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Die Wahrheit · 1929-04-05 · Heft 14 (5.4.1929) · page 10

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 14 (5.4.1929)
Date
1929-04-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
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B Seite 10 ™ niaum «mflfWfflwwHmnanttrtfflfliiitWBBi^ die WArimiöt Kaufet rosa hww pK Kaufet die In Qualität und Geschmack unübertroffenen, weltberühmten Palästina o man oih Die Herstellung erfolgt — wovon sich Sr. Ekrw. Rabbiner Schenk (Baut der „Talmud Ihofa'') persönlich überzeugt hat — unter streng ritueller Aulsicht Sr« Ehiw. Herrn Rabbiner Josef Chalm Sor - nenfeld, Jerusalem, und des „Chief-Rabbi" vonEiez Israel, Sr. Efcrw. Kenn A. I. Keck, JerusElem Generalrepräsentanz für ganz Oesterreich: Nathan Brodetzki, Wien II., ttSEST&Xm FILIALEN: M. Wildmann. I. Bäckerstraße 16 M. Spiegel, III. RadetskystraBe 4 Jakob uretB, II. Untere Augartenstraße 25 Sabine Binder, IX. Hahngasse 33 S. Schneider, II. Miesbachgasse 12 Max Silbe rberg, IX. Roter.löwer.gasse 8 II. Novaragasse 12 Ignaz Finkelstein, XX. Kloster nei>burgerslr. 9 David Raab, II. Schiffamtsgasse 7 M. Luwlsch, XX. Hannovergasse SO _ Janob Wassermann, XX. Wallensteinstraße 58 Luther setzte sich zwar anfangs für sie ein, später schlug er aber denselben judenfeindldchen Tan an wie sein katholischer Todfeind Eck. Wenn auch nach der Reformation die Verfolgungen nachließen, so fand die judenfesüdliche Gesinnung doch in einer ausgedehnten Literatur ihren Niederschlag; ein Arsenal der Verleumdungen errichtete Eisenmenger in seinem „Entdeckten Judentum". Wie ungesichert die staatsrechtliche Stellung der Juden war, das zeigen die zahlreichen Judenordnungen des 16. und 17. Jahrhunderts. (Fortsetzung folgt) Cflcrrcsx. Das „Berliner Tageblatt*' veröffentlichte ein vom 30. März datiertes Telegramm aus Jerusalem, das folgenden Wortlaut hatte: „Der Chef der moslemischen Familie, die im Besitze der Abendmahlskammer auf. dem Zionsberg ist, verbot den Franziskanern, als sie, wie alljährlich am Gründonnerstag zum Gottesdienst erschienen, den Eintritt. Ein anderes Mitglied der Familie, das die Zulassung der Christen befürwortet, wurde von seinen Verwandten schwer mißhandelt." Die Juden können leicht die vollendete Vorurteillosigkeit und Toleranz gegen Bekenner jeder Religion aufbringen, da sie gerade im Sinne ihres Religionsgesetzes nicht nur jede Bekehrungssucht verpönen müssen, sondern auch jeden guten Menschen nach seiner Fasson auf Erden und auch im Himmel selig werden lassen. Es wird daher auch keinen Juden geben, der nicht mit gutem Gewissen seiner schmerzlichen Empörung über jeden Akt religiöser Gehässigkeit, möge er in Jerusalem oder wo immer verübt worden sein, Ausdruck geben dürfte. * * * Es verlautet, daß Herrn Dr. Walter Riehl aus den Kreisen der Dötz-Leser die Bitte zukam, er möge Anstalten treffen, daß er auch im Gerichtssaale irgendwie zu der Affäre des Robert Singer Stellung nehmen könne. Diese Bitte wird in einer für Dr. Riehl überaus schmeichelhaften Weise begründet Dem Dr. Riehl ist es seinerzeit gelungen, Rothstock, obwohl er ihn früher als edlen Idealisten gefeiert hatte, im Gerichtssaale als Irrsinnigen hinzustellen. Er bringt es vielleicht auch zustande, Robert Singer, obwohl er fünfmal längere Zeiten Insasse von Steinhof war, im Gerichtssaal als normalen geisteskranken Juden zu kennzeichnen. * * * In Ungarn lieben es heute noch die Judenfeinde, ihren brutalen Haß mit den Ausschreitungen des „roten" Terrors zu begründen, der angeblich auf das Konto der Juden zu setzen sei. Kein Geringerer als der frühere Kronanwaltsubstitut Dr. Vary war es, der schon vor Jahren den damals nicht unbedenklichen sittlichen Mut aufbrachte, auf Grund unwiderleglicher Dokumente dieser Lüge entgegenzutreten. Er hat den Beweis erbracht, daß unter den nationalen Märtyrern, die wegen ihrer patriotischen Gesinnung das Opfer der „roten" Henker wurden, die jüdische Bevölkerung weit über ihr Zahlenverhältnis hinaus vertreten war. Unter den Henkern aber gab es Juden und Christen — Scheusale, die wahrhaftig keine Konfession als ihre Vertreter anerkennen wird. Dr. Vary hat nun als Abgeordneter das Werk, das er mit seinem Buche begann, in einer von idealem Geiste der Wahrheit und Gerechtigkeit diktierten Weise fortgesetzt und ergänzt. Er hat es offen ausgesprochen, daß der „weiße" Terror, der angeblich die Missetaten des „roten" Terrors rächen wollte, ebenso schmachvoll wütete und Verbrechen, Plünderungen, Mordtaten schamlos als heroische Leistungen im Dienste des Vaterlandes zu preisen wagte. Dr. Vary sprach es aus, daß der „weiße" Terror sich nicht anmaßen dürfe, als etwas besseres als der „rote" gewertet zu werden. Sie sind einander würdig. Soweit Dr. Vary. Dürfte man aber nicht doch noch einen kleinen Unterschied hervorheben? Der „rote" Terror war wenigstens interkonfessionell. Der „weiße" Terror suchte seine Opfer hauptsächlich unter den Juden und er hat — siehe Numerus clausus — noch heute nicht ganz zu toben aufgehört. Ego. EDUARD HEBLINGERS Q CAFfe CARLTHEATER tSJ QHnBBmHBniaHnMIBBeHHHBaHHHIHHHBBHBBHHHHBai JjW (Sitz des österr. Kantoienvorbandes) WIEN II., PR ATERSTR ASSE NR. 29 M Während der Pessachfeiertage Kaffee und trat- «1 klassige Geträcke nttO schel Pessach Q

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