Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 13 (29.3.1929)
- Date
- 1929-03-29
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 18 lliMlIllllillli« millllllllll!lllllllllllll!!lllllliill!lllllllllll!llllllllö DIE WAHRHEIT Jugendgruppe „Emunas Awes". Dienstag, den 19. März, fand im Vereinshause des orth. Bethausvereines „Emunas Awes", XIV., Storchengasse 21.. die Gründungsfeier der Jugendgruppe des Vereines, verbunden mit einem Bankett, statt Das große Interesse, welches dieser neugegründeten Sektion entgegengebracht wird, gab sich durch zahlreichen Besuch kund. Um die Gründung haben sich Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß und der Vorstand des Bethausvereines mit den Herren Präses Emanuel Weiß. Vizepräses Emanuel Schulz und der Schriftführer Arthur K r e i n e r an der Spitze große Verdienste erworben. Nach Begrüßung der Festgäste durch Präses Emanuel Weiß ergriff Herr Rabbiner Weiß das Wort und schilderte in formvollendeter1 Rede die Bedeutung der Jugend für das Judentum. In treffender Weise brachte er Beispiele, daß es immer die Gesetzestreue der Jugend war, die das jüdische Volk aus seiner bedrängten Lage gerettet hat Nun folgte die Begrüßung durch den Obmann der Jugendgruppe Alexander Kövesdy, der gleichzeitig das Programm der Jugendgruppe entwickelte, und hatte jeder der Anwesenden den Eindruck, daß die neugegründete Jugendgruppe erhebliche Arbeit zu leisten gewillt ist. Dies versicherte auch der zweite Redner der Jugendgruppe Herr H e 11 r e i c h. Nachdem Herr Oberkantor S. Einhorn, stürmisch begrüßt, liturgische Gesänge und Herr Kantor Schwarz jüdische Volksweisen in ausgezeichneter Weise zum Vortrage gebracht hatten, hielten Redakteur Ludwig Hirschfeld und Schriftführer Arthur K reiner belehrende Ansprachen an die zahlreich erschienenen Mitglieder der Jugendgruppe. Zum Schlüsse ergriff Herr N. Gärtner das Wort Seine mit gesundem Humor gewürzte Rede fand allgemeinen Beifall. Oesterreichischer Fachschriftsteller-Verband (Verband dar Fachpresse). Die unter dem Vorsitze des Präsidenten Kommerzialrat Oskar Fischer stattgefundene 35. ordentliche Generalversammlung des österreichischen Fachschriftstelter-Verbandes nahm die Referate des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr genehmigend zur Kenntnis und wähltet die statutengemäß ausscheidenden Vorstands-Mitglieder wieder. Der Vorstand setzt sich nun folgendermaßen zusammen. Präsident: Kommerzialrat Oskar Fischer; Vizepräsidenten: Dr. D. Szamek und Kommerzialrat Heinrich Schwarz; Vorstandsmitglieder: Direktor Heinrich Beck, Kommerzialrat Benno Fanto. Karl Löwenstein. Matthias Medwenitsch, Leo Gerhard Schweber. Hermann Singer, Frau Rat Bertha Steiner, Dr. Wilhelm Steiner, Ignaz Tonger. Ludwig Weiß. An die Generalversammlung schloß sich ein künstlerischer Abend, der in animaertester Stimmung verfiel. Die Komponisten Meister Edmund Eysler und Professor Charles Weinbenger erzielten als Klavierimprovisatoren größten Heiterksiitserfolg. Rosy Werginz sang, von Meister Eysler begleitet, Eyslersche Chansons und musikalische Parodim und wurde lebhaft gefeiert. Desgleichen gefiel die Solotänzerin der Staatsopen, Frau Riki Raab, auch von Meister Eysler begleitet, dem Publikum, die mit größter Anmut und vollendeter Technik tanzte. Großen Erfolg erzielte auch die bekannte Pianistin Grete Neufeld. Ada Kelsen wurde viel belacht und erzielte mit reizend vorgetragenen Liedern lebhafte Anerkennung. Einen besonderen Erfolg holte sich Frau Anny Goldhagen, die ihren schönen Alt mit gewinnender Bescheidenheit erstrahlen ließ. Den Schluß des von Dr> Wilhelm Steiner konferierten Abends bildeten Alexander Max Vftllas'. des liebenswürdigen Humoristen und geistreichen Satirikers, Vorträge, die Lachsalven auslösten. Der jüdische Frauen- und Mädchen-Wohltätigkeits-Verein in Wiener-Neustadt hat am 10. März 1929 in den Brauhofsälen einen Maskenball abgehalten, welcher dank der Bemühungen der Vorstandsdamen und verschiedener Spenden dem Verein einen Reinertrag brachte, der, wie alljährlich, auch heuer wieder wohltätigen Zwecken zugeführt wurde. So wurden dem jüdischen Blindeninstitut. Wien, Hohe Warte, und dem jüdischen Waisenhause in Baden je 100 Schilling gewidmet ebenso den hiesigen Armen Geldspenden zugewiesen, außerdem ein Teppich für den hiesigen Tempel angeschafft. An dieser Stelle stattet die Vereinsleitung allen wohltätigen Spendern und besonders den Damen des Vorstandes, sowie allen Damen für ihre außerordentlichen Müheleistungen, die zum Gelingen des Festes beitrugen, den herzlichsten Dank ab. Der Kranken-Unterstützungs-Frauen-Verein für den VI. und VII. Bezirk, Wien VII., Stumpergasse 42, hält seine Generalversammlung am Dienstag, den 2. April 1929, um >s7 Uhr abends im Cafe Palace. VI,, Mariahilferstraße 99 ab. Mensa academica in Heidelberg. Der Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser e. V. in Hamburg, beabsichtigt eine Mensa academica für jüdische Studenten in Heidelberg zu errichten. Studenten, die im kommenden Semester in Heidelberg studieren wollen und an der zu errichtenden Mensa Interesse haben, werden gebeten, sich bei der Geschäftsstelle des oben genannten Vereines, Hamburg 1, Dornbusch 4, zu melden. Musik ist das geeignetste Mittel, um die im Kampf um den Lebensunterhalt angestrengten Nerven zu beruhigen. Deshalb lohnt sich die Anschaffung einen Sprechmaschine. Diese mit Hilfe der neuesten elektrisch aufgenommenen Schallplatten ermöglichen zu Hause jederzeit gesellschaftliche Unterhaltungen. Alle bekannten Musikgrößen und Künstler sind zu jeder Tages- und Nachtzeit zu hören, bei Tanz und leichter Unterhaltungsmusik können wir neue Kräfte für den Alltag sammeln. Das Zahlungserkichterungssystem ermöglicht es jedem, sich eine Sprechmaschinie zu beschaffen. Das Muslkhaus Excelsior, Wien I., Adlergasse 5, Telephon R 23-4-90, II., Kleine Pfarrgasse 28, Telephon A 41-6-24 und in der Passage, IL, Taborstraße 46, hat in seinen Schaufenstern und im Lokale Adlergasse 5 eäne für jedermann ohne Kaufzwang frei zugängliche Schaustellung von nur erstklassigen Apparaten (jedes Stück mit dem Kostenpreis bezeichnet) arrangiert. Zahlungserleichterungen bis zu 18 Monatsraten. Dasselbe ist bereit, die Vorzüge der modernen Sprechmaschinen unverbindlichst vorzuführen. Daselbst findet auch der Propagandaverkauf erstklassiger jüdischer und hebräischer Schallplatten sowie der neuesten englischen Schlager zu besonders ermäßigten Preisen statt. Neues Jüdisches Theater (Praterstraße 60). Wochenspielplan: Freitag geschlossen. Samstag: „Chaim Joel und Chawe Laje". — Sonntag zwei Vorstellungen. Beginn 7.30 Uhr: „Chaim Joel und Chawe Laje". Nachtvorstellung, Beginn 10 Uhr: „Der König der Geiger". — Montag: „Chawer Im Leben". — Dienstag: „Mojsche. wo krichste?" — Mittwoch: „Die gezwungene Chasene". — Donnerstag: „Schmendrik in Amerika". WerbdJlbannejdcnfütDk WaktkdÜ HQgicnisdies KÖMgSlfCht Seit vielen Jahren das anerkannt beste DrtTlötM Man achte auf die ges. gesch. Marke vHygfen. Königslicht' und Name Schulz Fabrik und Büro; Wien XIV., Breunhfrschengasse 3 Telephon R 33-1-87 i ■ s ■ a