Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 13 (29.3.1929)
- Date
- 1929-03-29
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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DIE WAHRHEIT 111.....üiiiiiiiiiiiiiiiiiuüuiwiuiiiiiuiiuiiiuüm Seite 17 Allgemeiner Krankenunterstiitzungsverelu JVtontefiorei'V Donnerstag, den 21. d. M., fand im Klublokale des Cafe Orient die diesjährig« ordentliche Generalversammlung dieses allgemein bekannten Krankenunterstützungsvereines statt. Obmann Edmund Hof mann begrüßte die Erschienenen, ganz besonders das Ehrenmitglied Herrn Dr. Jakob O r n s t e i n, Vizepräsident der Israelitischen KuJtu&gememde, und gedachte mit warmen Worten dier im abgelaufenen Jahre verschiedenen Mitglieder des Vereines. Der Obmann erörterte sodann die Tätigkeit des Vereines irn abgelaufenen Vereinsjabr, zollte gebührende Anerkennung den Leistungen seiner rührigen Mitarbeiter und hob insbesondere die ersprießliche Tätigkeit des Ehrenpräsidenten Paul Schwarzstein hervor. Zugleich fand auch die Generalversammlung der Sektion Witwen- und Waise nionds unter Vorsitz, des verdienstvollen Obmannes Ignatz Freund statt. Nach einer hochinteressanten Debatte, an der sich eine große Anzahl Vorstandsmitglieder und Mitglieder beteiligten, wurde beschlossen, die Beiträge für Sterbefälle von S 1.— auf S 1.50 zu erhöhen, um in dieser wirtschaftlich so schweren Zeit den Hinterbliebenen der verstorbenen Mitglieder größere Hüte bieten zu können. Nach Erledigung der Tagesordnung ergriff Herr Präsident Dr. Jakob 0 r n s t e i n das Wort, dankte für seine Ernennung zum Ehrenmitgliede und bot sodann in fesselnder Ausführung einen Ueberblick über das Wesen und die Aufgaben der Unterstützungsvereirte im allgemeinen und die des Vereines „Montefiore" im besonderen. Adas Jisroel. Unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates, der Adas Jisroel, stehen bloß die Selchwarenfabriken Gabriel Fischer, Wien II., Große Schiffgasse 16 und Friedmann & C o., Wien IL, Haidgasse 5. Das Fürsorge-Komitee für die jüdischen Insassen des Lainzer Versorgungsheimes veranstaltete Sonntag, den 24. d. M., im Festsaale des Lainzer Versorgungshauses eine Purim-Jause. Da sah man wieder einmal, wie bei uns Juden das Gefühl der Zusammengehörigkeit, das tatkräftige Einstehen des einen für den anderen Wunder wirken kann, und man hatte das Gefühl, an einer Familie njause, zu der auch arme Familienmitglieder eingeladen wurden, teilzunehmen. Von den 177 jüdischen Insassen des Versorgungshauses nahm etwa die Hälfte an der schönen Feier teil, die anderen, die bettlägerig waren, wurden in ihren Zimmern beschenkt. Zum größten Gefallen aller Teilnehmer haben die Herren Oberkantor S. Weiß und Leo Funke, feinfühlig begleitet von Herrn Ernst Edelsmann, wiederholt und unermüdlich liturgische Gesänge, sowie deutsche und jüdische Volksweisen zum Besten gegeben. Das Gelingen der echt jüdischen Veranstaltung ist Herrn Vorsteher Karl A 11 m a n n zu danken, der an der Spitze des rührigen Komitees viel dazu beigetragen hat, daß den Alten eine große Freude bereitet wurde. Die Wiener Israelitische Allianz hat in ihrer letzten Sitzung zugunsten der durch Hungersnot leidenden Juden in Bessarabien eine Spende von 1000 Schilling, dem Londoner Komitee für die zum Judentum zurückkehrenden Marr a n e n in Portugal wie in den verflossenen Jahren einen Beitrag von 10 engl. Pf. St., der Talmudhochschule (Jeschiwa) in Hunsdorf (Karpathorußland) zu dem aus sanitären Gründen notwendigen Neubau eine Spende von 500 Schilling, ferner verschiedenen in Not geratenen jüdischen Institutionen und humanitären Vereinen in Wien außerordentliche Unterstützungen im Gesamtbetrage von 5000 Schilling bewilligt. In S. Grüners Restaurant II., Zirkusgasse 30 Telephon R 43-1-60 VorzUgl. Wiener, ungarisch« und orientalisch« (rumänische) Küche. Mittag und Abend Menü nach Wehl. Erstklassige Getränke. derselben Sitzung wurden die neuesten Berichte über die Lage der Juden in Yemen, in Rußland, in Rumänien und in anderen Ländern, sowie über die Hilfswerke der Allianz in Wien zur Kenntnis genommen, die von Jahr zu Jahr steigende Aufwendungen erfordern. Die Unterstützungen an durchreisende Flüchtlinge und Heimatlose haben 1928 die Summe von zirka 13.000 Schilling erreicht, gegen 8400 Schilling im Jahre 1927, die Subventionen für indische Studierende zirka 8000 Schilling, gegen 6600 Schilling im Jahre 1927. Der jüdische Hochschulausschuß verbreitet folgenden Aufruf an die jüdische Bevölkerung: Der jüdische Hochschuiausschuß. die Exekutive des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Judäa". dem die Aufgabe der Linderung der großen Not der jüdischen Studenten zufällt, ist ohne Geldmittel. Da es sich um das Schicksal der jüdischen Studenten handelt, muß der jüdische Hochschulausschuß, im Bewußtsein seiner Verantwortung, an die breite jüdische Oeffentlichkeit mit der Bitte herantreten, den Institutionen der jüdischen Studentenschaft zu Hilfe zu eilen. Für den jüdischen Studenten ist die Lage durch die ökonomische Krisis und den Mangel ieder Verdienstmöglichkeit eine sehr traurige geworden. Hunderten von Studenten droht die Gefahr, daß sie ihr Studium knapp vor der Absolvierung werden aufgeben müssen und so um die Früchte ihrer Arbeit gebracht werden. Auch die lebenswichtigen Institutionen der jüdischen Studentenschaft, wie: Krankenfürsorge, Studentenheim, Mensafreitische, Lehrbehelfaktion usw. stehen wegen des Geldmangels vor dem Zusammenbruche. Der jüdische Hochschulausschuß sieht sich deshalb gezwungen, die gesamtjüdische Oeffentlichkeit auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen und zur raschen und ausgiebigen Hilfe aufzurufen, um den Zusammenbruch aller lebenswichtigen und unter großen Opfern geschaffenen Institutionen der jüdischen Studentenschaft zu verhindern. Es handelt sich um die Zukunft des jüdischen Nachwuchses, der von den Ouellen der Bildung nicht abgeschnürt werden darf. — Adressen für Geldsendungen: Jüdischer Hochschulausschuß. Wien IX., Zimmermannplatz 8. Postsparkassenkonto: ..Gesamtverband Jüd. Hochschüler Oesterreichs Judäa" Nr. 68.763: Wechselstube Alserstraße 31 der Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe, Konto: „Jüdischer Hochschulausschuß". Frau Mathilde Werdesheim-Benvenistl, Gattin des Chefarztes des Israelitischen Hospiz in Bad Gleichen her g. Dr. Leo Werdesheim. wurde am 20. März an der Universität Innsbruck zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert. Trauung. Sonntag, den 31. März, findet im Zeremoniensaal, Wien II.. Temoelxasse. die Tramms der Frau Hedwig Platzek, geb. Lichtenstern. mit Herrn Emil W e i n e r statt. |^IOIOIOIC3IOIC3ICDIOIOia3IC3IOIC3aC3IC3IC3IOIOBOBC3BOIOBOeOIOBC3BQ ■ nn m 0 Einsig in Mitteleuropa unübertroffen sind die Q 0 ■ 0 ■ 0 ■ 0 ■ 0 ■ 0 ■ 0 ■ Ca Vorireff lich-Plazzoih der bestrenommierten 1. Wr. orthoxen Mazzothfabrik, welche unter streng orthodoxer Aufsicht des ehrw- Rabbinder isr. Kultusgemeinde Wien erzeugt werden- — Atteste der größten OTJUW» — Durch die modernsten technischen und hygienischen Einrichtungen bin ich in der Lage, sämtliche T\W2 und feinste" lichten Grieß, wie auch die dünnsten Mazzoth aus dem garantiert feinsten Nullermehl nD5) Stf *KP3 streng orthodox zu erzeugen. Separate Abteilung unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabb. H. Schenk (Talmud-Thora). Bäckereien HDS in großer Auswahl und bester Qualität zu den billigsten Preisen. 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