judäomarxismus muß sterben, damit das deutsche Volk und Land leben können. Wer dies nicht begreifen will, möge sich begraben lassen, denn der taugt nicht mehr für diese Zeit der harten Kämpfe um den Volksbestand.*' Man wird zugeben, und auch Sie, Herr Pressestaatsanwalt, können es wohl nicht leugnen, daß diese Haßorgie vieles übertrifft, was selbst in dem Salzburger Sudelblatt bisher noch zu lesen war. Und da gibt es keine Instanz, die diesem skandalösen Treiben Einhalt gebietet? Ist Oesterreich noch ein Rechtsstaat? i ■ KUNDMACHUNG? Die Wiener Molkerei bringt auch heuer Pessadi- Kosdiermildi in allen ihren Filialen zum Verkauf. Die Pessach-Koschermilch wird in ihren Meiereien in Niederösterreich unter streng ritueller Aufsicht Öer von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Rosenmann bestellten religiös verläßlichen Organe CPfTX^D erzeugt. Jede Kanne und jede Flasche ist mit einer Plombe, respektive mit einer Schleife versehen mit dem Aufdruck: 3»5FI Wien, 15. April 1929. Wiener Molkerei -~wVttifAg''-*-1 -